Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut) - DVD

DVD Start: 12.07.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 112 min

Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

David (Dustin Hoffman) ist Mathematiker. Ein kühler Kopf. Und mit einem hat er ganz und gar nicht gerechnet: In dem idyllischen Dorf, in dem er und seine Frau (Susan George) Ruhe und Frieden suchen, werden sie zum Opfer von Terror, Hass und Gewalt. David wird von den Dorfbewohnern gedemütigt. Susan wird vergewaltigt. Und dann fährt er auch noch einen Mann an, der kurz zuvor ein Mädchen getötet hat - aber davon hat David keine Ahnung. Er nimmt den Mann mit zu sich nach Hause um ihn zu versorgen. Doch da kommt der aufgebrachte und blutgierige Mob und belagert sein Haus. Nach und nach versuchen die Dorfbewohner in sein Haus einzudringen. Zuerst mit Worten, dann mit Taten will David die Angreifer zurückzudrängen. Wut und Verzweiflung treiben den ansonsten rationalen Menschen in einen Blutrausch barbarischer Gewalt ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (2.0 Stereo)
Englisch (2.0 Stereo)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Filmhistoriker Michael Siegel

DVD und Blu-ray | Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut)

DVD
Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Special Uncut Edition) Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Special Uncut Edition)
DVD Start:
12.07.2007
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.
Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut) Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut)
DVD Start:
12.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


„Straw Dogs“ von 1972 ist schon direkt nach seiner Aufführung zum Klassiker geworden. Und zwar nicht nur aufgrund der verstörenden Gewalt, welche Sam Peckinpah in seinen Filmen immer wieder einbrachte und sich deswegen immer auch der Zensur und gar Verbote ausgesetzt sah. Sicher ist der Film für die Zeit gerade gegen Ende recht brutal und man kann sich als Genrefan freuen, ihn hier endlich mal ungeschnitten zu sehen. Allein diese Tatsache macht die DVD schon zu einem Muss. Aber nicht die Gewalt macht den Film zu einem Klassiker, sondern weil er aufzeigt, dass in jedem Menschen ein Mörder steckt und was diesen Killer aus einem Mann herausholt. In diesem Film wurde es das erste Mal sehr deutlich untersucht und gezeigt, wie ein nüchterner, analytischer Mann zu einem Mörder wird. Das alles ist ungemein spannend, da Peckinpah alle Gesten, jeden Blick betont und damit Bedeutung zuweist. Der Film ist wirklich eine kontinuierliche Steigerung und eine Studie von Fehleinschätzungen bis hin zum explosiven Finale. Allein schon die Vergewaltigungsszene ist kontrovers und verstörend, da sie durchaus eine Verführbarkeit hat und die frustrierte Ehefrau einen Hauch von Genuss dabei empfindet. Die Folgen werden aber alles andere als verharmlost. Auch ist der Film ein Ehedrama, da sich die gegenseitigen Erwartungen kaum erfüllen lassen können. Die Ehefrau weiß auch gar nicht um ihre sexuelle Wirkung und provoziert unbeabsichtigt die männliche Bevölkerung. Schon die erste Einstellung, welche die Ehefrau einführt, macht das deutlich: in einer Halbtotalen ist nur ihr Pullover zu sehen, unter dem sich ihre Brüste abzeichnen und sie trägt ganz offensichtlich keinen Büstenhalter. Was das für eine Wirkung auf andere Männer hat, sieht Amy dann nur mit Erstaunen, da sie nur Augen für ihren Mann hat. Dieser wird permanent gedemütigt und muss sich von seiner Frau Vorhaltungen gefallen lassen. So erzählt sie ihm auch gar nichts von ihrer Vergewaltigung, da sie ihm nicht zutraut, sie zu unterstützen und gegen die Täter anzugehen. Erst als er bewusst Verantwortung für jemanden übernimmt, beginnt er sich zu wehren und die Gewalt bricht aus ihm heraus. Nicht von ungefähr ist Dustin Hoffman der einzige Amerikaner im Film, der passenderweise einen Ami spielt, der vor den Unruhen in den USA Anfang der siebziger nach England flieht um dort zu leben und sein Buch zu schreiben. Er hat sich nicht den Herausforderungen in den schwierigen Situationen in der Heimat gestellt. Jetzt muss er es, da es ihn unmittelbar betrifft und seine Burg bedroht. Die Mauern seines Hauses sind gleichzeitig seine inneren Schutzmauern und nun werden sie von außen eingerissen und bedroht. Selbst im Finale werden bei ihm noch Grenzen überschritten, indem er immer brutaler und skrupelloser wird. Eine grandiose und extrem spannende Studie, die völlig zu Recht ein großer Klassiker ist.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Als Extra bekommt man einen Audiokommentar von dem Filmhistoriker Mike Siegel geboten, der aber nicht nur informativ ist und dabei manchmal eng am Bild kleben bleibt, sondern leider auch ziemlich selbstverliebt und Ich-Bezogen ist, wenn Siegel mit seinen Erfahrungen von Peckinpah-Filmen hausieren geht.

Ein Klassiker, der insgesamt schon Pflicht ist, da er aufzeigt, wie ein rationaler, besonnener Mensch zum Mörder werden kann. Und dann noch ungeschnitten. Zugreifen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo