Straw Dogs - Wer Gewalt sät - DVD

DVD Start: 12.04.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 105 min

Straw Dogs - Wer Gewalt sät DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

David Sumner (James Marsden) und seine Frau Amy (Kate Bosworth), zwei weltgewandte Städter, ziehen nach dem Tod von Amys Vater in ihre alte Heimatstadt, dem idyllisch gelegenen Blackwater, im tiefen Süden Mississippis. Jeder weiß hier viel über den anderen. Und der wöchentliche Höhepunkt in dem Städtchen ist das Footballspiel am Freitagabend. Aber die Idylle trügt. Während Amys Ex-Freund Charlie (Alexander Skarsgard) und seine Football-Mannschaft der attraktiven Amy nachstellen, laden Sie den arglosen David zu einer Jagdpartie ein, die nach und nach in einer Gewaltspirale mündet. Als dann noch die Tochter des ehemaligen Football Coaches Tom Heddon (James Woods) vermisst wird, gerät die Situation völlig außer Kontrolle und endet in einer extrem gewaltsamen Konfrontation.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
4 Dokumentationen:
- Heißes Eisen: Das Remake eines Klassikers
- Das Kräftespiel der Macht: Die Besetzung
- Ausnahmezustand: Die Stunts
- Die Gestaltung des Sommerhauses: Das Szenenbild
Kommentar mit Drehbuchautor/Regisseur Rod Lurie

DVD und Blu-ray | Straw Dogs - Wer Gewalt sät

DVD
Straw Dogs - Wer Gewalt sät Straw Dogs - Wer Gewalt sät
DVD Start:
12.04.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Straw Dogs - Wer Gewalt sät Straw Dogs - Wer Gewalt sät
Blu-ray Start:
12.04.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - Straw Dogs - Wer Gewalt sät

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 4/10


Im Jahr 1971 schockte Regisseur Sam Peckinpah mit einem Film, in dem ein junger Amerikaner, gespielt von Dustin Hoffmann, mit seiner englischen Frau (Susan George) ins ländliche, idyllische England zieht und dort von einigen Männern schikaniert wird, bis der ansonsten ruhige Amerikaner die Kontrolle über sich verliert und der Film in einer Gewaltorgie endet. Im Jahr 2011 nimmt sich Rod Lurie diesen Klassiker an und verfilmt „Straw Dogs“ erneut. Diesmal spielen James Marsden und Kate Bosworth die Hauptrollen, die in den tiefen Süden der USA ziehen, wo Amy (Kate Bosworth) geboren wurde. Und um es vorweg zu nehmen: Das Remake hätte Rod Lurie sich sparen können.

Eine gefühlte Ewigkeit baut „Straw Dogs“ die Figuren auf, lässt David (James Marsden) und Amy im Süden ankommen und auf Amys alte Freunde und alte Liebhaber (Alexander Skarsgård als Charlie) treffen. Die Südstaatler können den erfolgreichen David nicht ausstehen und provozieren ihn oft und gerne. Langsam baut sich eine feindselige Stimmung auf, die am Ende in einer (lächerlichen) Gewaltorgie erster Güte gipfelt, nämlich dann, wenn David – von seiner Frau auch gerne „Feigling“ genannt – zurückschlägt.

Bis dahin, wie gesagt, vergeht aber eine viel zu lange Zeit, die der Regisseur dafür nutzt, viele Fragen aufzuwerfen, die aber keinen richtigen Abschluss finden. Da wäre die Figur eines offenbar geistig behinderten Mannes, der in der Stadt geächtet wird – warum wird nicht ganz klar, es fällt mal eine Bemerkung mit „jungen Mädchen“. Hier wird eine Nebengeschichte mit einem Cheerleader eingebaut, die ebenfalls im Haus von Amy und David gipfelt, jedoch nicht endgültig abgeschlossen wird und wohl nur dazu dient, den Mob zum Haus zu führen. Zahlreiche dumme und nicht nachvollziehbare Aktionen später liefern sich ein paar Männer einen gnadenlosen Kampf mit literweise Blut, was den einen oder anderen interessanten Moment liefert – falls man nicht schon eingeschlafen ist.

Amy hat bis zum Schluss eigentlich nur wenig zu tun, nämlich im knappen Hemd und ohne BH vor ihrem Ex und deren Freunden herumzulaufen und sich einmal sogar ganz nackt zu zeigen, um sich anschließend aber darüber zu beschweren, dass die Kerle sie angeifern. Schon dadurch bekommt Amy nicht sonderlich viele Sympathie-Punkte. Das Nacktsein hat sie mit Alexander Skarsgård, der oben ohne zwar besser aussieht als Kate Bosworth, ansonsten aber auch nicht mehr zu bieten hat – schon gar keine logischen Handlungen. Mehr Sympathie weckt dann schon David, den James Marsden mit einer anfangs schönen Gelassenheit spielt und somit eigentlich eine Person abgibt, mit der man gerne befreundet wäre. Doch die Männer der Stadt fühlen sich in seiner Nähe offenbar nicht wohl. Hier hätte eine perfekte Studie über das Verhalten von eingeschworenen Gemeinschaften, die mit etwas Neuem konfrontiert werden und damit nicht fertig werden, entstehen können, doch Regisseur Rod Lurie bringt seine Geschichte einfach nicht auf den Punkt, lässt sie wirr durch die Gegend schlängeln und am Ende ein Blutbad anzurichten. Als der Film zu Ende war, konnte ich mich nur fragen: Was sollte „Straw Dogs“ eigentlich aussagen?

In den Extras finden sich durchaus interessante Dokumentation zum Film, wie Erklärungen zum Szenenbild und wie aus dem Original das Remake wurde. Bild und Ton sind gut, das Bild ist zum Teil etwas dunkel geraten, jedoch nur minimal.

Fazit: Unnötiges Remake mit blassen Darstellern und vielen unbeantworteten Fragen.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment