Storage 24 - DVD

DVD Start: 25.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 108 min

Storage 24 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Als eine Transportmaschine des Militärs über London abstürzt, zerschellt seine streng geheime Ladung irgendwo in der Stadt. Zur gleichen Zeit befindet sich Charlie (Noel Clarke) mit seiner Exfreundin Shelley (Antonia Campbell-Hughes) und den besten Freunden Mark (Colin O’Donoghue) und Nikki (Laura Haddock) im Containerlager Storage 24, um den dort gelagerten gemeinsamen Hausstand aufzulösen.
Erst als plötzlich der Strom ausfällt, stellen sie fest, dass sie nicht allein in den unterirdischen, endlos dunklen Korridoren eingesperrt sind. Etwas Unheimliches, etwas Tödliches lauert auf sie… Werden sie lange genug leben, um einen Ausweg zu finden aus diesem Ort, der gebaut wurde, damit unter Verschluss bleibt, was unter Verschluss gehört?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Storage 24

DVD
Storage 24 Storage 24
DVD Start:
25.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Storage 24 Storage 24
Blu-ray Start:
25.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.

DVD Kritik - Storage 24

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Aliens auf Lager - „Storage 24“ ist ein kleiner feiner Genrefilm aus England mit der so typischen Mischung aus Science-Fiction, Horror und Action. Das hat man alles schon mal gesehen und der Film lehnt sich bewusst an Vorläufer an. So erinnert das Setting zum Beginn eher an ein Raumschiff wie aus „Alien“ denn an ein normales Lagerhaus, in dem Privatpersonen Möbel und anderes einlagern können. Da der Film fast komplett an einem einzigen Ort spielt, hat der Film nicht nur eine Kostenersparnis für die Produzenten und eine ökonomische Logistik eingebracht, sondern auch eine Atmosphäre, die beengend und verwirrend wirkt. Alle Gänge sehen gleich aus und auch die Türen sind einheitlich. So irren die Charaktere durch die eintönigen, monochromen Flure und werden dabei von einem Monster verfolgt. Und der Ausgang ist nicht zu finden. Ja, das alles ist nicht gerade neu, sondern eine Genrekonvention, die man aber immer wieder gerne sieht. Wenn es denn gut gemacht ist. Und das ist „Storage 24“ allemal. Zum einen kann er die klaustrophobische Stimmung gut wiedergeben und auch die Action auf begrenztem Raum lässt den Zuschauer kaum zu Atem kommen. Das ist aber noch nicht ausreichend, um den Film wirklich gut zu machen, sondern er wäre nur wieder ein üblicher Streifen auf den Spuren vieler Vorgänger. Was den Film aber rettet und deutlich über den Durchschnitt hebt, ist der trockene, typische britische Understatement-Humor. Dabei ist der Film keine Komödie, sondern streut immer wieder dezente lustige Momente ein. Man nehme nur den kleinen Spielzeughund, der in zwei Szenen eine tragende Rolle spielt. Und was noch das angenehmste und erfreulichste ist, besteht darin, dass die Charaktere ausnahmslos glaubwürdig sind und sich wohltuend von den Genrekonventionen abheben. Und zwar nicht nur insofern, dass der Schwarze nicht als erster stirbt, sondern hier der Held ist. Vor allem die weiblichen Figuren sind alles andere als nett anzusehende Kreischsirenen, die eine starke Männerhand brauchen, um überleben zu können. Hier sollten sich mal andere Regisseure und Drehbuchautoren ein Beispiel daran nehmen. Stellenweise ist der Film sehr blutig und kann gar mit manchen Goresequenzen aufwarten. Spannend ist er auf jeden Fall und in seiner unaufdringlichen Art eine einzige Genrehommage, die mit Gewalt, Glaubwürdigkeit, Humor und Spannung glänzt. Sogar das Monster ist gelungen und weniger humanoid als sonst, sondern ähnelt eher einem Insekt. Wobei die Assoziation zu einer Gottesanbeterin gar nicht mal so verkehrt wäre, denn der Film entwickelt einen für das Genre ungewöhnlichen Subtext. Wer genau hinsieht, erkennt, dass das Alien weiblich ist. Und erstaunlich freundlich zu den Frauen im Film ist. Naja, fast. Jedenfalls fällt dem Zuschauer gegen Ende auf, dass die meisten Opfer Männer sind. Und da fast ausnahmslos solche, die sich irgendwann im Laufe der Handlung abfällig gegenüber Frauen äußerten oder handelten. Da kann man das Alien schon fast als eine radikale Feministin bezeichnen. So reicht es bei einem Mann, eine Pornozeitschrift durchzublättern, um später in den Klauen zu enden. Und auch die anderen Opfer haben zum größten Teil so ihre Probleme mit den Frauen. Da ist es durchaus ironisch und gehört zum unaufdringlichen Witz, dass sie ausgerechnet von einem weiblichen Alien gejagt werden.

Der Ton ist gut, wenngleich manche Soundeffekte etwas untergehen. Auch das Bild ist zum größten Teil gelungen. Nur bei der einzigen Nebelszene versagt es, da sich dort Schlieren bilden. Neben einer Fotogalerie gibt es die Videotagebücher zweier Hauptdarsteller, entfernte Szenen und ein gelungenes Making Of. Der Audiokommentar nervt leider nach einer gewissen Zeit, da sich die Sprecher häufig unterbrechen und kaum mal einen Satz zu Ende bringen. Wenn dann mal etwas ausgesprochen vorkommt, ist es aber informativ und amüsant.

Auf den ersten Blick ein typischer Genrevertreter in dem eine Gruppe Personen auf beengtem Raum von einem Alien gejagt werden. Aber der trockene Witz, die glaubwürdigen Charaktere abseits der Genrekonventionen, die Spannung und das Blut machen den Film zusammen mit dem ironischen Subtext zu einem Genrevergnügen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures