Stitches - Bad Clown - DVD

DVD Start: 21.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

Stitches - Bad Clown DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Richard „Stitches“ Grindle ist ein runtergekommener Clown, der auf Kindergeburtstagen auftritt und derbe Witze reißt, die so gar nichts für Kinder sind. Auf einer besonders wilden Geburtstagsparty kommt er bei einem Unfall ums Leben. Jahre später sind die Geburtstagskinder schon Teenager und auf einer Party erscheint ein ungebetener Ehrengast: Stitches ist zurück, um seinen unerwarteten Tod zu rächen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making of

DVD und Blu-ray | Stitches - Bad Clown

DVD
Stitches - Bad Clown Stitches - Bad Clown
DVD Start:
21.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Stitches - Bad Clown Stitches - Bad Clown
Blu-ray Start:
21.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

DVD Kritik - Stitches - Bad Clown

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Richard „Stitches“ Grindle (Ross Noble) gibt eine traurige Figur ab. Dumm für jemanden, der sein Geld als Clown verdient. Doch zum Lachen sind die mäßigen Entertainer-Qualitäten des abgewrackten Misanthropen wirklich nicht. Auch der kleine Tom und seine Geburtstagsgäste haben für die unlustige Bunt-Visage nur Hohn und Spott übrig. Die Naseweise erlauben sich sogar einen bösen Scherz, den „Stitches“ mit dem Leben bezahlt. Sechs Jahre unterhält er fortan die Radieschen von unten, bis ihm, dank eines Rituals mit schwarzer Magie, Gelegenheit gegeben wird, Rache zu üben und seine miese Vorstellung auf Toms Houseparty zu beenden – erneut mit tödlichem Ausgang, aber diesmal fürs Publikum.

Feiernde Teens in einem verlassenen Haus; ein maskierter Killer, der draußen herumstreicht und in bester Zehn-kleine-Negerlein-Manier seine Opfer abschlachtet: Auf den ersten Blick ist das Horror-Szenario, das Regisseur und Drehbuchautor Connor McMahon in seinem irischen Slasher „Stitches“ aufs Tableau bringt, älter als der ausgefranste Streifen-Pulli von Zerhackfresse Freddy Krueger. Und auch das Teenager-Personal versammelt vom traumatisierten Sensibelchen über den notgeilen Aufreißer bis zur Schlampe und Rebellin sämtliche Klischee-Torfköpfe.

Dass die Eskapaden des bösen Harlekins trotzdem ordentlich unterhalten, ist ihrer mit schwarzem britischem Humor gewürzten Machart zu verdanken. Denn der Over-the-Top-Gore samt Blutfontänen, der hier aufgefahren wird, ist derart absurd übertrieben und vulgär, dass man sich ungläubig die Augen reibt. Hauptdarsteller Ross Noble, in Großbritannien ein bekannter Stand-up-Comedian und in seinem Filmdebüt zu bewundern, und Regisseur McMahon geben sich völlig hemmungslos und schmerzfrei. So kommt es vor, dass der Lehrer mitten im Unterricht das Gemächt eines Schülers herausreißt, dass mit dem Dosenöffner eine Schädeldecke geknackt wird oder aus Gedärmen Tiere geformt werden. Cartoon-Gewalt, nur ohne Happy End.

Wenn auch schlicht in Sachen Story und Figurenentwicklung, merkt man den Machern den Spaß am Gemetzel an. Zudem gelingen einige hübsche Schnitte (Stichworte Blutbad/ Wackelpudding oder Pickel/Spiegelei) und nette Details. So verabreden sich die Partygäste über ein soziales Netzwerk namens My Face (!) und die rote Clownsnase entwickelt auf Schnüffeltour nach den einstigen Quälgeistern ein Eigenleben á la Eiskaltes Händchen der Addams Family. Und wenn „(I Just) Died In Your Arms Tonight“ von Cutting Crew aus den Boxen dröhnt, ist das durchaus wörtlich zu nehmen.

Die Liebe zum Projekt schimmert auch durch das Making-of (OmU) auf der DVD. Regisseur Connor McMahon, der sich als Fan von Trash-Schockern wie „Braindead“ oder Peter Jacksons „Bad Taste“ outet und zuvor Kurzfilme wie „The Braineater“ realisierte, bekommt sein Dauergrinsen gar nicht aus dem Gesicht. Kompagnon Ross Noble beschreibt das ironische Schlachtfest wie folgt: „‚Stitches’, das ist als hätte Freddy Krueger einen Monat Urlaub genommen. Und er hat ihn (Stitches) gebeten: ‚Diese Kids müssen getötet werden, kannst du das machen?’“

Optisch spielt „Stitches“ sicher nicht in der A-Liga, zumal fast das ganze Geschehen an einem Schauplatz stattfindet und man Partyszenen schon zuhauf gesehen hat. Das Haus-Set bietet aber genug Winkel und Zimmer, um über den überschaubaren Zeitraum nicht zu langweilen. Wer des Englischen mächtig ist, greift sicher zur Originaltonspur. Dem Treiben der insgesamt ordentlichen Jungdarsteller kann man dabei problemlos folgen. Über die unterirdische deutsche Synchronisation des schwulen Bulger indes kann man nur fassungslos den Kopf schütteln. Tuntiger geht’s kaum.

„Stitches“ verlangt von seinen Zuschauern einen robusten Magen. Zum Glück wird die bluttriefende Abschiedsvorstellung derart überzogen, dass Witz und Absurdität das Grauen abfedern.

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by Florian Ferber
Bilder © Universal Pictures