Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben - DVD

DVD Start: 28.06.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 94 min

Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

John McClane ist zurück! In STIRB LANGSAM – EIN GUTER TAG ZUM STERBEN schlüpft Bruce Willis wieder in seine Paraderolle als New Yorker Polizist, der zufällig immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Dieses Mal ist der knallharte Cop in Moskau, um seinen Sohn Jack (Jai Courtney), der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komorov (Sebastian Koch) zu retten, denen die russische Unterwelt im Nacken sitzt. Zusammen kämpfen sie gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel in Russland zu verhindern und stellen dabei fest, dass sie im Doppelpack unschlagbar sind…...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Original Kinotrailer

Video on demand - Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

DVD und Blu-ray | Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

DVD
Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben
DVD Start:
28.06.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben
Blu-ray Start:
28.06.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Abwrackprämie - „Stirb Langsam“ ist in der Filmhistorie ja schon ein gewisser Mythos geworden. Nicht nur was die Qualität und den ursprünglichen Erfolg des Ur-Filmes anbetrifft, was nicht zuletzt daran lag, das er einen ganz anderen Ton anschlug als die bisherigen Actionfilme der damaligen Zeit. Schließlich war Bruce Willis in der Rolle des John McClane damals noch ein relativ unbekannter Darsteller, der nun im Vergleich zu den damaligen Actionheroen wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Jean-Claude Van Damme, Chuck Norris und Steven Seagal völlig konträr wirkte. Aber darin lag eben der Reiz. John McClane war keine muskelstrotzende (Kampf-)Maschine, sondern ein Mann von nebenan. Ein Cop, ja, aber auch ein Kumpeltyp mit dem man wohl gerne an einem Abend ein Bier getrunken hätte. Und das er in die Fälle reingezogen wurde und nichts aktiv unternahm, um in die Situation zu kommen, erhöhte den Reiz. Durch den Erfolg wurden die Fortsetzungen immer größer und größer und auch die Handlungsorte weiteten sich aus. Was zum einen dem Gesetz der Serie (größer, schneller, lauter, besser) geschuldet war, aber auch die „Schuld“ der vielen, vielen Epigonen ist. Es blieben kaum noch genügend Handlungsspielorte für die Reihe übrig (so war ein Schiff Schauplatz für „Alarmstufe Rot“, ein Zug für die Fortsetzung und ein Eishockeystadion für „Sudden Death“). So verfiel man schon im dritten Teil auf eine ganze Stadt (New York) als Spielfläche des Draufgängers John McClane und setzte dies nicht nur in Teil vier, sondern nun auch in Teil fünf fort. Wobei der aktuelle Film immerhin den Exotenbonus besitzt, da er in Moskau und Tschernobyl spielt. Das hat den Nachteil, dass die klaustrophobische Atmosphäre des ersten Filmes schon lange nicht mehr vorkam, gewinnt aber an Schauwert nicht zuletzt durch die groß angelegten Zerstörungsorgien. Dass der Film in Russland spielt, ist natürlich auch ein mehr als ironischer Verweis auf die ideologiegetränkten Actionfilme der 1980er als in Zeiten des Kalten Krieges noch mit den Sowjets ein klar umrissenes Feindbild auch für die Filme existierte. Schließlich waren auch die Gegner von John McClane durchaus aus dem Osten gekommen. So sind die Schurken aus Teil 1 und 3 ehemalige Soldaten der NVA der DDR gewesen. Das nun die Russen nicht mehr als Feindbild per se hingestellt werden ist ein Pluspunkt. Stattdessen sind die Gegner diejenigen Russen, welche die Altlasten der Sowjetzeit mitschleppen, und damit als ideologieunfreie Feindbilder taugen. Sie sind Relikte, welche ihre alte Macht ausnutzen wollen, um den verhassten Kapitalismus mit den eigenen Waffen zu schlagen. Sie sind wandelnde Anachronismen die mental noch in der alten Zeit verwurzelt sind, sich aber in der neuen Ära durchaus arrangiert haben. Da passt John McClane hervorragend hinein, da er, zwar auf der gegnerischen Seite, doch genau auf dieselbe Art und Weise charakterisiert werden kann. Er war immer zur falschen Zeit am falschen Ort und kam mit der Moderne im Grunde nie wirklich klar. So wird es hier auch mehr als einmal gesagt, das seine Vorgehensweise (stürmen und sehen was passiert) völlig veraltet ist. Das der Endkampf dann in Ruinen stattfindet in denen niemand mehr lebt und in denen die Relikte einer längst vergessenen Zeit noch stehen ist hier dann nur noch die Krönung. Und ein wunderschönes Sinnbild wenn sich hier quasi die Dinosaurier des Actionkinos bekämpfen. Auch der fünfte Film der Reihe besitzt die typischen Zutaten, welche die Streifen so erfolgreich werden ließen. Einige schöne Dialoge zwischen Filmvater und –sohn peppen die Story gehörig auf, wobei, genremäßig, die Geplänkel etwas oberflächlich bleiben und nur für die menschelnde Zutat sorgen. Zudem kann der Co-.Star nicht sonderlich überzeugen, so das zu hoffen ist, das dieser Film nicht eine Staffelweitergabe ist, wie es ja auch schon in dem letzten „Indiana Jones“-Film mit der Einführung des Filmsohnes angekündigt worden ist. Jedenfalls, und das ist hier ja auch die Hauptsache, ist die Action herausragend und es gibt eine wahre genussvolle Zerstörungsorgie, die Bruce Willis aussehen lässt wie ein hungriges Kind im Süßwarenladen. Und es gibt gleich mehrere Szenen und Bilder die man so noch nicht im Kino gesehen hat. Ein würdiger Film der Reihe, wenngleich nicht der beste.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen, was man leider von den Extras in der einfachen Ausstattung nicht gerade behaupten kann. Es gibt zwar nicht verwendete Szenen, aber ansonsten nur noch die Trailer zu dem Film. Das ist nicht gerade viel und etwas enttäuschend.

Ein würdiger Film der Reihe, wenngleich der Co-Star nicht sonderlich überzeugt und das ursprüngliche Konzept etwas aufgeweicht ist. Jedenfalls ist der ironische Grundton sehr angenehm und die Action mehr als sehenswert und kann sehr beeindruckende Szenen aufbieten.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © 20th Century Fox




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