Steven R. Monroes I spit on your Grave - DVD

DVD Start: 06.10.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

Schriftstellerin Jennifer Hills mietet sich eine einsame Blockhütte im Wald um in Ruhe ihr neues Buch schreiben zu können. Doch die junge hübsche Frau ahnt nicht, dass eine Gruppe brutaler Einheimischer ein Auge auf sie geworfen hat. Eines Nachts überfallen sie Jennifer in ihrer Hütte. Sie quälen und vergewaltigen sie dann mehrmals. Bevor sie jedoch die fast zu Tode gequälte Frau endgültig töten können fällt sie kraftlos in einen reißenden Fluss und wird weggespült. Entgegen aller Chancen überlebt Jennifer und hat ab sofort nur noch ein Ziel: Rache! Alles was die Männer ihr angetan haben, wird sie ihnen heimzahlen - nur diesmal viel viel härter!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Exklusives Interview mit Hauptdarstellerin Sarah Butler
- Audiokommentar von Regisseur Steven R. Monroe und Produzentin Lisa Hansen
- Making of
- Deleted Scenes
- Trailer

Video on demand - I Spit on Your Grave

DVD und Blu-ray | Steven R. Monroes I spit on your Grave

DVD
Steven R. Monroes I spit on your Grave Steven R. Monroes I spit on your Grave
DVD Start:
06.10.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

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Blu-ray
Steven R. Monroes I spit on your Grave Steven R. Monroes I spit on your Grave
Blu-ray Start:
06.10.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 103 min.

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DVD Kritik - Steven R. Monroes I spit on your Grave

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Remake eines kontroversen Klassikers
In den 1970er Jahren entstanden in den USA einige heute als wegweisend anzusehende Horrorfilme, die ganz neue Wege beschritten, auch in handwerklicher Richtung, und den Horror erdeten, indem sie ihn realistisch hielten. „Ich spucke auf Dein Grab“ von 1978 war einer dieser Filme und ist dem Subgenre des „Rape and Revenge“-Filmes zuzurechnen. Eine Frau wird gequält und vergewaltigt und rächt sich später an ihren Peinigern. Das ist im Grunde auch schon die ganze Story. Der Ursprungsfilm wurde in Deutschland verboten, weil zum einen die mehrfache Vergewaltigung und Quälerei zelebriert statt inszeniert wird und der Wandel zur Rächerin kommt sehr plötzlich, so dass der hauptsächliche Beschlagnahmungsgrund daran lag, dass hier zur Selbstjustiz aufgerufen wird. Da der Originalfilm kaum aufzutreiben ist und in den letzten Jahren eh schon die Klassiker der 1970er einem Remake unterworfen wurden, ist auch „I spit on your Grave“ nun in einer neuen Version vorhanden. Und der Fassung von Steven R. Monroe kann man obige Aspekte durchaus auch vorwerfen. Die mehrfache Vergewaltigung und Quälerei ist so schonungslos und realistisch inszeniert worden, dass sie kaum noch erträglich ist. Bei manchen Aspekten blendet der Film aber glücklicherweise ab, so dass hier ein Inszenierungsstil deutlich sichtbar wird. An die vielleicht unerträglichste Vergewaltigungsszene der Filmgeschichte, „Irreversibel“, reicht er so nicht heran. Zum Glück. Dennoch ist die Phase des Filmes so zeitnehmend, dass man sich freut, wenn es endlich vorbei ist und sich richtig gehend danach sehnt, dass die gequälte Frau endlich zur Rache schreitet. Und das ist problematisch. Die Vergewaltiger haben die Strafe zwar verdient, aber eben dieser Gedanke propagiert die Selbstjustiz. Im Gegensatz zum Original ist hier immerhin ein guter Grund gegeben, warum sich die Frau nicht an die Behörden wendet. Leider wird das nicht weiter thematisiert und die Selbstjustiz nicht als allerletztes zu vermeidendes Mittel dargestellt. Es ist zwar interessant, dass nach der Tat die Psyche der Folterer kurz belichtet wird (sie halten die gequälte Jennifer Hills für tot), aber das der Wandel und der Entschluss zur Rache bei der Heldin überhaupt nicht thematisiert wird, ist schon etwas bedenklich, da dieses auch zum Aufruf zur Selbstjustiz beitragen kann. Hauptdarstellerin Sarah Butler wollte die Rolle auch erst nicht annehmen und hatte große Bedenken, sich mit dem Film auseinanderzusetzen. Schließlich wird ihr hier einiges abverlangt und psychisch dürfte es der Schauspielerin nicht einfach gefallen sein, ihre Szenen zu spielen. Somit gebührt ihr einiger Respekt. Normalerweise ist so ein Film schnell ein Karrierekiller gerade für weibliche Darsteller. Bleibt zu hoffen, dass es Butler nicht so ergeht. Ihre Darstellung bekommt zwar nicht viel Raum für Flexibilität, weil eben der Wandel zur Rächerin nicht thematisiert wird, aber es wäre schade, wenn sie in der Versenkung verschwinden würde. Der Film ist eindeutig auf die Schauwerte konzentriert, wobei „Schauwerte“ vielleicht das falsche Wort ist. Für eine psychologisch dichte Erzählung nimmt sich der Film keine Zeit, was zu bedenklichen Tendenzen führt. Sarah Butler ist zwar beeindruckend, aber alles im Film steht im Schatten der Gewalt. Und diese ist realistisch, sadistisch und grausam. Übrigens ist die Kaufversion gegenüber der Leihversion um neun (!!!) Minuten kürzer. Bei der Vergewaltigungsszene und bei den vorhergehenden Passagen fehlen manche Elemente, was es etwas erträglicher macht. Auch bei der Rache fehlen einige Minuten. Dabei ist der Film kein Vertreter des Splattergenres. Aber gerade der Realismus der Darstellung lässt alles um einiges härter wirken. Die Unterschiede zum Original sind marginal. So ist die Vergewaltigung und die Quälerei angeblich länger. Und auch eine der Täterfiguren ist anders gestaltet, was dem Inhalt etwas mehr Glaubwürdigkeit verleiht.

Hat die Leihversion nur zwei Trailer und eine Trailershow als Extras, so sind auf der Kaufversion noch deleted scenes, ein überflüssiger Radio-Spot, ein typisches Making Of und ein sehr interessantes Interview mit der Hauptdarstellerin Sarah Butler zu sehen. Das Bild und der Ton sind sehr gut.

Ein harter und kontroverser Film, der durch die realistische Schilderung der Gewalt sehr an die Nieren geht. Die Propagierung zur Selbstjustiz ist zwar verständlich, aber äußerst bedenklich. Hier steht alles im Schatten der Gewalt und eine Psychologie kommt so gut wie gar nicht vor.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm