Stalingrad - DVD

DVD Start: 27.11.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 125 min

Stalingrad DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein beeindruckender Blick auf die Schlacht, in der sich die Geschehnisse im zweiten Weltkrieg wendeten. Eine Gruppe russischer Soldaten stellt sich der rücksichtslos vorrückenden deutschen Wehrmacht entgegen, um ein strategisches Gebäude in ihrer zerstörten Stadt zu halten. Dabei kommen sie in Kontakt mit einer russischen Frau, die dort lebt. Die Ausmaße der Schlacht stehen dramatisch im Kontrast zum menschlichen Drama der russischen Soldaten, den wenigen zivilen Überlebenden und den Angreifern auf Stalingrad.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Russisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailershow
- Making Of

DVD und Blu-ray | Stalingrad

DVD
Stalingrad Stalingrad
DVD Start:
27.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Stalingrad Stalingrad
Blu-ray Start:
27.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.
Stalingrad (3D Blu-ray) Stalingrad (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
27.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.

DVD Kritik - Stalingrad

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Pathos in Trümmern - Kriegsfilme stehen immer unter einem Ideologieverdacht. Sei es nun die bei jedem Film auftretende Frage ob es sich um einen Antikriegsfilm handelt oder nicht oder ob hier versteckt eine ideologische und politische Botschaft transportiert werden soll. Die neue Produktion „Stalingrad“, nicht zu verwechseln mit dem deutschen Film Anfang der 1990er, stammt aus Russland und da schaut man angesichts der neueren tagespolitischen Gegebenheiten doch einmal etwas genauer hin. Zunächst fällt hier das große Budget auf, was schon beim Vorspann zum Tragen kommt. Offensichtlich war den Produzenten das Thema so wichtig das hier geklotzt und nicht gekleckert worden ist. 3D, ordentliche Materialschlachten, aufwendige Computereffekte und ein riesiges, extra für den Film gebautes Set machen ihn optisch zu einer wahren Freude. Aber gleich zu Beginn wundert man sich ordentlich, denn die Rahmenhandlung, mit der der Film beginnt, verwirrt und man meint erst eine falsche DVD eingelegt zu haben. Was hat ein Erdbeben in Japan samt Tsunami mit Stalingrad zu tun? Erst dann erzählt ein älterer russischer Arzt einem jungen verschütteten deutschen Mädchen von seinen fünf Vätern, welche seine Mutter während der Schlacht in Stalingrad kennengelernt hat. Da denkt man erstmal daran, dass das junge Mädchen mit allen fünfen geschlafen hat und nicht weiß wer der Vater ist. Aber das hätte an der Ehre sowohl der tapferen russischen Frauen als auch der Soldaten gekratzt und so ist diese Vaterschaft symbolisch gemeint. Und hoch ideologisch, denn hier wird die Opferbereitschaft der Russen beschrieben. In jedem Feuergefecht und Nahkampf wird die Musik pathetisch und bombastisch und die inflationär benutzten Zeitlupen mit schnulzigen Chorgesängen unterlegt. So wird ein Kampf heroisiert und das hat nichts mehr mit einem Antikriegsfilm zu tun, der die Grausamkeiten nicht verschweigt. Wenn lichterloh brennende Rotarmisten auf die deutschen Linien zustürmen so ist das optisch äußerst eindrucksvoll und es bleibt einem die Luft weg, preist aber gleichzeitig die Heldentaten und den Mut der für so eine Aktion notwendig ist. Ebenso ist die symbolische Vaterschaft zu verstehen, denn wenn es den Kampf der Soldaten gegen Nazisoldaten nicht gegeben hätte, wären Millionen weiter gestorben und so sind die Soldaten von einst die Väter aller jetzigen Generationen. Das ist ein schöner Gedanke, aber was ist dann mit den Deutschen? Zudem wird deutlich gemacht, dass nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Sowjetunion eine Supermacht geboren worden ist. Es ist ja sattsam bekannt, dass Wladimir Putin den Zerfall der UdSSR als eine der größten Katastrophen der Geschichte betrachtet. Hier wird sie noch einmal gefeiert und das ist angesichts der Ukraine-Krise und der Gefahr eines neuen kalten Krieges doch bedenklich. So erklärt sich auch die verwirrende Rahmenhandlung. Der ältere russische Arzt macht durch seine Erzählung dem jungen deutschen Mädchen klar, dass es ohne die Rote Armee auch sie und kommende Generationen nicht geben würde, da sie eben von Hitler befreit worden sind. Das ist pathetisch, patriotisch, aber doch paradoxerweise differenzierend. Was im ganzen Film auffällt. Die fünf Soldaten auf die sich die Erzählung konzentriert, sind keine strahlenden Helden. Sie sind zerrissene, psychisch geschädigte Männer, die im Kampf alles verloren haben und nichts mehr haben wofür es sich zu sterben lohnt. Ideologie in Form von Kommunismus kommt hier gar nicht vor, sondern die junge Frau mit dem russischen Allerweltsnamen Katja ist die Verkörperung des Landes, ihre Jugend dessen potentielle Zukunft. Für diese Frau sind sie bereit alles zu opfern. Da dieses symbolisch ist, ist es als Zuschauer auch gut goutierbar. Zudem überrascht doch die differenzierte Sichtweise auf die Deutschen, die hier als eine Art Spiegelbild viel Raum bekommen und sowohl als Täter als auch als Opfer dargestellt werden. Im Original sind deren Dialoge auch in Deutsch und mit Thomas Kretschmann und Heiner Lauterbach zwei sehr gute Darsteller gefunden worden. Das der deutsche Offizier mit seiner Liebe zu einer russischen Frau zwar seine Menschlichkeit wieder entdeckt, mag man ideologisch interpretieren, sorgt aber für einige sehr dramatische und spannende Szenen. Von denen es hier gleich mehrere gibt. Neben der gelungenen Action gibt es so manche Szenen die einem noch länger etwas nachhängen. Da ist es umso bedauerlicher, das hier kein Antikriegsfilm vorliegt, sondern ein patriotisch verbrämtes Heldenspektakel das seine Propaganda zwar sehr versteckt hat, aber nichts destotrotz trotz der Grauschattierungen vorkommt und Bauchschmerzen bereitet.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut. Besonders die Farben sind intensiv und anhand der scharfen Konturen merkt man immer noch, dass der Film ursprünglich in 3D war. Die Extras bestehen aus einer Trailershow und einem guten Making Of.

Die Action ist eindrucksvoll und es gibt einige nachhängende Szenen, doch die Propaganda, welche recht gut versteckt ist, stößt hier angesichts tagespolitischer Entwicklungen übel auf.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment