Spurlos - Die Entführung der Alice Creed - DVD

DVD Start: 12.04.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

Spurlos - Die Entführung der Alice Creed DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Alice Creed steht Todesangst aus, als sie plötzlich in einen Lieferwagen gezerrt wird. Man verschleppt sie in irgendeine Wohnung, wo sie zwei maskierte Männer an ein Bett fesseln. Sie schneiden ihr die Kleider herunter und machen Fotos von der nackten, verängstigten jungen Frau.

Die Bilder werden mit einer Lösegeldforderung im E-Mail-Postfach ihres Daddys landen. Doch Alice wäre nicht die Tochter eines der reichsten Industriebosse des Landes, wenn sie nicht innerlich auf ein solches Kidnapping vorbereitet wäre ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Trailershow, Making of, Interviews, Audiokommentar, Beim Dreh

DVD und Blu-ray | Spurlos - Die Entführung der Alice Creed

DVD
Spurlos - Die Entführung der Alice Creed Spurlos - Die Entführung der Alice Creed
DVD Start:
12.04.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Spurlos - Die Entführung der Alice Creed Spurlos - Die Entführung der Alice Creed
Blu-ray Start:
12.04.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Spurlos - Die Entführung der Alice Creed

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Schon der Beginn des Films verweist auf die Ergonomie, die einen wesentlichen Teil von Spurlos – Die Entführung der Alice Creed ausmacht: Zwei Männer im Baumarkt, die allerlei Handwerkszeug zusammenkaufen, durchdacht, zielgerichtet und mit treibender Musik unterlegt. Dann wird ein heruntergekommener Raum schalldicht gemacht, zugenagelt, mit Schlössern und Riegeln versehen. All das geschieht vollkommen wortlos, erst nach fünf Minuten ertönt ein kurzes „ok.“, es folgt ein Schnitt, dann wird eine Frau in einen Lieferwagen gehievt und die Grundsituation ist etabliert: Zwei Männer, zwei Räume, ein entführtes Opfer.

Diese Ergonomie ist eine der Stärken des Films, der er versucht, das Geschehen unmittelbar darzustellen und die für alle Beteilligten auswegslose Situation für den Zuschauer nachvollziehbar zu machen. Die Ermittlungen der Polizei oder von Zeitungsreportern, die Lösegeldverhandlungen und –übergaben blendet Spurlos einfach aus, bietet keine Ablenkung, konzentriert sich auf das Wesentliche und spielt zu neunzig Prozent in zwei Räumen. So ist es nicht verwunderlich, dass Spurlos recht atmosphärisch daherkommt und aus der Geradlinigkeit, nur diese eine kleine Geschichte erzählen zu wollen, seine Dichte bezieht.

Die räumliche Begrenzung stellt allerdings auch hohe Anforderungen, immerhin müssen die Figuren, ihre Darsteller und die Dramaturgie der Geschichte Spannung und Kurzweil generieren. Dies versucht Drehbuchautor und Regisseur J Blakeson, indem er dem Publikum viele Informationen vorenthält. Erfreulicherweise wurde nicht versucht, möglichst viele Twists künstlich in die grundsätzlich simple Geschichte zu integrieren, sondern es werden einfach Stück für Stück Details offenbart, die die Sicht auf die Dinge etwas verändern. Für Kurzweil sorgt diese Maßnahme, etwas schwarzer Humor unterstützt das Script auch noch, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.

Dennoch ist das Drehbuch nur teilweise gelungen. Gerade in seiner Reduktion kann Spurlos nicht verleugnen, dass der Plot zu simpel ist und die Dramaturgie somit zu flach daherkommt, Spannung kaum aufkommt. Dies wiederum ist auch der Figurenzeichnung zur Last zu legen. Das grundsätzliche Problem der drei Protagonisten ist, dass sie allesamt völlig unsympathisch sind. Die Darsteller tun ihr Bestes und sind gar nicht übel, doch gibt die Geschichte dem Zuschauer keinerlei Grund, auf einen wie auch immer gearteten guten Ausgang für einen von ihren Charakteren zu hoffen. Dass selbst das Opfer keinerlei Empathie erzeugt, ist nicht unbedingt vorteilhaft. So ist Spurlos – Die Entführung der Alice Creed insgesamt ein durchschnittlicher Thriller geworden, der handwerklich solide ist, durch sein Understatement gefällt, aber drehbuchtechnisch mau ausgefallen und schnell wieder vergessen ist.

Mit der Veröffentlichung baut Ascot Elite das Sortiment britischer Filme weiter aus. Die DVD besitzt einen ordentliche Ton- und Bildqualität. Als Extras sind neben dem Trailer Interviews von circa 30 Minuten Länge, ein 12-minütiges Making-Of und ein 8-minütiges Feature namens „Beim Dreh“.

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by Tom Schünemann
Bilder © Ascot Elite