Split - DVD

DVD Start: 08.06.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 112 min

Split DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der genialische Kevin (James McAvoy) offenbarte seinem Psychiater 23 verschiedene Persönlichkeiten. Doch tief in seinem Inneren vergraben, wartet eine weitere darauf, hervorzubrechen und alle anderen zu dominieren. Ein monströses Bewusstsein, das schließlich freigesetzt wird, als Kevin drei junge Mädchen entführt. Ein verzweifelter Kampf mit seinen inneren Dämonen - und den Menschen seiner Umgebung - folgt, als die zwischen seinen Persönlichkeiten errichteten Schutzwälle in sich zusammenstürzen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
D, GB, FR: Dolby Digital 5.1
Untertitel:
D, GB, FR, AR, DA, NL, FI, HI, IS, NO, PT, SV, TR, RU
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Alternatives Ende
Unveröffentlichte Szenen
Das Making-Of von Split
Die vielen Gesichter von James McAvoy
Aus der Sicht der Filmemachers: M. Night Shyamalan

DVD und Blu-ray | Split

DVD
Split Split
DVD Start:
08.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Split Split
Blu-ray Start:
08.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.
Split (4K Ultra HD) Split (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
08.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.

DVD Kritik - Split

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Wer, wenn nicht einer?
Manchmal kann man schnell fallen. Nach „The Sixth Sense“ und weniger nach „Unbreakable“ wurde der Regisseur M. Night Shyamalan hochgejubelt und galt als neues Wunderkind des Thrillers. Manche behaupteten sogar er wäre der einzige legitime Erbe von Hitchcock. Eigentlich war es kein Wunder, dass viele von den nachfolgenden Filmen enttäuscht waren. Schließlich waren die Erwartungen hoch. Split Szenenbild„The Village“ krankte noch darunter, dass sich Shyamalan seinem Markenzeichen, dem unerwarteten Ende, verpflichtet sah und vor allem sind einige seiner späteren Streifen wie „Signs“ oder der vielgescholtene „The Happening“ deutlich besser als ihr Ruf, was einen diffusen Blick sein Oeuvre bildet. Andererseits krankten manche seiner Filme wirklich und nun gilt „Split“ als sein Comeback und Shyamalans bester Film seit Jahren. Dabei war der Vorgänger „The Visit“ schon ein wahrer Nägelknabberer und, so viel sei schon gesagt, besser als „Split“.

Der Psychothriller will eine Reise in die Untiefen des menschlichen Geistes sein und kommt sich dabei sehr innovativ vor. Letzteres ist er aber nicht und das ist das Hauptproblem. Das nämlich drei Mädchen (oder eins, oder zwei, oder vier) entführt und anschließend gequält werden ist beileibe nicht neu und Standardrepertoire des Torture Porn. In den letzten Jahren hat sich das aber müde gefoltert und das Subgenre ist so gut wie tot. Nun könnte es vielleicht wieder belebt werden, aber dafür mangelt es deutlich an Spannung. Zu keinem Zeitpunkt hat man wirklich Angst um die Frauen und die Spannungselemente sind so inszeniert, als ob Shyamalan keine Lust darauf hatte. „The Visit“ war da deutlich intensiver. Allerdings ist der größte Pluspunkt des Filmes der Hauptdarsteller James McAvoy der alle Szenen an sich reißt und den Film trägt. Als Kranker, der gleich 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich birgt, zieht er alle Register und ist faszinierend und beängstigend anzusehen. Er enthält sich allen Overactings, so dass man auch als Zuschauer nicht weiß, welche Persönlichkeit gerade die Oberhand besitzt und wie er reagieren wird. Shyamalan setzt hier für die Spannung einzig auf seinen Hauptdarsteller und ordnet ihm anscheinend auch die Regie unter die völlig unauffällig ist, was dem Film aber letztlich nicht gut tut. Das Drehbuch ist viel zu uninspiriert, übrigens von Shyamalan selber geschrieben, variiert nur sattsam bekannte Muster und besinnt sich vor allem einer sehr umstrittenen Krankheit, nämlich der dissoziativen Persönlichkeitsstörung. Split SzenenbildVon der viele Wissenschaftler, Ärzte und Psychiater bezweifeln, dass es sie überhaupt gibt. Eine Unwahrscheinlichkeit wird hier mit 23 Persönlichkeiten in einem Menschen also in das Extrem getrieben, was der Glaubwürdigkeit schadet. Am Ende reiht sich „Split“ sogar in eine Reihe mit „Unbreakable“ ein, was nicht nur anhand eines Gastauftrittes deutlich ist. Ob das nur ein kleiner Kniff ist, oder hier, vergleichbar mit den Superhelden, ein neues Universum geschaffen werden soll, bleibt mal dahingestellt. Einen Blick ist der Film allemal wert, aber auch wenn viele sich darin versteigen indem sie den Film hochjubeln, so ist dieses einzig der Verdienst von James McAvoy und nicht von Shyamalan der erschreckend uninspiriert ist.

Das Bild als auch der Ton sind gut, die Extras teilweise auch. Es gibt leider viel gegenseitiges Lob und es überwiegt damit der Werbecharakter. Einzig das alternative Ende und die unveröffentlichten Szenen lohnen sich da, denn das Making Of, das Spielen des Hauptdarstellers und wie er an die Rolle heranging sowie „Aus der Sicht des Filmemachers“ bieten nur ab und an interessante Aspekte.


Fazit:
James McAvoy in der Hauptrolle ist großartig, aber die Regie ist uninspiriert und erschreckend beiläufig, was zu Lasten der Spannung geht.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures