Sparks - Avengers from Hell - DVD

DVD Start: 15.08.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 98 min

Sparks - Avengers from Hell DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein unaufhaltsam scheinender Killer wütet in New York. Er hat viele Namen und Gesichter - alle davon sind tödlich. Ist er Kevin Sherwood? Ist er Ring Master Jesus? Ist er der Matanza-Killer? Es ist die Mission von Ian Sparks (Chase Williamson - u.a. bekannt aus "John Dies at the End"), das Verbrechen zu bekämpfen, seit er seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Maritim Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Sparks - Avengers from Hell

DVD
Sparks - Avengers from Hell Sparks - Avengers from Hell
DVD Start:
15.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sparks - Avengers from Hell Sparks - Avengers from Hell
Blu-ray Start:
15.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

DVD Kritik - Sparks - Avengers from Hell

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 0/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Low Budget Held - „Sparks“ ist eine Low-Budget-Comicverfilmung und man darf also kein monumentales Effektgewitter wie bei den Verfilmungen des Marvel- oder DC-Verlages erwarten. Der Film basiert auf einer Graphic Novel von Christopher Folino der hier als Ko-Regisseur sein eigenes Werk umsetzte. Indem kein großes Studio diese Produktion unterstützte, setzte Folino alles auf eine Karte und finanzierte das Projekt aus eigener Tasche. Natürlich merkt man diese Limitierungen an verschiedenen Ecken und Enden und so bleibt der Film teilweise hinter seinen Möglichkeiten zurück. So gibt es wenige Effekte und wenn, dann sind sie deutlich sichtbar computergeneriert und können vor allem bei allen Szenen die mit Feuer zu tun haben nicht sonderlich überzeugen. Aber auf der anderen Seite machen die Produzenten aus dieser Not eine Tugend und verleihen dem Film einen Realismus, der manchmal rührend ist. Die Kostüme der Helden etwa wirken peinlich da sie sichtbar billig sind. Aber mal ehrlich: wie sehen denn Kostüme aus, wenn man sie sich selber schneidert? Eben: billig. Das ist mit dem Realismus gemeint. Aber ein großer Vor- als auch ein Nachteil resultiert aus dem knappen Budget: aufgrund der Geldmängel drehte man den kompletten Streifen in nur 12 Tagen mit zwei Kamerateams, so das permanent parallel irgendwelche Arbeiten stattfinden konnten. Hier ist es übrigens erstaunlich, das man zu keinem Zeitpunkt merkt, das alle Drehplätze ein und dasselbe Gelände sind. Jedenfalls führt diese verdichtete Herstellung des Filmes zu einem rasanten Tempo, das vorteilhaft ist, aber zu dem Nachteil führt, das man sich für die Charaktere und ihre Entwicklung leider keine Zeit nimmt, so dass sie dem Zuschauer doch recht fremd bleiben. Chase Williamson als Held Sparks kann dem Charakter keine Tiefe verleihen und ausgerechnet die weibliche Hauptrolle, die zum größten Teil als Dreh- und Angelpunkt mehrerer Handlungsabläufe fungiert, ist mit Ashley Bell besetzt, die über kein ausgeprägtes Charisma verfügt. Was den Film aber interessant macht, ist die Hommage an das Golden Age der Comics, was aber vermutlich nur Comicaficionados erkennen können. Das Golden Age der Comics sind die Superheldengeschichten aus den 1930er und 1940er Jahren, in denen dieses Genre entwickelt worden ist. Die Geschichten waren einfach gestrickt und besaßen mit ihrer einfachen Schwarz-weiß-Sicht eine gründliche Naivität. Heutzutage leben sie von dem Retro-Charme und dem Nimbus, da viele heute noch erfolgreiche Helden wie etwa Superman und Batman in der Zeit ihren Ursprung haben (wohingegen die meisten Helden des Marvel-Verlages erst in den 1960ern erfunden wurden, mit Ausnahme von Captain America). Da der Film in der Zeit spielt ist die Hommage schon da und man erwartet schon fast, dass Dick Tracy oder der Spirit mal kurz um die Ecke schauen. Zum Glück wird aber die damalige Naivität der Handlungen hier aufgebrochen und es ist beileibe nicht alles einfach. Der Held nimmt seine Karriere als Sidekick in Kauf um mit einer Frau zusammen zu sein und raucht und trinkt. Später fungiert er gar als eine Art Zuhälter und hat kein moralisches Problem damit, die Gesetze zu übertreten. Jedenfalls sind die Grenzen zwischen Gut und Böse hier alles andere als deutlich und verschwimmen zusehends was die Frage nach der Identität immer wieder aufwirft. Doch um dieses Thema zu vertiefen hat der Film keine Zeit und kein Geld. Und so bleiben viele interessante Ansätze stecken und der Film aufgrund seiner Produktionsbedingungen weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Schade.

Da hier eine Vorabpressung vorlag, kann über die letztendliche technische Ausstattung nicht viel gesagt werden. Es war jedenfalls keine deutsche Tonspur vorhanden, so dass ein Vergleich nicht möglich ist, denn oftmals sind in der letzten Zeit die Abmischungen nicht immer ausgewogen. Hier jedenfalls sind die Soundeffekte sehr überzeugend. Bezüglich des Bildes kann keine Aussage getroffen werden. Auch zu den Extras sind nur bedingte Aussagen zu treffen, denn für die deutsche Veröffentlichung sind keine angekündigt. Auf der englischen Fassung hat man aber eine entfernte Szene, ein sehr kurzes aber erhellendes Making Of und einen interessanten Audiokommentar, der aber leider keine Untertitel besitzt.

Die Limitierungen der Produktionen, kurz: Geldmangel, sind leider an vielen Ecken und Enden zu spüren, so dass der Film zwar sehr interessante Aspekte aufweist, aber oft auch in den Ansätzen stecken bleibt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Maritim Pictures