Soldiers of Fortune - DVD

DVD Start: 07.08.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Ex-Elitesoldat Craig McCenzie (Christian Slater) bekommt den Auftrag, den reichen Söldnern das Kämpfen beizubringen. Zu seinen Schützlingen gehören der Aluminium-Magnat Dimidov (Sean Bean), Computerspiel-Genie Sin (Dominic Monaghan), Waffenhändler Grimaud (Ving Rhames) und Wallstreetbanker Vanderber (Charlie Bewley). Doch die Mission wird zum Desaster, der angeblich sichere Abenteuerurlaub zum Kampf auf Leben und Tod. Auf sich allein gestellt müssen die egoistischen Geldsäcke lernen als Team zu funktionieren. Denn Diktator Lupo und seine Truppen um Geheimdienstchef Mason (Colm Meaney) haben sie längst im Visier...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Behind the Scenes
- Interviews
- Originaltrailer
- Trailershow

DVD und Blu-ray | Soldiers of Fortune

DVD
Soldiers of Fortune Soldiers of Fortune
DVD Start:
07.08.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Soldiers of Fortune Soldiers of Fortune
Blu-ray Start:
07.08.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Soldiers of Fortune

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Wenn man einmal davon absieht, dass „Soldiers of Fortune“ sehr deutlich im Fahrwasser von „The Expendables“ fährt, böse Zungen könnten sogar behaupten, dass der Film den Stallone-Streifen relativ dreist kopiert, so kann man durchaus kurzweiliges Vergnügen bei der Ansicht empfinden. Dabei leistet sich der Film ein schönes Wortspiel im Titel: „Fortune“ bedeutet nicht nur Glück und Schicksal, sondern auch Vermögen. Und so beinhaltet der Titel schon den Inhalt des Streifens: eine Rebellenarmee finanziert sich durch Sponsoring und als Gegenleistung laden sie die spendenden Millionäre dazu ein, die von ihrem Geld gekauften Waffen höchstpersönlich auf die Insel des Diktators zu bringen. Krieg als Live-Action-Adventure. Natürlich geht das schief. Die Millionäre werden durch Zufall, oder besser: Schicksal, zu Soldaten und müssen erfahren, dass der Krieg in Wirklichkeit gar nicht schön ist. Somit ist die Gruppe von Egomanen nicht nur durch Zufall, sondern auch durch ihr Vermögen zu Soldaten geworden. Ansonsten folgt der Film brav dem Schema von der Gruppenbildung. Eine Gruppe Individualisten muss sich angesichts der Bedrohung zusammenraufen und jeder wächst über sich selbst hinaus. Das kennt man seit „Das dreckige Dutzend“. Immerhin sind die Schauspieler äußerst passabel, wenngleich eher der B-Garnitur zugehörig, obwohl durchaus fähig: Sean Bean und James Cromwell als die beiden besten Darsteller, Ving Rhames, Christian Slater und Dominic Monaghan als einstige Hoffnungen und im B-Sumpf verschollen. Die Ausgangsidee stammt also nicht nur von „Expendables“, sondern schon der Stallone-Film nahm sich, als eine generelle Hommage an den Action-Film der 80er, des gängigen Schemas an. „Soldiers of Fortune“ ist in einer Szene aber etwas dreist, da eine Schießerei im Tunnel auch schon im aufsehenerregenden Vorgänger vorkam. Auch „Soldiers of Fortune“ erinnert generell an die 80er. Die Struktur, die Motive und die handgemachte Action erinnern an die Dekade. Nur der Look ist modern und die Ironie, welche der Film glücklicherweise auch aufweist, stammt aus den 90ern und tut dem Film gut. Diese ist neben der ordentlichen Action, welche den Film ziemlich unterhaltsam macht, ein wahrer Pluspunkt. Die Dekonstruktion der reichen Möchtegernsoldaten, von denen jeder sich selbst überwindet und die wahren Werte kennenlernt, ist ein Pluspunkt und zeigt deutliche Kritik. So ist der Banker und Hedgefondsverwalter der schmierigste und ein Videospieldesigner muss aufgrund seiner Psychiaterin an einem realen Krieg teilnehmen, um die Realität kennenzulernen. Leider ist die Figur des Sean Bean nicht ausgearbeitet und dessen Motive sind, im Gegensatz zu allen anderen, im Dunkeln belassen worden. Generell hat das Drehbuch einige Schwächen und begnügt sich damit, die schematische Struktur abzuhandeln und vernachlässigt deutlich die Figuren und Motive. Immer weht aber ein Hauch von Actiongeschichte durch den Film und es kommen einige kleine Zitate vor, wie etwa aus „Rambo 2“. Durch die strukturellen Schwächen ist der Film leider nicht begeisternd, aber immer noch viel ansehnlicher als die meiste Ware aus dem Segment.

Der Ton ist nicht gerade begeisternd. Für einen Kriegsfilm rummst es nicht genug. Dafür ist das Bild gut. Leider sind auch die Extras recht schwach. Das Behind the Scenes ist typisch und die Interviews sind erstaunlicherweise nur kurze Statements der Darsteller und insgesamt nach wenigen Minuten schon vorbei. Eine Trailershow gibt es natürlich auch.

Abgesehen von der schematischen Darbietung und deutlichen Anleihen an „The Expendables“ ein ordentlicher Kriegsfilm, mit einem gehörigen Schuss Ironie. Drehbuchschwächen lassen ihn leider im Mittelfeld agieren, was aber immer noch viel besser ist als die gängige Actiondutzendware.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment