Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls - DVD

DVD Start: 19.10.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 90 min

Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Dead Dog ist ein Vampir Ghoul, ein widerwilliger Sklave des Vampirfürsten, abhängig von seinem Blut. Von seinem brutalen Mentor dem Ghoul Max geschult und überwacht, besteht seine einzige Aufgabe darin unschuldige Menschen zu töten, um den Fürsten tagtäglich mit frischem Blut zu versorgen. Nach 30 Jahren sehnt sich Dead Dog danach, sich vom Wahnsinn seines endlosen Lebens zu befreien. Als er die geheimnisvolle Pussy Cat trifft, bekommt seine Existent wieder eine neue Bedeutung...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Behind the Scenes Featurette ( 52 min)
- Sodium Babies bei Festivals -Video L.A. belongs to us: Webisodes der ersten L.A. Reise der Deka Brothers
- Drei Kurzfilme
- Zwei Musikvideos

DVD und Blu-ray | Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls

DVD
Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls
DVD Start:
19.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls
Blu-ray Start:
19.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Sodium Babies - Die Geschichte eines Vampir Ghouls

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 6/10


Vampire auf Drogen - „Sodium Babies“ reiht sich in die Reihe der neuen französischen Horrorfilme ein. Gerade die altehrwürdige Filmnation konnte in den letzten Jahren beeindruckende Akzente setzen und die erschreckendsten Genrefilme der letzten Jahre drehen. Da gingen innovative Stories durchaus mit starker Bildsprache Hand in Hand und man konnte immer neue Aspekte entdecken und wusste selten im Voraus, wohin in den jeweiligen Filmen wohl die Reise gehen würde. Schon der Beginn von „Sodium Babies“ lässt da auf einiges hoffen und in der Tat ist der Film ein wahrer visueller Rausch. Dummerweise ist die größte Stärke des Filmes auch seine größte Schwäche. Das mag paradox klingen, ist aber so. Visuell ist der Zuschauer auf einem einzigen Trip und wird in die verschiedensten Stile geworfen, wobei selten wirklich linear vorgegangen wird. Da gibt es hektische Schnitte, ruhige Sequenzen, interessante Einstellungen, hervorragende Montagen, Zeichentrickpassagen, „Sin City“-Anleihen, gelungene Computereffekte und satirische Einlagen. Alles dieses würde schon ausreichen, den Film nach oben zu katapultieren und einen Kultfilm aus ihm zu machen. Visuell liegt also wieder einmal ein beeindruckender französischer Horrorfilm vor. Nur leider haben die beiden Regisseure, die Decaillon Brüder, darüber die Story vergessen. Zunächst ist man als Zuschauer ja von dem Bilderreigen abgelenkt, aber dann fällt doch mit der Zeit auf, dass die Dröhnung die darunter verborgene Leere nicht auf Dauer überdecken kann. Eine richtige Dramaturgie ist nicht zu finden und die eigentliche Story ist sehr dünn. Die Ghouls sind menschliche Sklaven der Vampire und haben größere Stärke und Ausdauer, da sie sich regelmäßig das Blut ihres Meisters spritzen. Der Anti-Held Dead Dog leidet unter seinem herrischen Anführer Max und als er einen Fehler macht, nimmt ein anderer Vampir ihn unter seine Fittiche und der Kampf gegen die ehemaligen Chefs beginnt. Alles ausgelöst durch die Faszination einer Frau gegenüber (wie kann es anders sein?). Das war es dann eigentlich auch schon mit der Geschichte. Dürftig, dürftig. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade der Darsteller des Max sehr übertrieben agiert und schon nach kurzer Zeit extrem nervt. Leider sind die meisten anderen Darsteller nicht sonderlich besser. Und das Parallelen zu dem Gangsterfilm und Drogensucht gezogen wird, ist auch nicht allzu neu im Zusammenhang mit Vampirfilmen. Die Ghouls verhalten sich gegenüber ihrem Vampirmeister wie Gangster gegenüber ihrem Don. Das Vampirblut ist ein Ersatz für andere Drogen und es ist auch nicht sonderlich verwunderlich, dass so gut wie alle Figuren auf die eine oder andere Art Junkies sind (oder vorher waren). Das wurde aber, mit dem Schwerpunkt auf den Vampiren selber, schon in „The Addiction“ beeindruckend umgesetzt. Vor Selbsthass sind die Figuren in Abhängigkeit geraten und lassen nun ihren Zorn an anderen aus. Ihre Autodestruktion leben sie komplett aus und können erst entkommen, wenn sie sich selbst und die inneren Dämonen akzeptieren. Was ungefähr alle Süchtigen kennzeichnet. Und das Vampire gangsterähnliche Banden bilden ist alles andere als neu. Das haben sie schon in „Blade“ und in vielen anderen Filmen getan. Schade, dass der filmische Trip nur auf der visuellen Ebene funktioniert.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und auch die Extras sind beispielhaft und vielfältig. So gibt es ein langes Behind the Scenes, welches sehr interessant ist, Impressionen von diversen Festivals, Interviews, Erlebnisse der Regisseure in Los Angeles, Musikvideos und gleich drei Kurzfilme. Leider haben die Extras keine deutschen Untertitel, so dass man stellenweise schon des französischen mächtig sein sollte oder den starken französischen Akzent der Regisseure bei den englischsprachigen Interviews verstehen können.

Visuell ein einziger Trip, ist leider die Story darüber vergessen worden. Und die ist alles andere als neu und mehr als dürftig. Aber wer darauf keinen sonderlich großen Wert legt, dem kann „Sodium Babies“ als Kultfilm an das Herz wachsen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Lighthouse Home Entertainment