Snow White and the Huntsman - DVD

DVD Start: 04.10.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 122 min

Snow White and the Huntsman DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In dem epischen Action-Abenteuer "Snow White and the Huntsman" spielt Kristen Stewart Snow White, die einzige Person im Land, die schöner ist als die böse Königin (Charlize Theron). Die grausame Herrscherin will Snow White vernichten, aber sie hätte nicht erwartet, dass Snow White in der Kriegskunst von jenem Huntsman (Chris Hemsworth) ausgebildet wurde, der sie töten sollte. Seite an Seite ziehen die beiden schließlich gegen die böse Königin in den Krieg...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Polnisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
D, GB, PL, TR, BG, GR
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Ein bunter Haufen: Die Zwerge
- Audiokommentar mit Regisseur Rupert Sanders, Leiter Visuelle Effekte Cedric Nicolas-Troyan und Co-Cutter Neil Smith

DVD und Blu-ray | Snow White and the Huntsman

DVD
Snow White and the Huntsman Snow White and the Huntsman
DVD Start:
04.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Snow White and the Huntsman Snow White and the Huntsman
Blu-ray Start:
04.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
Snow White and the Huntsman - Steelbook (Limited Edition) Snow White and the Huntsman - Steelbook (Limited Edition)
Blu-ray Start:
04.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.

DVD Kritik - Snow White and the Huntsman

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Märchen sind wieder sehr en vogue. Nach Terry Gilliams „Brothers Grimm“ hat es zwar etwas gedauert, aber gerade in den letzten Monaten waren die Gebrüder Grimm und ihre Schöpfungen wieder sehr im Kommen. Nicht zuletzt wohl durch die seit Jahren erfolgreich laufende Comicserie „Fables“ von Bill Willingham bürstet nun auch Hollywood die Märchen gegen den Strich und sucht andere Herangehensweisen. So gibt es eine Version von Schneewittchen in einer Mischung aus dem Märchen und „Desperate Housewives“ als TV-Version. Eine andere TV-Version heißt schlicht „Grimm“ und benutzt die Gebrüder als eine Art Ghostbusters, welche gegen Fabelwesen angehen. Aber auch im Kino sind die Märchen im Kommen. Ein angekündigtes Actionspektakel, „Spieglein, Spieglein“ und nicht zuletzt „Snow White and the Huntsman“ lassen den Boom offenkundig werden. Letzterer lässt zwar die Grundzüge des Märchens um Schneewittchen in der Handlung drin, bürstet aber ansonsten den Stoff gegen den Strich. Die böse Stiefmutter, der Prinz, die sieben Zwerge, der vergiftete Apfel, der Spiegel und der Jäger, der es nicht über sich bringt, die Prinzessin zu töten: alles drin. Aber doch ganz anders. Denn der Film ist vielmehr ein actionbewehrtes Fantasyspektakel im Sinne von „Der Herr der Ringe“, etc. als ein betuliches Moralstück oder eine verkitschte Kinderversion wie von Walt Disney. Dabei konnten gleich mehrere Stars bzw. Newcomer gefunden werden. Chris Hemsworth macht seine Sache als Jäger ganz gut und zementiert nach „Thor“ seinen Status als kommenden Star. Kristen Stewart zählt für manche schon als Star. Aber nur weil sie in den „Twilight“-Filmen die Hauptrolle hatte. Denn die Gute kann einfach nicht schauspielern. Aber hier überrascht sei denn doch: sie kann in der Tat ihre Gesichtsmuskeln bewegen, was in vorhergehenden Filmen noch nicht von ihr bekannt war. Sie ist zwar immer noch nicht gut, aber sie ist auch nicht peinlich. Für Kristen Stewart ist das eine enorme Leistung. Ein Besetzungscoup besteht allein schon darin, dass für die Zwerge einige namhafte britische Darsteller gefunden werden konnten, nach denen sich in dieser Kombination so manche Regisseure die Finger lecken würden: Ian McShane („Deadwood“, „Fluch der Karibik“), Ray Winstone und Bob Hopkins zusammen (und fast unkenntlich unter der Maske) sind schon jeder für sich hochkarätige Charakterdarsteller. Es ist eine Freude ihnen zuzusehen. Aber das alles wird sogar noch getoppt von Charlize Theron. Als böse Königin ist sie einfach unheimlich gut und schafft es, der Schurkin menschliche Züge zu verleihen, so dass man nicht nur wirklich Angst vor ihr hat, sondern stellenweise auch Mitleid. Kein Vergleich zu der Interpretation von Julia Roberts. Theron muss man hier einfach gesehen haben. Allein schon die Besetzung macht klar, dass mit vollem Ernst an den Stoff herangegangen wird. So ist der Film mit deutlichen Horrorelementen durchsetzt und spart auch nicht mit monumentaler Action. Aber auch typische Märchenzutaten werden nicht vergessen, wobei es hier doch ziemlich kitschig wird. Es ist zwar eine schöne Idee, Schneewittchen mit dem Leben an sich und der Natur gleichzusetzen und die Stiefmutter mit Künstlichkeit und Tod, aber leider gerät das manchmal, trotz vieler gelungener dezenter symbolischer Szenen, arg kitschig. Etwa die Szene im Wald mit den Elfen, der verkörperte Geist der Natur usw. Bei der hätte man wohl auch Walt Disney die Schamesröte in das Gesicht steigen lassen können. Glücklicherweise gibt es wenige solcher Ausrutscher. Aber durch die wiederkehrenden Symbole (Blutstropfen, Apfel, Elstern), die immer dreimal vorkommen und generell in sich wieder durch die Zahl drei bestimmt sind (es fallen immer genau drei Blutstropfen, es sind drei Elstern) wird eine schöne Symmetrie geschaffen und das Ende ist glücklicherweise relativ offen gehalten und berücksichtigt den historisch gesellschaftlichen Status Quo. Generell gibt es eigentlich nur zwei Schwachpunkte: einige hemmungslos kitschige Szenen und eine sich redlich mühende Kristen Stewart, aber ansonsten ist der Film durchweg empfehlenswert.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Neben dem gelungenen Audiokommentar des Regisseurs, des Trickspezialisten und dem Co-Cutter gibt es noch ein sehr informatives Extra über die Zwerge in dem Film. Quantitativ zwar nicht viel, aber dafür sehr qualitativ.

Schneewittchen als actiongespicktes Fantasyspektakel das durch seine Symbolik und die starken Darsteller, allen voran die fantastische Charlize Theron, überzeugt. Manchmal ist das sehr kitschig geraten und auch Kristen Stewart kann immer noch nicht spielen, aber der Film ist um einiges besser als man hätte befürchten können.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures