Snow White - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

Snow White DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

5,99 € jetzt kaufen
7,50 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Als Snows Vater erneut heiratet, ist sie zutiefst verletzt. Um ihrer Stiefmutter das Familienleben so schwer wie möglich zu machen, benimmt sie sich im Haushalt völlig daneben. Doch Snow hat die neue Frau an der Seite ihres Vaters unterschätzt. Ihr Vorhaben läuft in die völlig falsche Richtung, denn anstatt ihrer Stiefmutter das Leben zu vermiesen, schiebt diese sie kurzerhand in ein Camp für schwer erziehbare Jugendliche ab. Und das hat es in sich: Kurz nach Snows Ankunft fällt einer ihrer Mitstreiter einem brutalen Mord zum Opfer. Und bei dem einen wird es nicht bleiben, denn das Camp scheint ein dunkles Geheimnis zu haben ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Snow White

DVD
Snow White Snow White
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Snow White Snow White
Blu-ray Start:
25.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Snow White

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Märchen und Slasher
„Snow White“ nutzt eine gute Idee, die gerade in den letzten Jahren einen gewissen Boom hat: altbekannte Märchen gerade aus dem Fundus der Gebrüder Grimm zu nehmen und diese in Horrorfilmen zu modernisieren. So neu ist das zwar nicht, da schon „Zeit der Wölfe“ (1984) dieses Prinzip angewandt hat. Aber neben Comics wie „Grimms Fairy Tales“ und neueren Filmen wie „Red Riding Hood“ nimmt sich „Snow White“ nicht des Rotkäppchen-Märchens an, sondern Schneewittchen. Das hat seinen Reiz, aber außer einigen Anspielungen ist das Resultat misslungen. Das die Heldin mit Vornamen Snow und mit Nachnamen White heißt, ist ziemlich platt. Schön ist die Idee mit der bösen Stiefmutter, die den Vater für sich haben will und den rebellischen Teenager in ein Camp für Schwererziehbare abschiebt. Da die anderen Teenager sieben an der Zahl sind, hat man auch die Zwerge. Die beste Idee besteht darin, dass die Stiefmutter im Spiegel nicht nach der schönsten fragt, sondern dieser eine Projektionsfläche ihrer Schizophrenie ist. Tja, und das war es dann auch mit den positiven, oder vielmehr: angenehmen, Aspekten. Der Rest des Filmes ist völlig missraten. Die Bedrohung Schneewittchens in Form eines Slashers hat zwar seinen Reiz, nur ist es von vornherein klar, wer das ist. So fehlt hier schon einmal die Spannung. Die Darsteller stammen sämtlich vom Wühltisch und auch Eric Roberts zeigt nur, dass er ab und zu einmal glänzen kann. Man muss sich das einmal vorstellen, dass der Bruder von Julia mal für den Oscar nominiert worden war. Da kann man angesichts seiner Leistungen in Filmen wie diesen entweder lachen oder weinen. Der Rest ist nicht erwähnenswert und man kann die Gesichter schnell vergessen. Das Drehbuch ist zudem völlig unlogisch und passt hinten und vorne nicht zusammen. Der Plot ist völlig überkonstruiert. Eine ach so gruselige Vergangenheit einzubauen ist ebenso überflüssig wie die Träume der Heldin, die auf einmal den siebten Sinn darstellen sollen. Die Kameraarbeit ist einfallslos und die Lichtsetzung ziemlich eintönig. Selbst die Nachtszenen wirken so, als ob sie am Tag gedreht worden sind. Ob es nun morgens, abends, nachts oder sonst wie ist, kann man am Licht überhaupt nicht erkennen. Das ginge ja alles noch, wenn der Film Mut zum Trash gehabt hätte. Aber dafür langt es auch noch nicht mal. Der Film hat einfach keine Spannung, weil er viel zu vorhersehbar ist. Dann kommt auch kein Blut vor, weil dafür wohl kein Geld vorhanden war. Als wäre das alles nicht schon genug, setzt der Filmemacher am Ende noch einen drauf und lässt den Film völlig herunterkommen. Der Schlusskampf ist einfach lächerlich. So schüttelt der Slasher ein Opfer erst mal und würgt es, obwohl er die ganze Zeit ein Messer in der Hand hält! Überhaupt sind nach dem Zustechen auch keinerlei Blutspritzer an der Klinge zu sehen. Ein Traum jeden Mörders ist ein selbstreinigendes Messer. Man hört bei einem Sturz in eine Schlucht einen langen Schrei, der die Entfernung suggeriert und kurz darauf greift der Stürzende dann über die Kante! Das Ende nach dem Fight ist dann noch mal extra peinlich, bezieht aber immerhin Dornröschen noch kurz mit ein. Die Arme. Und das letzte Filmbild sollte genrekonform ausfallen, passt aber hinten und vorne nicht und steigert die Lächerlichkeit des Filmes in der letzten Sekunde dann auch noch. Kaum zu glauben. Märchenfreunde sollten sich was anderes suchen und alle Horrorfans auch.

Der Ton und das Bild sind passabel. Als Extras gibt es nur Trailer.

Eine gute Idee reicht nicht für einen guten Film. Hier wird Schneewittchen in einen Slasher überführt, was zwar einige nette Anspielungen und Verweise ermöglicht, aber ansonsten nur einen sehr, sehr schlechten Slasherfilm aufpeppt. Ärgerlich. Vergessen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment