Small Town Murder Songs (OmU) - DVD

DVD Start: 16.11.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 75 min

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Inhalt

Walter is the chief of police in a small Ontario town that has its first murder victim, an attractive young woman who is found naked on the shores of the nearby lake. The woman isn't local and while the Ontario Provincial Police have taken the lead in the investigation, Walter assists where he can. The town is mostly a close-knit Mennonite community and Walter has recently returned to his church. He is also trying to deal with his own temper that led to a violent incident some months before. As the young woman is identified, it becomes apparent that Walter's former love interest may be lying.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Small Town Murder Songs (OmU)

DVD
Small Town Murder Songs (OmU) Small Town Murder Songs (OmU)
DVD Start:
16.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 75 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Small Town Murder Songs (OmU)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Mord an der Psyche - „Small Town Murder Songs“ ist ein kleines Krimiwunderwerk. Zwar kann er nicht in absolut allen Belangen überzeugen, aber dafür ist er eine hervorragende psychologische Studie, die vor allem durch ihren grandiosen Hauptdarsteller Peter Stormare überzeugt. Stormare wurde einem breiteren Publikum vor allem durch seinen enigmatischen Auftritt in „Fargo“ bekannt. Leider wurde ihm dann der Durchbruch verwehrt und er wurde in teils sehr dubiosen kleinen Nebenauftritten verheizt. Nur manchmal konnte er da brillieren und war mal die komische Nebenrolle („Armageddon“) oder der böse Gastauftritt („Constantine“, „Insanitarium“) oder nur in Filmen zu sehen, die der Rede nicht wert sind. Wie wohltuend ist es, ihn mal wieder in einer Rolle zu sehen, die ihm alles abverlangt und wo die Mimik und Körpersprache wichtiger ist als die Dialoge. Der Film und die dort gezeigte Psychologisierung der Hauptfigur funktioniert dann fast nur durch die Regie und die Darstellung von Peter Stormares. Beides ist exzellent. Dabei ist die Grundthematik ja beileibe nicht neu, obwohl immer noch und immer wieder spannend: in einer kleinen Stadt geschieht ein Mord und dieser beeinflusst die Psyche und das Leben aller anderen Einwohner. Gerade im literarischen Sektor wird das gerne genommen, schließlich bietet sich ein Roman für das Sujet ja geradezu an, da man theoretisch jeden Einwohner und die Folgen des Verbrechens auf ihn untersuchen kann. Bei einem Film ist diese umfangreiche epische Beobachtung nicht möglich. Und das ist gleichzeitig ein Nachteil. Man sieht zwar, wie das Verbrechen den Helden mitnimmt und seine Vergangenheit wieder hervorholt, aber die Folgen für die anderen Einwohner kommen nur am Rande oder in Dialogen vor. Das ist zwar schade, aber ansonsten wäre der Fokus verloren gegangen, weil man keiner anderen Figur oder deren Darsteller einen so großen Raum neben der Hauptrolle hätte bieten können. Aber dennoch wird man das Gefühl nicht los, das etwas fehlt. Aber wie Peter Stormare zwischen Macht und Unsicherheit schwankt ist schon klasse. Vor allem wenn er seine Wutausbrüche zu kontrollieren versucht und sich selber dabei nicht traut, ist eine grandiose darstellerische Leistung. Die teils dunklen, fast immer kühlen Bilder schaffen eine Atmosphäre des Zwielichtigen, was alles möglich erscheinen lässt. Die persönlichen Animositäten der Einwohner werden durch die Auswirkungen eines schrecklichen Verbrechens zu Tage gefördert und drohen zu eskalieren. Gerade in diesem Punkt ist es nachteilig nur eine Figur näher zu betrachten. Schließlich hat das Verbrechen nicht nur Auswirkungen auf die Menschen, sondern die Einstellungen, Vorbehalte, Vorurteile und Rivalitäten spiegeln sich in dem Verbrechen wieder. Allein schon wer von den Bewohnern zu den Verdächtigen gezählt wird, zeigt die Moralvorstellungen und die Vorurteile der Gemeinschaft auf, denn wem eine solche Schandtat zugetraut wird, widerspricht zumeist den Idealen seiner Umgebung. Jedenfalls ist der Film ein Geheimtipp, der jeden zufrieden stellen wird, der Wert auf psychologisch dichte, atmosphärische Krimis legt und dem Action nicht so wichtig ist.

Leider war die vorliegende Pressung einfach miserabel, so dass zu den technischen Voraussetzungen eigentlich nicht viel gesagt werden kann. Der Film hakte, sprang und das Finale war überhaupt nicht mehr anzusehen, da sich die Scheibe komplett aufhängte. Hoffentlich gilt das nur für die Presse-DVD und nicht für diejenigen im Handel. Auch die Extras können nicht überzeugen, da schlicht keine vorhanden sind. Es gibt nur den Trailer und das ist für eine solche kleine filmische Perle leider viel zu wenig.

Ein wahrer Geheimtipp, der durch die psychologische und atmosphärische Dichte überzeugt, obwohl manche Charaktere viel zu kurz kommen. Dafür ist Peter Stormare einfach herausragend und an sich schon ein sehr guter Grund, sich den Film anzueignen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Lighthouse Home Entertainment