Slow Food Story - DVD

DVD Start: 18.02.2014
FSK: ab 0 - Laufzeit: 73 min

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Inhalt

Die ganze Welt ist von Fast-Food-Filialen besetzt... Die ganze Welt? Nein! Eine von unbeugsamen Italienern bevölkerte kleine Stadt hört nicht auf, den erdumspannenden Burgern und ihrem Gefolge Widerstand zu leisten. Was in der kleinen Stadt Bra im Nordwesten Italiens vor 25 Jahren als fast aussichtsloser Kampf gegen Fast-Food-Konzerne begann, ist heute zu einer internationalen Bewegung geworden: „Slow Food“. Ihr Zaubertrank ist der gute italienische Wein und ihr Kampfgeist kann sich mit dem der berüchtigten Gallier allemal messen. In über 150 Ländern setzt sich „Slow Food“ mittlerweile für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln ein – in der Produktion ebenso wie in der Zubereitung.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch/Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Booklet, Behind the Scenes, Featurettes, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Slow Food Story

DVD
Slow Food Story Slow Food Story
DVD Start:
18.02.2014
FSK: 0 - Laufzeit: 73 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Slow Food Story

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Der Verleiher bemüht in der Inhaltsbeschreibung auf der DVD-Rückseite von „Slow Food Story“ einen frechen Asterix-Vergleich und trifft damit genau ins Schwarze! „Fast Food“ ist zum etablierten gesellschaftlichen Ernährungs-Konsens geworden und Unternehmen wie McDonald´s müssen sich trotz regelmäßiger Lebensmittelskandale so gut wie nie für das lebensverachtende System rechtfertigen, dass die bedenklichen Turbo-Produktion samt anschließendem Konsum möglicht macht. Da wirkt das italienische Dorf Bra mit seinen Bewohnern, die strengen ethischen Wertvorstellungen und Prinzipien im Bezug auf gutes Essen folgen, tatsächlich ein bisschen wie das Dorf der gallischen Rebellen im Angesicht der römischen Übermacht. Davon unbeeindruckt hat sich die Organisation „Slow Food“ gebildet, die der „Fast Food“-Ideologie den Kampf angesagt hat. Allerdings verschwendet die Bewegung keine wertvolle Energie mit banalen Hasstiraden in Richtung der „Fast Food“-Industrie, sondern versucht stattdessen auf äußerst sympathische Art und Weise für ein alternatives Modell zu werben, was sehr viel konstruktivere Folgen hat. Der „Slow Food“ Bewegung liegt ein schöpferischer Gedanke zugrunde, den die Dokumentation in 73 Filmminuten veranschaulichen und auf den Zuschauer übertragen will. Einen kleinen Unterschied zu den schlagkräftigen Galliern gibt es also doch: Bei der „Slow Food“ Bewegung werden trotz des unleugbaren rebellischen Charakters die Pazifisten nicht an Bäumen aufgehängt, sondern zu sinnstiftenden Ideengebern erhoben. Die Dokumentation ist dabei unglaublich unterhaltsam inszeniert und kommt erstaunlich kurzweilig daher. Das ist in Anbetracht der kurzen Laufzeit von 73 Minuten fast schon ein Problem, da der Film sich somit noch kürzer anfühlt. Stefano Sardo schafft es aber, jede Filmminute mit interessanten Informationen zu befüllen und zeichnet ganz nebenbei ein recht glaubhaftes Bild der Bewegung. Nur die Darstellung von „Slow Food“ - Gründer Carlo Petrini, einem Freund des Regisseurs (wie öfter betont wird), ist etwas arg verklärend geraten, hier wäre (wie bei manch anderer Szene des Filmes auch) weniger mehr gewesen – wie ein sympathischer Mensch wirkt Carlo Petrini aber allemal.
Es handelt sich zudem um einen Film, der tatsächlich den wertvollen Effekt hat, dass man als Zuschauer ins Grübeln kommt und sich gezwungenermaßen mit seinen eigenen Essgewohnheiten auseinandersetzen muss. So zieht man bei einem Großteil der behandelten Themen ein deprimierendes Eigenresümee und ist dazu motiviert, mancherlei Dinge zu verändern. Petrini verurteilt niemanden, legt einem aber dafür gekonnt Alternativen nahe. Und dankenswerterweise wird bei alledem nicht vergessen auch ein kulinarisches Interesse am gesunden, fair gehandelten Essen zu wecken.

Bild- und Ton der DVD kommen in einer guten Qualität daher und verhelfen zu einem ungestörten Filmgenuss. Darüber hinaus haben sich einige nette Extras auf der Disc versammelt, die den Hauptfilm um interessante Details erweitern. Erwähnenswert ist auch die schicke Aufmachung der DVD-Hülle, die in einem umweltschonenden Pappdesign daher kommt und sich somit wunderbar im Sammlerregal macht.

Fazit:
Mit „Slow Food Story“ ist Stefano Sardo eine tolle Dokumentation gelungen, die trotz ihrer kurzen Laufzeit eine Vielzahl interessanter Informationen vermittelt und den Zuschauer mit wichtigen Denkimpulsen versorgt.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm