Slender Man - DVD

DVD Start: 27.12.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

Slender Man DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer Kleinstadt in Massachusetts vollziehen vier High School Mädchen ein Ritual, um die Legende des SLENDER MAN zu entlarven. Als eines der Mädchen unter mysteriösen Umständen verschwindet, befürchten die anderen, dass sie zu seinem nächsten Opfer werden...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Arabisch, Holländisch, Italienisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
EINSCHLIESSLICH: HINTER DEN KULISSSEN MIT DER BESETZUNG

DVD und Blu-ray | Slender Man

DVD
Slender Man Slender Man
DVD Start:
27.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Slender Man Slender Man
Blu-ray Start:
27.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Slender Man

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 10/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Dünn und garstig
Es ist schwer, in dem Genre des Horrorfilms noch innovativ zu sein. Man hat den Eindruck alles schon einmal gesehen zu haben. So ist es mehr als verzeihlich, wenn sich ein Film auf die breiten Schultern der Vorgänger stellt und wenigstens versucht diese innovativ miteinander zu verknüpfen. So kommt es eigentlich weniger auf den Inhalt an sich an, sondern vielmehr auf die Art dessen Präsentation. Das beschreibt „Slender Man“ schon ziemlich gut. Inhaltlich ist er nicht sonderlich innovativ. Es geht um einen mythischen Slender Man, einen sehr dürren und gesichtslosen Mann der sich Kinder holt, andere in den Wahnsinn treibt oder ermordet und in einem Ritual erst gerufen werden muss, um sein Unwesen zu treiben. Mit dem Aspekt des Anrufens des Schurken geht man nicht nur in die Richtung der „Ouija“-Filme, die schon fast ein eigenes Subgenre bilden, sondern zitiert damit auch so einen berühmten Film wie „Candymans Fluch“. Da sich der Geist, oder Dämon, aber auch die moderne Technologie zu Nutze macht und eine Art Virus darstellt, geht das auch in Richtung „The Ring“ und dessen Nachfolgern. Dann werden auch noch die vielen Found Footage Filme zitiert. Zwar ist der Film zum Glück nicht in dem Stil gedreht, aber ab und an sehen sich die Protagonisten Filme im Web an, welche dann in dem subjektiven Stil gehalten sind. Soweit wird zitiert und die Grenzen der breiten Schultern abgesteckt. Aber „Slender Man“ spielt ganz nett mit den einzelnen Elementen. So ist die Anrufung des Dämons auch eher zufällig und geschieht mehr aus Langeweile als das ein wirklicher Wunsch oder eine finstere Motivation dahintersteckt. Aber da eines der Mädchen aus der zentralen Clique eine tief verwurzelte Sehnsucht hat, nehmen die Ereignisse ihren Gang. Das so viel im Film Smartphones genutzt werden und der Dämon diese nutzt, um seine Opfer zu ängstigen, ist schon als eine Art Anbiederung an die Lebenswirklichkeit des Zielpublikums, Teenager, zu sehen. Allerdings sind einige dieser Sequenzen auch einige der spannendsten des Filmes. Etwa wenn ein Mädchen einen Videocall empfängt und mit wachsendem Entsetzen auf ihrem Display sehen kann, wie sich das Wesen ihr immer mehr nähert.

Joey King in Slender Man
Joey King in Slender Man © 2018 Mythology Entertainment, LLC. All Rights Reserved.
Generell ist der Film recht spannend ausgefallen. Manchmal gibt es Jump Scares, manchmal auch nur Andeutungen und das Zeigen von unheimlichen Schatten welche ein Eigenleben besitzen und Konturen im Bildhintergrund wie es auch schon John Carpenter immer gerne gemacht hat. Das schafft eine ständige Anspannung. Zudem werden nicht alle Fragen beantwortet was man negativ sehen kann, als eine Schwäche des Drehbuches, aber auch positiv, indem man sich auf die vier Hauptpersonen konzentriert und durch die Auslassung die bedrohliche, schwebende Stimmung noch verstärkt und dem Zuschauer Raum für Phantasie lässt. Das sehr geschickt eingesetzte Licht und die Schattensetzung sowie der gelungene Ton mit seinen Effekten, oder gerade das Ausbleiben davon, ist sehr beeindruckend. Generell ist hier die Fotografie äußerst lobend zu erwähnen und die Kameraarbeit ist hervorragend. Dabei ist der Film erstaunlich unblutig und driftet mehrmals in das Surreale ab, was äußerst faszinierend ist. Zudem besteht die Stärke der Handlung darin, dass einige Klischees vermieden werden können. Denn anhand des Grauens wird die Freundschaft zwischen den vier Mädchen näher beleuchtet und wie sie sich angesichts der Bedrohung untereinander verhalten. Insgesamt liegt hier also ein sehr beachtlicher Horrorfilm vor der zwar keinen Innovationspreis gewinnen wird und nicht ganz auf den eigenen Füßen steht und manche Aspekte wie auch Charaktere einfach fallen lässt, aber in der Kameraarbeit, der Spannung und dem Vermeiden der größten Klischees sehr empfehlenswert ist.

Slender Man
Slender Man © 2018 Mythology Entertainment, LLC. All Rights Reserved.
Der Ton ist sehr gut und gerade die Toneffekte, welche ja so wichtig sind für das Genre des Horrorfilms, kommen hier voll zur Geltung. Das Bild ist manchmal etwas grieselig und zerfasert etwas an den Konturen, ist aber im Großen und Ganzen gut. Es gibt leider nur ein einziges Extra, welches auch noch recht schwach ausgefallen ist. Es ist eine Art Behind the Scenes in dem die Darstellerinnen über ihre Charaktere im Film sprechen, was nicht sonderlich aussagekräftig ist wenn man gerade erst den Film gesehen hat. Man sollte ihn auf jeden Fall vorher ansehen, denn dieses Extra nimmt einige Sachen vorweg und besitzt so einige Spoiler.


Fazit:
Eine Empfehlung. Zwar besitzt das Drehbuch einige Schwächen und die Story ist nicht sonderlich innovativ, aber der Film ist hervorragend fotografiert, spannend und driftet gar in einige surreale Momente ab.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Entertainment