Sinister 2 - DVD

DVD Start: 18.02.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 97 min

Sinister 2 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einem abgeschiedenen Haus, weit entfernt von jeglicher Zivilisation wähnt sich Courtney (Shannyn Sossamon) mit ihren Söhnen Dylan und Zach (Robert und Dartanian Sloan) in Sicherheit. Sie versteckt sich dort mit den Zwillingen vor ihrem gewalttätigen Ehemann Clint (Lea Coco), der seiner Familie dicht auf den Fersen ist. Von der wahren Bedrohung ahnt Courtney jedoch nichts: Auf dem alten Haus liegt der mysteriöse Fluch des Bughuul, dem Ex-Polizist So & So (James Ransone) bereits seit Jahren auf der Spur ist. Doch für seinen Plan, das Haus niederzubrennen, ist es zu spät: Bughuul hält Dylans Träume bereits fest in seinen Klauen…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Sinister 2

DVD
Sinister 2 Sinister 2
DVD Start:
18.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sinister 2 Sinister 2
Blu-ray Start:
18.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Sinister 2

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Kinder des Grauens
Drei Jahre ist es her, dass mit „Sinister“ ein etwas anderer Ansatz für ein heimgesuchtes Haus gesucht worden ist. Damals schlich sich das Grauen schleichend in die Handlung ein und man wusste nicht so recht, wohin sich das entwickeln sollte. Da entpuppte es sich als Glücksfall, dass man sich Zeit nahm, die Geschichte zu entwickeln und die eingeschlagene Richtung überraschte und man war von Beginn an verunsichert. Nun erscheint das Sequel, „Sinister 2“, und ein wesentlicher Aspekt welcher das Original ausmacht, kann nicht mehr verwendet werden. Insofern krankt es schon an der Prämisse. Alle Zuschauer welche den ersten Teil gesehen haben, wissen ja nun darum, dass hier der Dämon Bughuul seine höllischen Pfoten nach Kindern ausstreckt und deren Unschuld verderben will. Sinister 2 SzenenbildDazu benutzt er Snuff-Videos und bringt durch die mediale Verrohung die süßen Kleinen dazu, ihre Familien abzuschlachten und besitzt danach deren Seelen. Natürlich ist die Kernaussage dabei offensichtlich medienkritisch.

Nun weiß man aber schon zu Beginn des Sequels darum und die Spannung kann wenig schleichend aufgebaut werden. So ist es schon symptomatisch, das bereits in den ersten drei Minuten ein Geist und der Dämon höchstselbst auftreten. Man ahnt es schon: hier wird wenig Raum für Zwischentöne gegeben. Der Tenor liegt also weniger auf der Atmosphäre und steigenden Schrecken, sondern geht gleich auf das Ganze und betont die Effekte, die Schocks und bemüht sich einige überraschende Wendungen einzubauen, die, abgesehen von einer zentralen Stelle, allerdings wenig funktionieren. Alles sind Merkmale typischer Fortsetzungen, die mehr auf Effekte und Schocks setzen, da die Kernelemente der Handlung eh schon bekannt sind. Immerhin ist auch hier wieder die Metaebene zu finden, die auch schon das Original besaß, verschiebt dabei aber den Fokus. Im ersten Teil war es noch die mögliche Verrohung des Publikums anhand von Horrorfilmen, auf die Spitze getrieben durch die Verwendung angeblicher Snuff-Movies. Hier geht es vorrangig um die Ästhetisierung von Gewalt. Ein Punkt der die Kunstgeschichte von Beginn an beschäftigte. Immer schon war Gewalt ein Sujet der darstellenden Kunst. Man denke nur an die Darstellung der Kreuzigung. Immer wurde versucht dem Schrecken der Gewalt etwas von seiner Wucht zu nehmen, indem man ihn künstlerisch bannte, ästhetisierte und damit eine Auseinandersetzung ermöglichte. Wobei dieses auch Gefahren birgt, denn Gewalt kann dadurch auch banalisiert, ja verharmlost, werden. „Sinister 2“ möchte das gerne thematisieren, aber es bleibt an der Oberfläche stecken, als das man das wirklich als Metaebene bezeichnen könnte. Zudem tappt man in seine eigene Falle, indem die Morde so originell wie möglich gestaltet werden, was eben eine solche Ästhetisierung darstellt. Sinister 2 SzenenbildJa, man ist schockiert, da die Morde grauenhaft sind, aber durch die Verwendung anderen Filmmaterials werden diese wieder auf eine künstliche, künstlerische Ebene herunter geholt und damit entschärft. Dazu gehört auch, dass das Finale sehr deutlich den Film „Kinder des Zorns“ zitiert, wenn ein sichelschwingender Bub in einem Kornfeld seine Familie bedroht. Was aber, neben einigen guten Schocks und einigen sehr spannenden Sequenzen, zu den größten Stärken des Filmes gehört, ist die Thematisierung welche Verheerungen häusliche Gewalt anrichten. Obwohl dies etwas im Horrorthema untergeht, sind einige dieser sehr kurzen Szenen schon erschreckender als manche Geistererscheinungen. Es fehlt bei den vielen verschiedenen Themen etwas die klare Linie, ansonsten folgt man gängigen Mustern einer Fortsetzung, macht aber auch nicht viel falsch.

Das Bild ist ganz gut, aber durch die teilweise Verwendung von Schmalspurfilm geht es etwas zu Lasten des Gesamteindrucks. Der Ton ist gut, kann aber nicht immer überzeugen. Leider gibt es hier überhaupt keine Extras. Nicht mal eine Trailershow.


Fazit:
Die guten Ansätze zu einer Metaebene bleiben leider etwas oberflächlich und obwohl der Film den gängigen Erzählmustern einer Fortsetzung folgt, so ist er streckenweise doch sehr spannend und kann einige wohldosierte Schocks unterbringen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures