Sieben Tage ohne Gnade - Thin Red Line - DVD

DVD Start: 15.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Im zweiten Weltkrieg kämpfen auf der Pazifikinsel Guadalcanal die Amerikaner gegen die Japaner und jeder Soldat hofft bloß, aus dem Dschungelkrieg lebend wieder raus zu kommen. Soldat Private Doll (Keir Dullea, „2001: Odyssee im Weltraum“ ) ist frisch verheiratet. Der Wahnsinn des Krieges verändert ihn und er beginnt, sich den Befehlen seines Vorgesetzten Sgt. Welsh (Jack Warden, „Die zwölf Geschworenen“ ) zu widersetzen. Es kommt zum erbitterten Streit...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Original Kinotrailer, Biografien, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Sieben Tage ohne Gnade - Thin Red Line

DVD
Sieben Tage ohne Gnade - Thin Red Line Sieben Tage ohne Gnade - Thin Red Line
DVD Start:
15.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Sieben Tage ohne Gnade - Thin Red Line

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Zweiter Weltkrieg. Streitkräfte der US-Armee befinden sich im Ansturm auf die Pazifikinsel Guadalcanal. Die Stimmung der Soldaten ist von Angst und Verunsicherung geprägt. Jeder einzelne hofft bloß darauf, mit dem Leben davon zu kommen. Einer von ihnen ist der frisch verheirate Private Doll (Keir Dullea).
Auf der Insel lauern überall Gefahren und tag täglich steigt die Anzahl der Verluste, was von den Offizieren jedoch billigend in Kauf genommen wird. Immer mehr ergreift der Wahnsinn des Krieges von Doll Besitz und schon bald beginnt er, sich den Befehlen seines Vorgesetzten Sgt. Welsh (Jack Warden) zu widersetzen.

„Sieben Tage ohne Gnade“ stammt aus dem Jahre 1964 und basiert auf dem Roman „Insel der Verdammten“. 1998 wurde diese Geschichte von Terrence Mallick unter dem Titel „Der schmale Grat“ neu verfilmt.
Wenn sich ein Film das Prädikat Antikriegsfilm verdienen will, so muss er unter anderem eine kritisch-ablehnende Haltung zum Thema Krieg einnehmen und durch seine Bildsprache und Dialoge die Absurdität des Krieges durch eine beklemmende Atmosphäre ansprechend transportieren. Unverzichtbar hierfür sind überzeugende Schauspieler, eine authentische Kulisse und ein gutes Drehbuch. Alles in allem muss ein guter Antikriegsfilm also eine Menge Hürden nehmen und daran ist schon der ein oder andere Filmemacher gescheitert.

„Sieben Tage ohne Gnade“ ist ein gradliniger und düsterer Film, der konsequent die grausame Seite des Krieges darstellt. Zwar sind die Kämpfe und Schlachtszenen sehr aufwendig und eindrucksvoll inszeniert, dennoch dienen sie lediglich als Mittel zum Zweck. Durch ein gutes Zusammenspiel von Kamera- und Schnitttechnik ist die Angst der Soldaten ist in jeder Szene spürbar und erzeugt beim Zuschauer ein mulmiges Gefühl in den Magengegend. Die Darsteller tun ihr übriges dazu und lassen durch sehr intensives Schauspielern den Zuschauern am Entwicklungsprozess teilhaben, den gesunde Menschen durchleben, wenn sie nur lange genug dem Wahn des Krieges ausgesetzt sind. Diesbezüglich ist dem Regisseur Andrew Marton mit der Besetzung ein echter Coup gelungen. Keir Dullea (2001: Odyssee im Weltraum) und Jack Warden (Die zwölf Geschworenen) sind durchgehend überzeugend und spielen sich phasenweise in einen wahren Rausch. Vor allem in jenen Sequenzen, in denen ihre Charaktere aufeinander los gehen, sind phantastische Schauspielmomente und zeichnen ein erschreckendes Bild der emotionalen Belastungen, denen die Soldaten ausgesetzt waren.

Der Film spart auch an keiner Stelle mit Kritik an der Führung der US-Streitkräfte durch ihre Befehlshaber, auch wenn diese teilweise etwas zu plakativ ausfällt. Die Eroberung eines großflächig vermimten Tals ohne Rücksicht auf Verluste? Nun ja, dass es solche Augenblicke wirklich gegeben hat mag an dieser Stelle gar nicht angezweifelt werden, dennoch wirkt es im Film etwas zu aufgesetzt und übertrieben.

Ein weiterer Schwachpunkt ist das Ende des Films, das im Gegensatz zum Rest des Films einen starken Hang zur Übertreibung hegt und seinen realistischen Stil leider aus den Augen verliert. Das sich eine einzelne Soldaten-Einheit aus freiem Willen dazu entschließt, einen uneinnehmbare Festung anzugreifen, nachdem sie erst wenige Minuten zuvor durch einen unerwarteten Überfall auf ein Minimum zusammengeschossen wurde, erscheint doch höchst fragwürdig und lässt einen faden Beigeschmack von Patriotismus durchdringen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist gemessen am Filmalter zufriedenstellend. Als Extras gibt’s Trailer, Biographien und eine Bildergalerie.

Fazit: Düsterer Anti-Kriegsfilm mit tollen Darstellern, der im Vergleich zu „Der schmale Grat“ jedoch etwas zurückfällt.


by Till Huber
Bilder © KSM GmbH