Sie nannten ihn Jeeg Robot - DVD

DVD Start: 03.02.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 108 min

Sie nannten ihn Jeeg Robot DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Auf der Flucht vor der Polizei kommt der Kleinkriminelle Enzo mit radioaktivem Abfall in Berührung. Er entwickelt übermenschliche Kräfte, die er konsequent zum eigenen Vorteil nutzt. Als Enzo dabei gefilmt wird, wie er einen Bankautomaten aus der Wand reisst, erlangt er landesweite Berühmtheit und weckt das Interesse des größenwahnsinnigen Mafiabosses Gypsy. Dieser will ihn benutzen, um ganz Rom zu beherrschen. Als Enzo die hübsche und verrückte Alessia trifft, sieht diese in ihm den Manga-Superhelden Jeeg Robot. Sie versucht ihn zu überzeugen, für das Gute zu kämpfen und den Herrn des Feuers zu besiegen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Sie nannten ihn Jeeg Robot

DVD
Sie nannten ihn Jeeg Robot Sie nannten ihn Jeeg Robot
DVD Start:
03.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sie nannten ihn Jeeg Robot Sie nannten ihn Jeeg Robot
Blu-ray Start:
03.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - Sie nannten ihn Jeeg Robot

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Unwahrscheinlicher Held
Die italienischen Filmemacher sind ja dafür bekannt, dass sie gerne bei erfolgreichen Genres räubern und innerhalb kürzester Zeit ausschlachten. Als es erfolgreiche Monumentalfilme gab, so überschwemmte eine Reihe von Herkulesfilmen und Konsorten den Markt, als der Italowestern aufkam und sich als enorm erfolgreich herausstellte, wurde die Welle schon recht schnell tot geritten. Von dem italienischen Zombiefilm mal ganz zu schweigen. Sie nannten ihn Jeeg Robot SzenenbildDoch kann man die Filmindustrie nicht nur auf diesen Massenausstoß reduzieren, sondern sie konnten den jeweiligen Genres immer auch den Stempel aufdrücken. Was zwangsweise die Genres an sich veränderten (den Western etwa) und zu einigen Meisterwerken führte. Aber es gab doch auch recht viel Mist. Leider ist die Blütezeit des italienischen Kinos vorbei und so konnte man etwas zweifeln an diesem Film der sich der Superhelden annimmt.

Im Grunde greift er wieder ein erfolgreiches Genre, nämlich das der Superheldenfilme, auf und macht sich auf eine Billigproduktion gefasst die schnell lächerlich wirken kann. Aber „Sie nannten ihn Jeeg Robot“ hat mehr mit „Kick-Ass“ gemein als mit den klassischen Superhelden die in ihren bunten Strumpfhosen herum laufen (und deutlich mehr Budget verschlingen). Aufgrund des Vergleichs dürften Comicleser schon erahnen, dass es hier durchaus brutaler wird als man es sonst bei Superhelden sehen kann. Auch sonst hält man sich nur im Grundgerüst an den Werdegang eines Helden. Hier wird zwar eine Heldengenese erzählt aber sie weicht doch deutlich ab. Gut, dass ein Mann mit radioaktivem Abfall in Berührung gerät und daraufhin sehr stark wird, kann man so auch bei den Comics und Filmen aus dem amerikanischen Marvel-Verlag sehen. Doch der Held ist ein Kleinkrimineller, der seine Stärke zunächst dazu nutzt, seine Verbrechen zu begehen. Als sein Nachbar und Kumpan ermordet wird, nimmt er sich widerwillig deren leicht verrückter Tochter an, die in dem Gangster einen japanischen Helden wiedererkennen will. So drängt sie ihn langsam dazu, die Heldenrolle anzunehmen. Doch auch Mafiosi hätten ihn gerne auf ihrer Seite. Die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren besitzt leichte Anklänge von „Leon der Profi“ nur ist das sehr viel düsterer und dunkler. Am Ende gibt es keine Erlösung, sondern die Annahme der Verantwortung, was nicht immer leicht ist. Im Grunde lehnt nämlich jeder Charakter Verantwortung ab. Keiner steht zu seinen Taten und schiebt die Schuld immer auf andere. Im Grunde sind hier alle Figuren Soziopathen und kommen mit der Gesellschaft und anderen Menschen nicht zurecht. Andere sind schlicht wahnsinnig. Es gehört zu der Kunst des Filmes, dass man den Charakteren dennoch näher kommt und man ist zutiefst beeindruckt. Sie nannten ihn Jeeg Robot SzenenbildZu Recht hat der Film in seiner Heimat Italien einige Preise und Nominierungen einheimsen können. So wurden für den David di Donatello Award 2016 sowohl die Regie, Produktion, Hauptdarstellerin Ilenia Pastorelli, Hauptdarsteller Claudio Santamaria, Nebendarstellerin Antonia Truppo und noch 9 weitere nominiert. Auch auf dem Fantasy Film fest war der Film erfolgreich und in Neuchatel gewann er den Audience Award und belegte bei dem Fantasia Festival den zweiten Platz. Das ist für einen Superheldenfilm doch recht ungewöhnlich, vor allem da er teilweise recht brutal ist und das Düstere so manche abschrecken dürfte. Aber in Italien war er sehr erfolgreich und so man kann nur hoffen, dass es hier Fortsetzungen geben wird. Denn von dem Helden und seiner Welt würde man sehr gerne noch viel mehr sehen.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind gut und vor allem die Soundeffekte kommen wuchtig daher. Als Extras gibt es leider nur den Trailer und eine kleine Trailershow. Das ist mehr als dürftig und sehr enttäuschend da man gerne etwas mehr über den Film erfahren hätte.


Fazit:
Ein düsterer und brutaler Stoff aus dem der Held gestrickt wird. Doch kommen einem die Charaktere durchaus näher und die Dramatik verweigert sich weichgespülten Konventionen und kann sehr beeindrucken.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures