Shutter Island (Limited Edition,Steelbook) - DVD

DVD Start: 02.08.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 133 min

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Inhalt

US-Marshal Chuck Aule (Mark Ruffalo), begibt sich mit seinem neuen Partner Teddy Danie (Leonardo DiCaprio) auf eine Insel nach Massachusetts um das Verschwinden eines Patienten von einem Krankenhaus für geisteskranke Straftäter zu untersuchen. Während der Untersuchung, treffen die beiden auf ein Netz von Betrug, geraten in einen Hurrikan und werden in einen tödlichen Aufruhr der Insassen verwickelt, der Sie auf der Insel gefangen hält.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Filmdokumentationen:
- "Behind the Shutters" - Vom Roman zum Film
- "Into the Lighthouse" - Historische Entwicklung der Psychiatrie in den USA

Video on demand - Shutter Island

DVD und Blu-ray | Shutter Island (Limited Edition,Steelbook)

DVD
Shutter Island Shutter Island
DVD Start:
02.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.
Shutter Island (Limited Edition,Steelbook) Shutter Island (Limited Edition,Steelbook)
DVD Start:
02.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Shutter Island Shutter Island
Blu-ray Start:
02.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.

DVD Kritik - Shutter Island (Limited Edition,Steelbook)

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Vernebelte Geister
Der Meister ist zurück. Martin Scorsese versammelt eine erstklassige Besetzung, um den hintergründigen Psychothriller von Dennis Lehane (“Mystic River“) zu verfilmen. Allein schon die Darsteller, die bis in die letzten Nebenrollen hervorragend besetzt sind, lohnt die Anschaffung. Leonardo DiCaprio wird von Film zu Film immer besser. Mark Ruffalo glänzt als ruhiger Gegenpart, der wie ein Fels in der Brandung wirkt. Michelle Williams strahlt eine Zerbrechlichkeit aus, die perfekt für die Rolle ist. Emily Mortimer weiß in den schwierigen Facetten ihrer Rolle voll zu überzeugen und enthält sich jeglicher Übertreibung. Und die beiden Ausnahmedarsteller Sir Ben Kingsley und Max von Sydow als Psychiater zu besetzen (und die gemeinsame Szene hat ein Kaliber wie das legendäre Kaffeetrinken von Robert De Niro und Al Pacino in „Heat“) erinnert fast schon an ein Dreamteam wie Christopher Lee und Peter Cushing. Dieser Vergleich ist gar nicht so abwegig, da sich Martin Scorsese hier eindeutig phasenweise der Bildersprache des Horrorfilms bedient. Dunkle Gänge, verfallende alte Häuser, ein Friedhof im Sturm, Wahnsinn, Mord, Identitätsverwirrungen und keiner ist das, was er zu sein scheint. Somit stoßen alle Elemente des Gothic Horror auf Elemente eines Krimis, eines Dramas und eines Psychogramms. Und verbindet sich zu einem schlüssigen Ganzen. Keines der Elemente steht für sich, sondern alle gehen eine glaubhafte Symbiose ein. Besonders stark ist der Lichteinsatz. Stellenweise wirken die Figuren aus der sie umgebenden Schwärze heraus gemeißelt. Das Licht hebt sie damit von der Umgebung ab und lenkt den Fokus auf sie, was aber auch der Täuschung dienen kann. In den Erinnerungsszenen und den Traumsequenzen ist ein sehr warmes Licht vorhanden, was den Gegensatz zu der sturmgepeitschten Insel und dem darauf befindlichen Irrenhaus umso deutlicher hervorhebt und den Traumszenen einen Hauch von Märchen gibt. Generell ist hier in dem Film so viel zu entdecken, dass manche Details erst beim wiederholten Sehen auffallen. Hier wäre ein Audiokommentar von Scorsese schön gewesen. Leider hat der Film auch manche Längen. Gerade wenn das größte Rätsel gelöst ist, zieht sich der Film etwas bis zum Ende. Auch wenn keine der Szenen wirklich überflüssig ist und alle notwendig, so ist es doch auffällig das ein richtiges Finale fehlt und der Schluss ein bisschen versandet. Dennoch ist „Shutter Island“ ein Muss für jeden, der nicht nur ein Fan des Buches und von Martin Scorsese ist, sondern auch der Freude an hervorragend gespielten Filmen hat.

Als Extra gibt es ein Feature mit dem Titel „Behind the Shutters: vom Roman zum Film“. Hier wird sehr gut geschildert, wie schwierig die Dreharbeiten waren, da die meisten Szenen so doppeldeutig gedreht werden mussten, damit auch beim zweiten Blick sich die Bedeutung ändern kann. Ein weiteres Feature, „Historische Entwicklung der Psychiatrie in den USA“, gibt einen viel zu kurzen Einblick in die Psychiatrieentwicklungen in den USA. Ein Dokumentarfilm ist es aber nicht. Das Feature beschränkt sich exemplarisch auf eine Einrichtung und setzt den Schwerpunkt auf die umstrittene Behandlungsmethode der Lobotomie. Somit wird hier viel zu kurz gegriffen. Aber dennoch ist es interessant. Das Bild und der Ton der DVD sind hervorragend.

Scorsese ist einer der besten Regisseure weltweit. Wie er das schwierige, verschachtelte, doppeldeutige Buch von Lehane umgesetzt hat, ist genial. Trotz einiger Längen und einem fehlenden Audiokommentar, ist allein schon das Schauspielerensemble ein Muss, den Film zu sehen.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment




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