Shut In - DVD

DVD Start: 21.04.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 87 min

Shut In DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Zurückgezogen von der Zivilisation kümmert sich die Kinderpsychologin Mary (Naomi Watts) aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn (Charlie Heaton), der seit einem Autounfall komplett gelähmt ist. Als sich die Witwe entschließt, den Waisenjungen Tom (Jacob Tremblay) bei sich aufzunehmen, schöpft sie neuen Lebensmut. Doch noch am ersten Abend verschwindet Tom in einem gefährlichen Schneesturm und gilt seitdem als vermisst. Plötzlich geschehen beängstigende Dinge in Marys Haus und sie beginnt zu zweifeln: Ist Tom wirklich tot?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew, Featuerettes

DVD und Blu-ray | Shut In

DVD
Shut In Shut In
DVD Start:
21.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Shut In Shut In
Blu-ray Start:
21.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Shut In

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 4/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Miteinander isoliert
Es kommt schon selten genug vor, dass ein Filmtitel seinen Inhalt adäquat wiedergibt. Mal abgesehen von verfälschenden deutschen Verleihtiteln. Aber gerade im Horrorfilmbereich ist der Titel meist lustiger als der Film an sich, da sich eine Obskurität nacheinander aneinanderreiht oder der Titel einfach nur reißerisch klingen will. Ein Beispiel dafür ist der berühmte Verleihtitel „Ein Zombie hing am Glockenseil“. Allerdings gibt es auch löbliche Ausnahmen wie etwa der vorliegende „Shut In“. Shut In SzenenbildSelten war ein Titel so treffend. Natürlich stimmt das erst einmal auf einer sehr offensichtlichen Ebene. Naomi Watts, wie immer hervorragend, spielt eine klinische Psychologin die sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert hat. Ihre Praxis führt sie in einem Nebengebäude ihres weitläufigen Anwesens auf dem Lande. Bei einem schweren Unfall hat sie ihren Mann verloren und ihr Stiefsohn vegetiert nur noch dahin und ist schwer pflegebedürftig. Eines Nachts taucht ein schwerhöriger Junge auf, der ihr Patient ist, und verschwindet anschließend spurlos. Fortan häufen sich die merkwürdigen Vorkommnisse in ihrem Haus und gerade als ein schwerer Schneesturm über das Land fegt, eskaliert die Situation. Spukt etwa das Kind in dem Haus?

Soweit das offensichtliche. Und die Ausgangsprämisse ist spannend. Die Heldin kann das Haus nicht verlassen. Zum einen durch ihren bettlägerigen Sohn und zum anderen durch den Schneesturm. Sie ist also physisch eingeschlossen während sich die unheimlichen Ereignisse abspielen. Ein Spiel mit der Klaustrophobie und das Setting des winterlichen Maine verschafft dem Film eine schöne und schaurige Atmosphäre die in der ersten Hälfte sogar einen leichten Touch des Gothic Horrors hat. Aber das Eingeschlossen Sein, das Shut In, bezieht sich auch auf die Charaktere selber. Naomi Watts ist isoliert und einsam. Ihr Mann ist tot, ihr Stiefsohn ist nicht mehr als ein stummer, bewegloser Körper und sie ist einsam. Der einzige Kontakt sind ihre Patienten, ihre Sekretärin und Oliver Platt als ihr Supervisor und Arzt. Als sie versucht aus ihrem Kokon auszubrechen, brechen sich die Ereignisse ihre Bahn. Ihr Stiefsohn ist auch eingeschlossen. Und zwar in seinem Körper. Er ist bettlägerig und nicht in der Lage irgendeine Handlung selbstständig auszuführen. Die dritte Hauptperson, der kleine Junge, ist schwerhörig und insofern in sich eingeschlossen, da seine Krankheit ihn von anderen isoliert. Auf einer symbolischen Ebene funktioniert das auch gut, da jeder seine Isolation aufgeben will. Als dann die unheimlichen Geschehnisse vorkommen wird es auch spannend und atmosphärisch. Shut In SzenenbildDoch leider fällt der Film deutlich ab. Etwa in der Mitte des Filmes gibt es eine unerwartete Wendung die wirklich überraschend ist und hier nicht verraten werden soll. Leider kommt diese zu früh und der Rest des Filmes ist eigentlich schon das Finale welches sehr konventionell ausgefallen ist. Somit werden Assoziationen zu vergleichbaren Filmen angeregt und da fällt doch „Shut In“ deutlich ab. So schließt sich der Film an sich nicht aus, sondern reiht sich ein in die lange Reihe von gutgemeinten Filmen die aber letztlich enttäuschen.

Der Ton ist nicht sonderlich überzeugend. Die Soundeffekte kommen oft nicht zur Geltung und man fragt sich worauf die Heldin reagiert, wenn man selber nicht den Ursprung gehört hat. Dafür ist das Bild aber recht gut, was man wiederum von den Extras nicht behaupten kann. Die angehängten Interviews sind typische PR-Interviews die noch während der Dreharbeiten entstanden sind und eher langweilig ausfallen. Ansonsten gibt es noch den Trailer und eine Trailershow. Schade.


Fazit:
Es beginnt atmosphärisch und spannend. Doch leider führt die gänzlich unerwartete Wendung zu einem zu langen und viel zu konventionellen Finale. Chance vertan.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film