Shank - DVD

DVD Start: 09.11.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

London, im Jahr 2015: Jugendbanden haben die Herrschaft über die verwahrloste und heruntergekommene Stadt übernommen und liefern sich erbitterte Kämpfe um Drogen und Nahrung. Rager - Anführer der Paper Chaserz - wird von einer rivalisierenden Gang während einer Straßenschlacht brutal ermordet. Ragers Gefolgsleute sinnen jetzt nur noch nach Rache. Ohne Gnade verfolgen die Kids den Mörder ihres Anführers. Ihnen zur Seite steht die Mädchen-Gang der Slaughter Gurlz...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Shank

DVD
Shank Shank
DVD Start:
09.11.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Shank Shank
Blu-ray Start:
09.11.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Shank

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Gangster in einer nahen Zukunft
Der britische Gangsterfilm „Shank“ beweist viel Gestaltungswillen und spielt viel mit den unterschiedlichsten Stilen. So kommen viele schnelle Schnitte, Vor- und Rückblenden, Einblendungen und auch Anime und auch Cartoonsequenzen vor. Manche Einsprengsel wirken auch wie eine Computergraphik von einem PC 64. Das ist alles recht erfrischend und passt zu den jugendlichen Protagonisten, weil sie deren multimediales Aufwachsen aufgreifen. Leider geht dabei die Spannung und die Action unter. Der Film kann keine emotionale Wucht entwickeln und bleibt im Stilwillen hängen. Natürlich ist das für einen Film, dessen zentrales Thema Rache ist, ein Todesstoß. Es gibt viel Gerede, wobei die Dialoge zu keinem Zeitpunkt einen gewissen Coolnessfaktor entwickeln können. Die futuristische Ausgangslage, London wird von Gangs beherrscht und nach dem weltweiten finanziellen Kollaps ist die Bevölkerung sich selbst überlassen und die Gangs handeln vorrangig mit Nahrungsmitteln anstatt mit Drogen, ist spannend, wird aber leider nur als Ausgangsprämisse genommen und nicht inhaltlich groß befolgt. Das wäre aber der weitaus spannendere Aspekt gewesen. Man hätte einen Actionfilm, eine sozialkritische Parabel, eine Romeo-Julia-Lovestory und noch vieles mehr daraus machen können. Stattdessen beschränkt sich der Regisseur Mo Ali auf eine Rachstory, die weder sonderlich packend ist, noch besonders aufwühlend. Allein das der Rächer gerade einmal vierzehn Jahre alt ist, hat großes dramatisches Potential, wird aber auch nicht ausgespielt. Da ist der kindliche Schurke beispielsweise in „Robocop 2“ sehr viel schockierender. Schade, eine gute Steilvorlage und der Ball geht ins Aus.

Die Selbstüberschätzung des Regisseurs kommt in den vielen Extras der Doppel-DVD-Ausgabe deutlich vor. Alles was er machen wollte und wovon er inspiriert worden ist, kommt nicht in dem Film vor. Und so wirkt Mo Ali vorrangig arrogant und selbstgefällig. Denn der Film ist weder wild noch schockierend. Dafür hat er ein gutes Bild mit einer sehr trostlosen Farbgebung und einen guten Ton. Als Extras gibt es Trailer, Interviews, alberne Outtakes und ein Feature „Beim Dreh“, welches unkommentierte Impressionen vom Dreh zeigt. „Der Dodger Gate Skandal“ zeigt einen der Darsteller beim Ausrasten, weil er die falschen Kekse bekommt und die Reaktionen der Crew darauf. Wahrscheinlich ist das alles ein Fake. Aber das sei einmal dahingestellt. Das Making Of ist sehr interessant, da die Herangehensweise an den Film gut geschildert ist. So ließen die Produzenten das Skript von Jugendlichen aus Problemvierteln lesen, um den Slang richtig hinzukriegen und einen passenden Soundtrack zusammenstellen zu können. Das dieses natürlich auch eine Marketingmasche ist, schmälert etwas die Intentionen. Die Bilder von der Premiere des Filmes ist eher ein langer Trailer und ohne Aussagekraft.

Eine gute Ausgangslage und eine potentiell dramatische Story ertrinken im Stilwillen. So bleibt nur das optische hängen und das reicht leider nicht für einen sehr guten Film. So bleibt er im Mittelmaß stecken.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite