Shadow Dancer - DVD

DVD Start: 06.12.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Unerbittlich führt der radikale Arm der IRA seinen Krieg gegen Großbritannien. Die Auseinandersetzungen nehmen immer drastischere Formen an – selbst Bombenanschläge gegen unschuldige Zivilisten sind kein Tabu mehr. Nachdem ihr Bruder von britischen Sicherheitskräften getötet wird, schließt sich auch Colette dem Kampf gegen die Besatzer an. Selbst als sie Mutter wird, ist sie immer noch an vorderster Front mit dabei. Als Colette eine Bombe in der Londoner U-Bahn platzieren will, wird sie schließlich von den britischen Sicherheitskräften festgenommen. Schließlich muss die junge Frau eine folgenschwere Entscheidung treffen: Entweder sie verrät als Doppelagentin ihre Familie und ihre Freunde. Oder sie wandert für 25 Jahre Gefängnis und wird ihren Sohn nicht aufwachsen sehen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Regisseur James Marsh und Aturo Tom Bradby, Featurette „The World of Shadow Dancer”, Original Trailer

DVD und Blu-ray | Shadow Dancer

DVD
Shadow Dancer Shadow Dancer
DVD Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Shadow Dancer Shadow Dancer
Blu-ray Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - Shadow Dancer

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Aus dem Schatten in das Licht - „Shadowdancer“ ist ein Politthriller, der nicht nur vom Inhalt her aus den 1970ern stammen könnte. Wobei keineswegs gemeint ist, dass er veraltet oder sogar antiquiert sei. Ganz im Gegenteil ist das nämlich als ein großes Lob gemeint. Das Jahrzehnt brachte einige der großen Klassiker des Politthrillers hervor und vermochte Spannung mit Anspruch zu verbinden und ließ dennoch den Zuschauer seine eigenen Fragen aufwerfen. Hier seien nur „Die drei Tage des Kondor“ oder „Die Unbestechlichen“ erwähnt. Ganz in diesem Sinne verhält es sich mit dieser neuen Produktion, die sich auch optisch bei dem Jahrzehnt bedient. Aber nur dezent. So sind die Farben recht ausgeblichen und wirken wie Fotos aus der damaligen Zeit, die man nun betrachtet. Zudem ist das Bild bewusst etwas körnig gehalten worden, als ob man es mit einer damaligen Kamera gedreht hätte. Aber nicht nur auf der formalen sondern auch auf der inhaltlichen Ebene ist er ganz nostalgisch gehalten. So kommt „Shadowdancer“ intelligent und recht zurückhaltend daher. Er ertränkt nichts in Action, sondern treibt seine Spannung vor allem durch die Charaktere voran. Mittlerweile geschieht es ja recht selten, das ein Thriller weniger auf den Effekt setzt, sondern sich ganz auf seine Story und seine Figuren verlässt. Letztere stehen deutlich im Mittelpunkt und der unglaublich komplexe Themenbereich des Nordirlandkonflikts und der Friedensprozess werden anhand dieser Figuren deutlich gemacht. Die IRA weiß noch nicht mit dem angelaufenen Friedensprozess umzugehen und verhält sich eigentlich wie immer und auch der britische Geheimdienst ist in seinen eigenen Strukturen gefangen. Wie man es auch in den Roman von John Le Carre lesen kann. Beides sind Molochs, welche die Menschen fressen damit sie sich selber erhalten können, aber im Grunde keine Funktion mehr besitzen. Menschen werden nur unter einem Nutzen- und Kostengesichtspunkt betrachtet. Da werden weiterhin Spitzel rekrutiert und Verräter gnadenlos ermordet. Dabei wollen die meisten Menschen einfach nur noch ihren Frieden und aus der Gewaltspirale ausbrechen. Man tanzt im Schatten, da Verrat und Gewalt an jeder Ecke lauert. „Shadowdancer“ ist in gutem Sinne altmodisch und erst gegen Ende wird einem klar, dass man gespannt war ohne wirklich gefesselt gewesen zu sein. Die gespaltene Familie ist ein sehr deutliches Symbol für das geteilte Irland und jeder Charakter geht mit den sich anbahnenden Friedensprozess anders um. Hier kann man auch wieder sehen wie schwer es ist, den gordischen Knoten zu durchschlagen.

Der Ton als auch das Bild sind gut. Neben dem gelungenen Audiokommentar gibt es noch ein sehr typisches Making Of, den Trailer und eine Trailershow.

Ein Politthriller im Stile der 1970er. Intelligent, spannend und ein gesamtgesellschaftliches Problem wird auf eine private Ebene heruntergeholt. Nur richtig mitgerissen wird man irgendwie nicht.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment