Searching for Sugar Man - DVD

DVD Start: 10.05.2013
FSK: ab 0 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Sixto Rodriguez … Noch nie gehört? Dabei war der mexikanisch-stämmige Singer-Songwriter einst gefeiert wie Bob Dylan und Elvis Presley zusammen – allerdings ausschließlich in Südafrika. Hier wurde in den 70ern sein Album Cold Fact zum Soundtrack der Antiapartheidbewegung. In Rodriguez’ Heimat hingegen, den USA, wusste niemand von seinem Ruhm, auch nicht er selbst. Zwei südafrikanische Fans begeben sich eines Tages auf die Suche nach ihrem Idol, um das sich viele Gerüchte ranken, vor allem um dessen vermeintlichen Selbstmord. Was sie am Ende entdecken ist weit mehr, als sie sich erhofft hatten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of (ca. 30 Min.)
- Live Performance
- Kinotrailer
- Interview mit Malik Bendjelloul

DVD und Blu-ray | Searching for Sugar Man

DVD
Searching for Sugar Man Searching for Sugar Man
DVD Start:
10.05.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik
Searching for Sugar Man (Limited Edition) (2 DVDs) Searching for Sugar Man (Limited Edition) (2 DVDs)
DVD Start:
14.06.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 83 min.
Blu-ray
Searching for Sugar Man Searching for Sugar Man
Blu-ray Start:
10.05.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 86 min.

DVD Kritik - Searching for Sugar Man

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Als das Publikum nach seinem Auftritt nicht zufrieden war, bedankte sich der erfolglose Sänger Sixto Rodriguez für die Zeit, die man ihm opferte, zog eine Pistole aus seiner Tasche und erschoss sich an Ort und Stelle. Dies ist nur eine Variante des Mythos', wie der Folk-Singer-Songwriter Rodriguez zu Tode kam. Aber alles nacheinander.

Rodriguez wuchs in Detroit als Sohn mexikanischer Einwanderer auf und verdiente sich nach der High School seinen Lebensunterhalt mit Auftritten in diversen Bars. Mitte der 1960er wurden Musikproduzenten auf ihn aufmerksam und er veröffentlichte in der Folge 1967 seine erste Single I'll Slip Away. 1970 folgte sein erstes Album Cold Fact, welches zwar von der Kritik gelobt wurde, sich aber nicht großartig verkaufte. Es folgte 1971 noch ein zweites Album mit dem Titel Coming from Reality, welches das Selbe Schicksal erleiden musste und es wurde ruhig um Sixto Rodriguez.

Doch während es in seiner Heimat, den USA, ruhig um Rodriguez wurde, gelangte seine Musik irgendwie nach Südafrika. In dem von der Apartheid geschundenen Staat, erlangte seine - vom Protest gegen das Establishment geprägte – Musik Kultstatus und verbreitete sich schnell. Und während Sixto Rodriguez in seiner Heimat auf dem Bau schuften musste, um sich über Wasser zu halten, avancierte er in der Ferne zum Superstar, ohne dass er davon etwas wusste.

Die Jahre zogen ins Land, und es war ein gewisser Stephen Segerman, der 1996 in Südafrika, in einem Leserbrief, dazu aufrief, das Schicksal Rodriguez, um das sich viele Mythen rankten (auch um seinen vermeintlichen Tod), zu klären. Ein Jahr später rief er eine Internetseite ins Leben, die dazu beitragen sollte. Eines führte zum anderen und unglaubliches Geschah: Sixto Rodriguez wurde ausfindig gemacht und erfuhr erstmals von seinem großen Ruhm.

Es zogen erneut einige Jahre ins Land. Der schwedische Regisseur Malik Bendjelloul befand sich in Südafrika, auf der Suche nach neuen Ideen für seine Arbeit, wo er auf Segerman traf, der ihm diese unglaubliche Geschichte erzählte. So wurde das Projekt „Searching for Sugar Man“ geboren. Mit geringsten Mitteln steckte Bendjelloul all sein Herzblut in den Film und arbeitete kompromisslos über Jahre an der Fertigstellung, was sich durchaus ausgezahlt hat. Denn neben einigen anderen Preisen, gewann der Film 2013 den Oscar, für den besten Dokumentarfilm.

Zunächst beschäftigt sich Bendjelloul mit der stattgefunden Suche nach Rodriguez, und es wird die Detektivarbeit gezeigt, die zur Findung des verschollenen Künstlers führte. Zudem kommen damalige Weggefährten (u.a. die damaligen Musikproduzenten) zu Wort, die von Rodriguez überragendem Talent berichten. Künstlerisch untermalt wird das ganze von großartig eingefangenen Bildern aus Detroit, der Heimatstadt Rodriguez, und Südafrika, wo er berühmt wurde. Im zweiten Teil des Films wird gezeigt, was geschehen ist, nachdem der verschollene Star gefunden wurde und Rodriguez kommt nicht nur selbst zu Wort, sondern darf sich nun auch endlich in seinem späten, wohlverdienten Ruhm sonnen.

„Searching for Sugar Man“ erzählt nicht nur eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann, sondern es ist auch ein exzellent inszeniertes Werk. Bendjelloul zaubert hier einer Collage aus Interviews, gelegentlichen Animationen, Videoausschnitten und traumhaften Bildern auf die Leinwand, die sich nicht nur sehen lassen kann, sondern auch perfekt zusammengeschnitten ist. Handwerklich stimmt hier einfach alles.

Fazit: Searching for Sugar ist eine Variante des Cinderella Märchens, die nicht einem Buch, sondern der Realität entsprungen ist. Spannend erzählt, toll inszeniert, bekommt man hier einen Film vorgesetzt, der nicht nur unterhält, sonder begeistert. Untermalt wird das Ganze natürlich von der wirklich hervorragenden Musik von Rodriguez. Nicht nur für Musikliebhaber ein absolutes Muss!

Bild und Ton der DVD sind zum Teil sehr gut. Zwar gibt es immer mal wieder Videoausschnitte, von minderer Qualität, aber besonders in den Städteaufnahmen, ist das Bild extrem scharf und kontrastreich. Die Extras können sich auch sehen lassen. Neben einem wirklich gut inszeniertem Making-Of und einer Live Performance von Rodriguez, kommt Regisseur Malik Bendjelloul in einem ausführlichen Interview zu Wort und erzählt die ein oder andere Anekdote.

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by Andre Rüsenberg
Bilder © Alive / Rapid Eye Movies