Seance - Beschwörung des Teufels - DVD

DVD Start: 30.01.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

Seance - Beschwörung des Teufels DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Freunde Marcus, Joey, Eva und Sara suchen das Leichenschauhaus auf, in dem einer von ihnen arbeitet. Eine Seance wollen sie dort abhalten, auch wenn Joey nicht an Evas mediale Fähigkeiten glauben mag. Eva hat jedoch mehr Zugang zum Jenseits, als alle erwartet hätten. Sie beschwört versehentlich einen Dämon, der in Joeys Körper einfährt. Es liegt nun an der streng religiösen Sara, einen Exorzismus zu wagen, aber der Dämon ist trickreich …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Castle View Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Wendecover

DVD und Blu-ray | Seance - Beschwörung des Teufels

DVD
Seance - Beschwörung des Teufels Seance - Beschwörung des Teufels
DVD Start:
30.01.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Seance - Beschwörung des Teufels Seance - Beschwörung des Teufels
Blu-ray Start:
30.01.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Seance - Beschwörung des Teufels

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Brettspiele - „Seance“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie eine gute Grundidee völlig verhunzt werden kann. Dabei ist die Ausgangslage schön vielversprechend: innerhalb einer Leichenhalle soll eine Seance abgehalten werden. Eine Frau möchte ihren Freunden beweisen, dass sie ein Medium ist und Geister existieren. Das ist nicht nur in Horrorfilmen eine äußerst schlechte Idee. Genregemäß geht dann natürlich auch alles schief und es wird ein Dämon erweckt, der, Achtung Klischee, ausgerechnet in den größten Zweifler fährt, der dann so gerne Linda Blair aus „Der Exorzist“ wäre, aber nicht mal an ihren Zehennagel reichen kann. Womit man schon bei einem der größten Schwachpunkte des Filmes wäre: die miserablen Darsteller. Man erwartet ja generell in Horrorfilmen nicht gerade große Darstellungskunst und so nimmt man hier schon so manches in Kauf. Aber gerade der Besessene verhält sich teilweise kaum anders als vorher und es fehlen jegliche Nuancen. Die Damen haben meistens eher mit Schreien und entsetzten Blicken zu tun. Wenn es mal dramatisch oder emotional werden soll, geraten sie schnellstens an ihre Grenzen. Der vierte Darsteller hat das Glück nicht lange im Film verweilen zu müssen und ist eher als Typus „Guter Kumpel“ besetzt worden. Apropos verlassen: die wenigen blutigen Effekte sind gelungen und manchmal durchaus eklig. Aber ansonsten ist der Film leider nicht sonderlich spannend ausgefallen. Vor allem wurde aus der Atmosphäre nichts gemacht. Dafür sind die Gänge einfach zu stark ausgeleuchtet als das man seine Fantasie hätte spielen können und gebannt in das Dunkel blickt, da man dort aufgrund des Settings schon fast zwangsläufig Geister erwartet. Generell gibt es hier nur Klischees zu sehen. Was annehmbar ist, wenn der Rest passt, aber den Todesstoß bekommt der Film dann von einer ganz anderen Seite: der Religion. Was hier an missionarischem Eifer geboten wird, ist nicht nur störend, sondern nachgerade ärgerlich. Wenn es mal tiefschürfend werden soll, ist es nur schrecklich banal, wie etwa der missglückte Schriftprolog. Auch später, wenn man sich über seine theologischen Zweifel auslässt, so ist das sehr oberflächlich und es entpuppt sich dann, das diese Kritik eher in der persönlichen Natur, also nicht an der Sache selber liegt. Und das das Böse ausgerechnet von der bekennenden Nicht-Christin ausgeht ist auch Klischee, aber das sie ganz schnell zum christlichen Glauben zurückfinden muss, um das Böse zu besiegen (und das erstaunlicherweise auch ganz schnell hinbekommt) ist Mission pur. Ebenso anbiedernd ist die Einarbeitung von Found Footage Material, was zwar begründet ist und auch später weggelassen wird, aber es ist schlicht überflüssig und biedert sich an einen einstmals erfolgreichen Stil an. Also: Klischees pur mit religiöser Mission, der nur platt und dumm ist. Da nützen die wenigen blutigen Effekte auch nichts mehr. Schade um das Setting.

Leider ist die technische Ausstattung etwas mau ausgefallen. Das Bild ruckt ab und zu und ist etwas blass. Der Ton ist okay, hat aber den ganzen Film über nicht viel zu tun und auch Soundeffekte kommen kaum vor. Als Extra gibt es auch nur den Originaltrailer.

Das Setting machte neugierig, aber es wurde zu wenig daraus gemacht und nur wieder ein müder klischeehafter Exorzismusfilm präsentiert, der mit seiner religiös missionarischen Botschaft ärgert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Castle View Film