Schock Labyrinth 3D - DVD

DVD Start: 19.11.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Ein Familienausflug endet auf grausame Weise: Unter mysteriösen Umständen verschwindet das Mädchen Yuki im Geisterhaus eines Vergnügungsparks, in das sie sich mit ihren Freunden eingeschlichen hatte. Zehn Jahre später kommt es zu einem unbegreiflichen Wiedersehen mit der Clique von damals. In der Wohnung von Motoki und Rin, bei denen auch Ken zu Besuch ist, kollabiert die völlig verstörte Yuki und wird von ihren Freunden ins Krankenhaus gebracht. In der merkwürdig labyrinthischen Klinik versinkt die Gruppe tiefer und tiefer in das gemeinsame Kindheitserlebnis, als sich das verlassene Gebäude als das Schreckenshaus von damals herausstellt. Yuki erwacht aus der Bewusstlosigkeit und zieht die Jugendlichen im Laufe der Nacht in eine geisterhafte Spirale aus Erinnerungsfragmenten und Zeichen einer drohenden Katastrophe.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
2 x 3D-Brillen
2 Fassungen auf einer DVD: 2D + 3D
Behind the Scenes
Interviews
Aufnahmen von der Filmpremiere

Video on demand - Schock Labyrinth 3D

DVD und Blu-ray | Schock Labyrinth 3D

DVD
Schock Labyrinth 3D Schock Labyrinth 3D
DVD Start:
19.11.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Schock Labyrinth 3D Schock Labyrinth 3D
Blu-ray Start:
19.11.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Schock Labyrinth 3D

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Ein kleiner Grusler
Nicht nur in Komödien ist das Timing von elementarer Bedeutung, sondern auch im Horrorfilm. Man muss genau wissen, wann man dem Publikum eine kurze Entspannung bieten muss. Und sei es durch den komischen Sidekick, der vornehmlich in dem Slashergenre sein Unwesen treibt. Es gibt immer jemanden, der ein paar Witze reißt, um das Publikum kurz abzulenken. Es gibt also in jedem Horrorfilm einige Stellen, die den Pfad des Grauens kurzzeitig verlassen. Mit einer Ausnahme: „Der Exorzist“. Der wahrscheinlichste beste Horrorfilm aller Zeiten entlässt den Zuschauer niemals und versteht es auf eine geniale Art die Spannung immer mehr zu steigern. Was das alles mit „Schock Labyrinth 3D“ zu tun hat, der jetzt auf DVD erscheint? Weil hier das Timing absolut nicht stimmt. Entspannungsphasen geschweige denn Witze werden nicht geboten, sondern eine kontinuierliche Spannung. Eine Entspannungsphase gibt es also nicht. Ist das für einen Geisterfilm schon einmal eine gute Ausgangslage, verpasst es der Film aber leider, die Spannung zu steigern und so wird ständig eine Erregungsebene beibehalten und ermüdet auf Dauer den Zuschauer. Es wird schlicht nach einiger Zeit langweilig. Der Film ist scheinbar eine klassische Geisterstory um Rache, wobei die Vermeidung von Klischees durch eine Schlusswendung etwas bemüht wirkt und damit aufgesetzt. Der Regisseur Takashi Shimizu („The Grudge“) wollte sich anscheinend nicht selbst kopieren. Hätte er es einmal getan. Das Spiel mit den verschiedenen Zeit- und Realitätsebenen ist beunruhigend und gut gemacht, läuft sich aber mit der Zeit etwas tot, da sie zu oft vorkommen. Auch hier stimmt also das Timing nicht. Schwache Darsteller laden auch nicht gerade zur Identifikation ein. Da können auch einige sehr spannende Gänsehautszenen (Plüschhasen wird man fortan mit anderen Augen sehen) und einige wirklich gelungene Tricks (die Regentropfen, die stillstehen und dann die Richtung ändern) nicht sonderlich viel mehr retten. Im Making Of sagt der Regisseur: „Als Kind hatte ich häufig das Gefühl etwas vergessen zu haben“. In diesem Falle wohl ein gutes Drehbuch. Er hat sich einfach viel zu sehr auf die Technik konzentriert.

In der 2D Version sind die Farben manchmal etwas blass und das Bild stellenweise leicht unscharf. Der Ton ist okay. Lobenswerterweise ist auch die 3D Version auf der Disk enthalten, aber auch hier ist das Bild nicht immer zu hundert Prozent scharf. Aber die Effekte sind sehr gut. Es wird weniger der Schwerpunkt auf die Effekte gelegt, die vermeintlich aus dem Bildschirm kommen, sondern es wird in die Tiefe gegangen. Und das ist nicht nur ein innovativer Ansatz (der bewusst auf Spektakel verzichtet) der prägend werden könnte. Denn hierdurch wird der Zuschauer ziemlich in die Handlung gezogen. Man bekommt den Eindruck wirklich dabei zu sein. Und wenn man die 2D Version ansieht, fallen diese Aufnahmen nicht störend auf, wie es häufig bei den anderen 3D-Effekten geschehen kann, wenn man sie in der normalen Version sieht. Als Extras gibt es Trailer und ein Making Of, das hauptsächlich Interviews mit dem Regisseur Takashi Shimizu beinhaltet und ist relativ wenig auf die Technik bezogen.

Ein schwaches Drehbuch, schlechtes Timing und durchschnittliche Darsteller verhageln einen Film mit guten Ansätzen. Einige sehr gute Szenen können den Film nicht retten, da er sich allzu sehr auf die Technik konzentriert. Die ist aber hervorragend.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film




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