Scar - DVD

DVD Start: 05.05.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 73 min

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Inhalt

Joan Burrows (Angela Bettis) geriet als Teenagerin in die Fänge des Psychopathen Bishop (Ben Cotton). Dieser gab seinen Opfern die perfide Wahl, entweder selbst zu Tode gefoltert zu werden oder dem Mord an einem weiteren Gefangenen zuzustimmen. Joan konnte sich damals befreien und tötete Bishop.

Seine Mordserie schien damit beendet und Joan wurde zu einer Lokal-Heldin. Verwunden hat sie dieses Trauma jedoch nie. 16 Jahre nach ihrer Tortur kehrt … Mehr »Joan nach Ovid zurück, um dabei zu sein, wenn ihre Nichte Olympia (Kirby Bliss Blanton) zur „Prom Queen“ gekürt wird. Kurz nach ihrer Ankunft beginnt erneut eine Serie von grausamen Morden. Wieder sind Teenager die Opfer, vor allem Freunde von Joans Nichte werden wahllos verschleppt und getötet. Zurück bleiben jeweils verstümmelte Leichen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Scar 3D

DVD und Blu-ray | Scar

DVD
Scar Scar
DVD Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 73 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Scar Scar
Blu-ray Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.
Scar (3D Version) Scar (3D Version)
Blu-ray Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.

DVD Kritik - Scar

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 3/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Vernarbte Seelen
„Scar“ ist eine Mischung aus „Saw“ und gefühlten tausend Filmen aus dem Slashergenre. Innovativ ist leider wenig an dem Film. Die Grundidee, der Modus Operandi des Killers, ist fies: er foltert zwei Personen und die erste, welche ihn auffordert die andere Person zu töten, überlebt. Pikant ist dabei natürlich, dass die Gefangenen Freunde oder Pärchen sind. Wen das auch an „Saw“ erinnert (wie weit bist Du bereit zu gehen, um zu überleben?) hat natürlich recht. Hier wäre gutes Konfliktpotential vorhanden gewesen, um die psychologischen Auswirkungen auf die Überlebenden oder in der Situation selber zu untersuchen. Leider wird dieser Aspekt völlig verschenkt und stattdessen Wert auf die Gewalt gelegt. Leider ist die DVD um etwa drei Minuten gekürzt gewesen, so dass auch das nicht zünden mag. Auch die Slasherelemente sind alles andere als originell und kauen nur typische Topoi wieder. Spannung will so nicht richtig aufkommen und man kann auch relativ schnell erraten, wer der Killer ist. Die Anfangsidee scheint nur gut zu sein: eine traumatisierte Frau, die einmal Opfer eines Serienkillers war, kommt zurück in ihren Heimatort und wird mit Morden konfrontiert. Das ist die Ausgangslage so gut wie aller Fortsetzungsfilme im Horrorfilmbereich. Seien es nun „Scream“, „Nightmare on Elm Street“ oder „Freitag der 13.“. Meist tauchen die Überlebenden des vorgehenden Teils im neuen auf und geben alsbald den Löffel und diverse Körperteile ab. Nur das „Scar“ keine Fortsetzung ist und wohl auch keine bekommen wird. Hoffentlich. Die Hauptdarstellerin Angela Bettis sieht ihrer traumatisierten Rolle gemäß auch ziemlich fertig und hager und abgemagert aus und macht vom Aussehen her das Trauma deutlich. Darstellerisch gelingt ihr das allerdings nicht sonderlich. Auch hier ist nur verschenktes Konfliktpotential zu konstatieren. Meist handeln die Figuren auch typisch für Horrorfilme und beweisen damit ziemliche Dummheit. Generell sind die Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Das jemand sich seiner Freundin sexuell verweigert (aus religiösen Gründen) ist zwar eine nette Idee, aber sie wird nur für eine einzige Idee benutzt. Und wieder ist Potential verschenkt. Das eine Figur im Irakkrieg gefoltert hat und nun darunter leidet ist eine Steilvorlage, das Thema des Filmes, also das perfide Spiel des Killers, mit gesellschaftlichen Entwicklungen der Bush-Ära gleichzusetzen. Der Folterfilm der letzten Jahre ist natürlich eine kulturelle Antwort auf die Ereignisse im Irak und in Afghanistan und auf die Aufhebung einiger Bürgerrechte in den USA. Aber auch hier wird das Potential verschenkt, da es nur in einem einzigen Satz erwähnt wird. Auch das Timing stimmt nicht. Häufig reagieren die Darsteller leicht zeitverzögert aufeinander. Ob das nun den Akteuren, dem Regisseur oder dem Cutter zuzuschreiben ist, ist schon ziemlich egal. Und das auch der Umgang mit Narben, wie es der Titel suggeriert, nicht behandelt wird, reiht sich mittlerweile ein in die lange Liste der verschenkten Potentiale.

Der Ton ist okay, aber nicht berauschend. Das Bild ist recht blass und hat keine sonderlich hohe Auflösung, wobei das auch der vorliegenden Vorabpressung geschuldet werden kann. Insofern ist die Aussage etwas mit Vorsicht zu genießen. Extras lagen hier auch keine vor, aber angekündigt sind eh nur Trailer.

Der Film ist ein einziges verschenktes Potential. Dem 08/15-Slasher fällt wirklich nichts Neues ein, obwohl mindestens vier Steilvorlagen für einen wirklich gelungenen Horrorfilm enthalten sind. Warum dieses lieblose Verschenktsein unbedingt im Kino als 3D laufen musste, ist dann auch noch das größte Rätsel.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment




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