Savages - Extended Version - DVD

DVD Start: 14.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 135 min

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Inhalt

Laguna Beach ist ein idyllisches Nest im kalifornischen Süden – eindeutig die richtige Umgebung für den Buddhisten Ben (Aaron Johnson), der sich die Nächstenliebe als Lebensmotto gewählt hat. Und die wirft sogar sehr lukrative Umsätze ab, denn Ben versorgt seine Mitmenschen mit dem besten Marihuana aller Zeiten. Mit seinem engsten Freund, dem Ex-Navy-SEAL und ehemaligen Söldner Chon (Taylor Kitsch), teilt Ben nicht nur die Gewinne, sondern buchstäblich alles – sogar die Liebe zu der atemberaubend schönen Ophelia (Blake Lively). Nichts steht dem Glück zu dritt im Wege ... bis Elena (Salma Hayek), die unbarmherzige Chefin des Baja-Kartells, ein Stück von Bens und Chons Kuchen fordert.

Für Elena gilt das „Angebot” als automatisch akzeptiert, denn Lado (Benicio Del Toro), ihr Mann fürs Grobe, vertritt ihre Wünsche mit unmissverständlichem Nachdruck. Womit die Mexikaner nicht rechnen: Ben und Chon halten unbeirrbar zusammen, und unterstützt werden sie – nicht ganz freiwillig – von einem korrupten Drogenagenten (John Travolta). Trotzdem scheint der Krieg gegen das Kartell völlig aussichtslos: Ein immer heftigerer Schlagabtausch aus trickreichen Finten und drastischen Manövern eskaliert in einem hemmungslos brutalen Psycho- Duell.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
D, GB, I, E, TR, NL, P, RO, EST, LT, LV
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Savages - Extended Version

DVD
Savages - Extended Version Savages - Extended Version
DVD Start:
14.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 135 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Savages - Extended Version Savages - Extended Version
Blu-ray Start:
14.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 141 min.

DVD Kritik - Savages - Extended Version

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Momentan ist die Regielegende Oliver Stone sehr aktiv. Nur recht kurze Zeit nach „Wall Street 2“ kam schon der nächste Film von dem Meister in die Kinos und nun auch auf DVD und BD: „Savages“. Betrachtet man den neuen Film, so wird deutlich, dass hier ein viel bissigerer Kommentar auf die Wirtschaftssituation der USA versteckt ist als in „Wall Street 2“. Im letzteren war das Thema zwar sehr viel deutlicher und in den Monologen und Dialogen war der Kommentar zu der Krise und deren Ursachen äußerst offensichtlich. Leider bekam der Film ein süßlich typisches Hollywoodhappyend, was dem ganzen Film einiges an Konfliktpotential raubte. In „Savages“ ist der Kommentar versteckt, denn hier steht die Handlung eines Drogenkrimis deutlich im Vordergrund. Aber allein schon die Herkunft der beiden Helden ist schon aufschlussreich. Der eine ist ein ehemaliger Soldat, der aus seinen Einsätzen in Afghanistan und Irak „ohne Seele“ und verroht zurückkommt. Der andere hat BWL studiert, weiß aber nicht womit er sein Geld verdienen soll, da ihm die Geschäftswelt zu unmenschlich ist. Beide ziehen äußerst erfolgreich einen Drogenring auf. Ihr Finanzberater war einmal Investmentbanker an der Wall Street und wäscht nun hauptberuflich das Drogengeld. Alle anderen Mitarbeiter haben eigentlich andere Berufe und können nur mit Hilfe des Drogenhandels über die Runden kommen. Diese Kernaussage ist bissiger in Bezug auf die Wirtschaftssituation der USA als „Wall Street 2“. Dazu passt das erste Gespräch als ein brutales mexikanisches Drogenkartell mit den beiden Jungunternehmern zusammenarbeiten will. Das Gespräch hätte in dieser Form ebenso in jeder Führungsetage eines Konzerns geführt werden können. Wenn etwa von Joint Venture die Rede ist, gibt es den schönen Kommentar eines der Helden, das dieser Begriff in punkto auf das Produkt Marihuana eine schöne doppeldeutige Bedeutung habe. Dieser Subtext zieht sich durch den ganzen Film und zeigt eine harte und brutale Welt, in der Gangster etwas von Managern haben und die vermeintlich rechtschaffenden Personen wie der Polizist und der Anwalt längst in der Kriminalität versumpft sind. Eine sehr große Stärke dieses spannenden und bisweilen recht harten Filmes besteht darin, dass wirklich jede Figur charakterisiert wird und jede der wesentlichen Rollen scharf konturiert ist. Hier gibt es keine Schablonen, sondern „wirkliche“ Menschen mit Ecken und Kanten. Die hervorragende Besetzung wie etwa Salma Hayek, Benicio del Toro und John Travolta tragen einen Großteil dazu bei. So kann Hayek ihrer brutalen Kartellchefin sehr viel Wärme und Kälte, Brutalität und Liebe verleihen. Auch Travolta spielt seinen moralisch zerrissenen Cop sehr gut und unaufdringlich. Und Benicio del Toro als unberechenbarer Killer ist wahrlich angsteinflößend. Aber auch die Jungdarsteller können überzeugen. Und Meisterregisseur Oliver Stone hat hier seinen typischen Stil eingesetzt, der hervorragend zur Story passt. So sind die Bilder häufig unruhig, ohne wackelig zu werden, was immer hervorragend zu der aufgewühlten Stimmung der jeweiligen Person passt und sehr oft sind die Perspektiven gekippt, was zu der aus den Fugen geratenen Welt passt. Zudem ist der Film einfach hervorragend geschnitten und die Montage ist immer gelungen. Und zuweilen wird die Handlung etwas ironisch gebrochen. So ertönt kurz vor der finalen Konfrontation ein musikalisches Thema was ebenso auch in einem Italowestern hätte vorkommen können. „Savages“ ist spannend, hart, aber auch manchmal etwas lang geraten. Stone nimmt sich Zeit für die Figuren und braucht diese auch, um zu zeigen wie dumm und naiv man in die moralische Grauzone geraten kann. Auch wenn einer der Helden noble Motive und Ideale hat, so ist die Geschäftswelt ein Dschungel. Sie ist wild und wirft jeden Beteiligten auf das ursprüngliche zurück und weckt die niedersten Instinkte. So werden Geschäftsleute, egal ob Verbrecher oder vermeintlich ehrliche Leute, zu Wilden, eben „Savages“.

Das Bild und der Ton sind erstklassig. Leider gibt es abgesehen von einer sehr kleinen Trailershow keinerlei Extras. Was erstaunt und ziemlich enttäuscht. Zumindest ein Audiokommentar vom Regisseur Oliver Stone wäre erfreulich gewesen.

Ein starker und bissiger Kommentar zu der Wirtschaftskrise wird in einem Drogenkrimi verarbeitet. Hervorragend geschnitten, stark gefilmt, sehr gut gespielt, hart, spannend und intelligent. Oliver Stone hat mal wieder einen sehr großen Wurf getan.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures