Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics - DVD

DVD Start: 16.09.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 87 min

Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Inspektor Kondo (Mikio NARITA) traut seinen Augen kaum: Die berüchtigte Gefängnisinsassin Sasori (Meiko KAJI) sitzt ihm in der U-Bahn gegenüber. Doch die Festnahme misslingt. Der ehrgeizige Inspektor setzt nun alles daran, Sasori zur Strecke zu bringen. Bald sind die Mauern Tokios voll von Suchplakaten, Polizeipatrouillen durchkämmen die Stadt. Sasori findet Zuflucht bei der Prostituierten Yuki (Yayoi WATANABE), doch beide geraten in die Fänge der grausamen Unterweltlady Tanida (Takashi FUJIKI), die junge Frauen zu ihrem Vergnügen foltert. Auch wenn sie selbst vom Gesetz gejagt wird, lässt Sasori das nicht ungesühnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD
Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics
DVD Start:
16.09.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Sasori Vol. 3 - Den of the Beast (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Neuauflage des Klassikers
Die „Sasori“-Reihe ist ein moderner Klassiker des japanischen Kinos und für Asienfans unverzichtbar. Aber auch alle Actionfreunde und Horrorfans können unbesorgt einen Blick hinein werfen. In der Reihe „Nippon Classics“ wird nun auch der dritte Teil „Den of the Beast“ als Einzeldisk veröffentlicht. In mancher Hinsicht ist hier aber schon der Niedergang der Serie festzustellen. Hauptdarstellerin Meiko Kaji sollte nur noch im vierten Teil mitspielen und gab für den fünften Teil die Rolle ab, was dann für die Serie das Aus bedeuten sollte. Zu charismatisch ist Kaji als das sie einfach ersetzt werden könnte. Kaum eine Frau kann Stärke, Würde und Hass inmitten von Folter und Gewalt ausdrücken. Ganz im Sinne eines Dirty Harry und eines Terminators braucht sie kaum Worte, sondern ihr genügt ein Blick, um alle Emotionen auszudrücken. Aber hier lächelt sie sogar einmal! Waren die ersten beiden Filme noch eine versteckte Kritik am Chauvinismus der japanischen Gesellschaft, wenngleich immer sehr zwiespältig, so ist der dritte Teil zu einem reinen Spektakel geworden. Die Kernbotschaft, das Thema der Reihe, wird zwar nicht vernachlässigt, aber angesichts des ganzen Sadismus, der Folter und Vergewaltigungen, was bisweilen sehr splatterartig ausfällt, geht das etwas unter. Die Hauptleidenden sind immer noch die Frauen, die von Männern ausgenutzt, gedemütigt, verachtet und gequält werden. Sasori ist in diesem Film ausnahmsweise nicht im Gefängnis (woraus sie am Ende des zweiten Films fliehen konnte), sondern als Gejagte in Freiheit. Durch die Bekanntschaft mit einer Prostituierten bekommt Sasori es hier mit einer Bande von Zuhältern zu tun. Zu Beginn des Filmes ist das einzige Ziel von Sasori mit allen Mitteln frei zu bleiben. Erst nach einiger Zeit entschließt sie sich einzugreifen. Nach einer erzwungenen Abtreibung des Kindes einer Prostituierten fühlt sie sich an ihr eigenes Schicksal erinnert. In einer starken symbolischen Geste führt sie ein Skalpell über ihre Augen. Sie ist nicht mehr bereit, sich das anzusehen und es somit hinzunehmen. Der Rachfeldzug beginnt. Und das nicht gerade zimperlich. Die Tonart des Filmes wird schon in der ersten Szene deutlich gemacht, wenn ein Arm abgehackt wird. Die Bildsprache des Filmes ist denn auch viel mehr einem Horrorfilm entlehnt als einem Thriller. Auf einem Friedhof bei beginnendem Regen, versucht Sasori ihre Handschellen loszuwerden. Bei einer spannenden Szene setzt ein Gewitter ein und auch die meisten Morde sind Zitate aus dem Horrorgenre. Alfred Hitchcock hat hier manchmal deutlich Pate gestanden, aber auch „Der dritte Mann“ wird ausführlich zitiert. Leider ist der Film nicht immer sehr logisch. Das etwa ein einarmiger Polizist im Dienst behalten wird, ist recht unwahrscheinlich. Und das Sasori als gejagte Schwerverbrecherin unter falschem Namen freiwillig in ein Gefängnis geht, um ihre Rache zu vollenden, ist lachhaft und unglaubwürdig. Dennoch hat der Film einige sehr starke Szenen. Gerade diejenigen, die in der Kanalisation spielen, sind sehr beeindruckend. Und Meiko Kaji ist wie immer sehr eindrucksvoll. Ideologisch ist der Film allerdings bedenklicher als die vorhergehenden Filme, da die Aussagen etwas in der Gewalt untergehen. Aber für Fans ist er eh unverzichtbar.

Der Ton ist sehr gut, das Bild schwankt in zwei Passagen etwas. Neben einem Trailer und einer Bildergalerie gibt es noch ein sehr interessantes Interview mit dem Regisseur.

So ganz kann der dritte Teil nicht mehr mit den anderen zwei Filmen der Reihe mithalten. Vordergründig eine simple Rachestory, wobei die Aussagen durch Gewaltexzesse verwässert werden, kann er aber doch einige sehr beeindruckende und nachhaltige Szenen aufweisen und Meiko Kaji ist die Zeit allemal wert.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Rapid Eye Movies