Sanitarium - Anstalt des Grauens - DVD

DVD Start: 24.03.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 108 min

Sanitarium - Anstalt des Grauens DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Dr. Stenson ist der Oberarzt einer psychiatrischen Klinik und in seiner Anstalt leben unter anderem der Künstler Gustav (John Clover), der junge Schüler Steven (David Mazouz) und der Professor James Silo (Diamond Phillips). In drei separaten Episoden werden ihre Geschichten erzählt. Gustav hat lange an der Perfektionierung seiner Handpuppen gearbeitet, die er nun für viel Geld verkaufen soll. Doch möchte er sich nicht so Recht von seinen Werken trennen und dann beginnen die Puppen auch noch zu ihm zu sprechen. Steven wurde von seinem Vater missbraucht und fürchtet sich seitdem vor jeder Form von Nähe. Während seine Klassenlehrerin Ms. Lorne (Lacey Chabertz) ihm helfen möchte, bildet er sich selbst ein furchteinflößendes Monster ein, das ihm überall hin folgt und ihn vor Schaden beschützen will. Professor Silo ist hingegen von dem durch die Mayas prophezeiten Ende der Welt überzeugt und hat sich einen Schutzbunker im Garten bauen lassen, in dem er sich verschanzt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Maritim Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Sanitarium - Anstalt des Grauens

DVD
Sanitarium - Anstalt des Grauens Sanitarium - Anstalt des Grauens
DVD Start:
24.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sanitarium - Anstalt des Grauens Sanitarium - Anstalt des Grauens
Blu-ray Start:
24.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 113 min.

DVD Kritik - Sanitarium - Anstalt des Grauens

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Wahn und Sinn - Episodenfilme sind natürlich Geschmackssache. Als Kurzgeschichte funktioniert Horror immer recht gut, bei einem talentierten Autor jedenfalls, und in Form einer Fernsehserie durchaus auch, da so einzig das Format übertragen worden ist, aber Episodenfilme sind eine kleine abweichende Form davon. Das Prinzip der Kurzgeschichte ist natürlich beibehalten, aber selten gibt es einen funktionierenden Überbau und von der Gesamtform her ist das manchmal unbefriedigend, da alles zusammen einen Spielfilm ergeben soll. „Sanitarium“ bemüht sich gar nicht, einen verbindenden Handlungsstrang zu finden, der meist darin besteht, das sich eine Gruppe von Leuten Geschichten erzählen, kann aber insofern eine inhaltliche Klammer bilden, da sich alle drei erzählten Schicksale unter dem Begriff Wahnsinn zusammenfassen lassen. Alle drei Hauptfiguren sind Patienten eines Sanatoriums und im Folgenden wird jeweils deren Geschichte erzählt. Es bleibt nicht aus, dass so der Film in drei Teile zerfällt, aber immerhin haben sie ja ein gemeinsames Thema. Im Gegensatz zu sonstigen Episodenfilmen bekommen hier die Charaktere viel Raum und es zählt nicht einfach nur der Endtwist. Es geht ja schließlich um den Wahnsinn der Protagonisten und so ist es essentiell, einen tiefen Blick in die Figuren zu werfen. Somit steht deren Perspektive im Mittelpunkt und es ist sehr geschickt gemacht, das man als Zuschauer auch irgendwann nicht mehr zu unterscheiden vermag, was Wahn und was Realität ist. Sind die wahrgenommenen Aspekte der Personen nun wirklich Trugbilder, Spiegelungen eines kranken Geistes? Oder sind sie Übernatürlich und somit in einer gewissen Form real? Aber mit dem Wahnsinn verhält es sich wie mit Verschwörungstheorien: es klingt alles sehr logisch und griffig. Erst wenn man nachbohrt, recherchiert, zerfällt alles. Schön ist das in der letzten Episode zu sehen, wo eben jemand meint, das die Welt untergegangen ist und alles vorhandene ihm nur vorgespiegelt wird. Gerade hier kann man als Zuschauer nicht sicher sein, ob er nicht doch Recht hat. Genau wie in der ersten Episode, bei der man nicht sagen kann, ob die Puppen ein Eigenleben haben oder deren Stimmen nur in der Fantasie des Patienten vorkommen. Das wird konsequent in allen drei Strängen durchgezogen. Als Zuschauer bekommt man wenig Anhaltspunkte, was nun stimmt und so wächst das Unbehagen und man ist gebannt wie es ausgehen mag. Malcom McDowell („Clockwork Orange“) und Robert Englund (Freddy Krueger aus den „Nightmare on Elm Street“-Filmen) sind hier als darstellerische Würze zu sehen, wobei die Darsteller für eine kleine Produktion durchaus sehenswert sind. Glücklicherweise spielen sie recht zurückhaltend und enthalten sich eines hier naheliegenden, oder besser: verlockenden, overactings. Diese auf einen Realismus bezogene Zurückhaltung verstärkt das Unbehagen und so schauert es einen durchaus. Man fühlt sich durchaus versucht einiges zu hinterfragen.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind gut, aber leider gibt es als Extra nur den Originaltrailer.


Fazit:
In diesem Episodenfilm wird geschickt mit den Grenzen von Wahn und Realität gespielt, da die Perspektive der Patienten eingenommen wird. Das erzeugt ein permanentes Unbehagen und die Hinterfragung mancher Ereignisse.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Maritim Pictures