Samurai Princess - DVD

DVD Start: 14.03.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 82 min

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Inhalt

Das neueste Werk der Macher von Tokyo Gore Police. In einer fiktiven Welt, in der Samurai mit technischen Mitteln ausgestattet sind, erschafft ein Wissenschaftler aus diversen Menschenteilen neue Kampfmaschinen. Als zwei seiner Kreaturen eine Gruppe von Frauen töten, formt er aus deren Überresten die ultimative Waffe. Doch die in einem Körper vereinten elf Seelen wollen Rache und lassen die im Körper integrierten Waffen effektvoll zum Zuge kommen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Samurai Princess

DVD
Samurai Princess Samurai Princess
DVD Start:
14.03.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Samurai Princess

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Trash zwischen Tradition und Moderne - „Samurai Princess“ ist eine Mangaverfilmung und zeigt wieder mal wie durchgeknallt das asiatische Kino sein kann. Schließlich kommen aus dem Inselstaat nicht nur künstlerisch hochwertige Filme und hervorragende Genrevertreter, sondern auch Machwerke, die einen Großteil des Publikums ziemlich ratlos und bisweilen angeekelt zurücklassen. Hier sei als Beispiel nur der Regisseur Takashi Miike erwähnt, der nicht nur von der Kritik hochgelobte (und dennoch brutale) Filme wie „Audition“ dreht, sondern auch so obskure Schlachtplatten wie „Fudoh“. Natürlich muss man dann ein gewisses Faible für solche Filme haben und sich darauf einlassen können. Natürlich ist das Trash. Aber der besten Sorte, denn die Filmemacher wollen dann nichts anderes machen und sich einfach austoben und Spaß verbreiten. Oftmals haben die Stories dann nicht den Hauch einer Chance oder dienen nur als ein grobes Gerüst. Wobei „Samurai Princess“ hierfür ein gutes Beispiel ist. Denn eine Geschichte oder gar eine Dramaturgie ist hier so gut wie überhaupt nicht vorhanden. Worum geht es? Es werden Cyborgs illegal hergestellt und als eine Gruppe von Mädchen überfallen, vergewaltigt und ermordet wird, lässt sich die einzige Überlebende körperlich verbessern, um Rache üben zu können. Dann streift sie durch einen Wald und tötet alle üblen Gesellen, verliebt sich und wird von Polizisten gejagt. Das war es auch schon. Also liegt nur ein Grundgerüst vor, was nicht überzeugt, aber immerhin den Hauch einer Story beinhaltet. Vor allem die Grimassen der Darsteller können zudem sehr gewöhnungsbedürftig ausfallen. Was mit der Kultur zu tun hat. Die Japaner sind immer recht reserviert und zurückhaltend und können aufgrund der Kultur und der Tradition selten aus sich herausgehen. Wenn sie es tun, dann aber sehr exaltiert. So lässt es sich erklären, dass hier Grimassen geschnitten werden und die Darsteller versuchen mit ihren Zungenbewegungen den Bassisten der Band „Kiss“ zu übertrumpfen. Was bisweilen etwas nerven kann und nicht jedermanns Sache sein dürfte. Aber der Film ist herrlich verrückt und kann mit einigen guten Ideen aufwarten, die Fans von Filmen wie „Tokyo Gore Police“ ansprechen dürfte. Leider sorgt die mangelnde Story für einige Durchhänger und der Film ist eindeutig auf den Effekt und auf die Action ausgelegt. Auf eine interessante Art und Weise spiegelt der Film ein generelles kulturelles Unbehagen oder zumindest einen Konflikt wieder. Seit Jahrzehnten ist Japan zerrissen zwischen der Tradition und der Moderne. Dieser Film zeigt das ganz gut auf, da die Kleidung, das Setting und die Schwertkämpfe in das feudale Japan passen, aber die Action und die meisten Waffen in das Science-Fiction-Genre gehören. Dass die meisten Figuren Cyborgs sind, passt da natürlich zu. Indem die Figuren eine Mischung aus Kimono und Moderne wie etwa Turnschuhe tragen und sowohl mit ihren kybernetischen Körperteilen als auch mit Schwertern kämpfen ist nicht nur eine Verknüpfung der beiden beliebtesten Genres in Japan, sondern auch eine schöne Verdeutlichung des generellen Konfliktes. Wobei es inhaltlich nicht thematisiert wird. Generell ist eine Story ja nicht vorhanden und somit bleiben einem auch die Charaktere fern. Aber allein schon gegen Ende gibt es eine schöne verrückte Idee wenn ein überdimensionaler Penis die Geisterarme von vergewaltigten Frauen abschlägt und sie somit kastriert und wieder vergewaltigt. Aber an solchen Ideen muss man schon Gefallen finden, um einen solchen verrückten Film sich zu Gemüte zu führen. Insgesamt ist er also durchaus etwas für die Freunde des Trash, wenngleich er nicht an die Genreklassiker heranreichen kann. Dafür wirkt alles etwas zu beliebig.

Der Ton und das Bild sind gut, aber nicht überwältigend. Als Extras gibt es nur den Trailer und eine Bildergalerie.

Mal wieder ein Film für die Freunde des japanischen Trash. Voller Gewalt, verrückter und geschmackloser Ideen, die aber durchaus amüsant sind. Leider ist eine Story nur rudimentär vorhanden, so dass einem die Charaktere nicht näher kommen und alles etwas beliebig wirkt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © KNM Home Entertainment