Saint - DVD

DVD Start: 25.11.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

Nikolaus ist ein in Ungnade gefallener Bischof. Im Mittelalter reist er mit einer Bande von Räubern und Dieben durch die Lande, mit denen er vergewaltigt, plündert und mordet. Schließlich nehmen Dorfbewohner das Gesetz in die eigene Hand: Sie verbrennen das Schiff, mit dem Nikolaus auf Reisen geht, und bringen so den blutdürstigen Bischof mitsamt seinen Spießgesellen um. Im Augenblick seines Todes schwört der gefallene Geistliche furchtbare Rache.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Entertainment One
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Niederländisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of, Trailer

DVD und Blu-ray | Saint

DVD
Saint Saint
DVD Start:
25.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Saint Saint
Blu-ray Start:
25.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

DVD Kritik - Saint

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Unheiliger Mann
Der holländische Starregisseur Dick Maas („Verfluchtes Amsterdam“, „Die Flodder“, „Fahrstuhl des Grauens“) nimmt sich eines Heiligtums der Niederländer an und verkehrt dieses in das Gegenteil. Kein Wunder also, dass der Film in Holland durchaus kontrovers gesehen worden ist. Der Nikolaus hat in Holland eine sehr viel größere Bedeutung als vergleichsweise in Deutschland. Am Vorabend, also am 5. Dezember werden nicht nur wie in Deutschland Stiefel rausgestellt, sondern der Abend wird um einiges mehr zelebriert und ähnelt viel mehr unserem Heilig Abend. Es wird einander beschenkt und Gedichte geschrieben und auch Kollegen und Nachbarn bekommen Gaben. In diesem Film nun, bekommen die Feiernden aber nicht so netten Sachen wie Geschenke und der Schnee färbt sich blutrot. Bekanntlich war die historische Vorlage für den Nikolaus der Bischof von Smyrna, der die Armen und vor allem die Kinder beschenkte. Daraufhin wurde er heiliggesprochen und wurde als Nikolaus unsterblich. Der Film geht nun von einer umgedrehten Situation aus. Der Bischof ist abtrünnig und zieht mit einer Mörderbande, gewalttätige Ruprechts, durch die Lande. Wer ihnen nicht etwas zu trinken, essen und Geld vor die Tür stellt, wird umgebracht. Eines Abends wehren sich Dorfbewohner und töten den unheiligen Mann mit seiner Mörderbande. Doch in Horrorfilmen ist das ja nie das Ende und so schwört der Sterbende Rache und kommt an jedem Nikolausabend, an dem Vollmond ist, zurück auf die Erde und nimmt unartige Kinder mit sich und tötet alle, die ihm über den Weg laufen. Soweit die interessante und gelungene Grundidee, welche auch nicht-Holländern einen schönen Blick in ein besonderes Brauchtum bietet. Die Ansichten des winterlichen Amsterdams sind natürlich ein weiterer Grund für den Film. Die Idee, dass die Kirche die Schandtaten des originalen Bischofs verdeckt und der Kommerz endgültig die christlichen und historischen Ursprünge verschleiert, ist aktuell wie nie. Oftmals hatte die Kirche in Zeiten der Christianisierung sich heidnische Feste einverleibt, um den Übergang zum Christentum zu erleichtern. Nicht zufällig fällt Heiligabend auf die Wintersonnendwende. Und die allseits beklagte Kommerzialisierung von Weihnachten ist nun wahrlich nicht neu, aber hier immerhin schön bebildert. Generell lebt der Film von seiner Stimmung und den gelungenen Bildern. Blut und Humor machen den Streifen zu einem selbstironischen Vergnügen, das für sehr kurzweilige Unterhaltung sorgt. Nur das Ende hat einen leichten Rattenschwanz und zieht sich überflüssigerweise etwas in die Länge. Und auch wenn Zombiehorden unter einer Führung nicht so wahnsinnig neu sind und etwas an „The Fog“ erinnern, so sind doch der schwarze Humor und die Spannung äußerst gelungen. Gerade für die Feiertage ist das ein perfekter Horrorspaß.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Neben einem Trailer gibt es auch noch ein Making-Of, das zwar Werbung ist, aber auch amüsant und interessant ist. Etwa das Interview mit dem Star Huub Stapel.

Ein Horrorfilm mit einem Slasher und Zombies, welcher ein kurzweiliges Vergnügen nicht nur für Feiertage sein dürfte. Blut und Humor im Verbund mit stimmungsvollen Bildern sorgen mit vielen guten Ideen zwar für keinen Meilenstein, aber für einen Film mit hohem Kultstatus.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Entertainment One