SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - DVD

DVD Start: 26.04.2013
FSK: ab 6 - Laufzeit: 95 min

SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Beschleunigung und Effizienzsteigerung sind in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die dominierenden Ziele geworden. Doch wer oder was treibt die Beschleunigung an? Und wo ist die Zeit geblieben, die wir in den letzten Jahrzehnten durch immer ausgeklügeltere Technologien und Effizienzmodelle gespart haben? Der Film macht sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit und lernt die wahren Rebellen von heute kennen: Menschen, die für sich die Langsamkeit wiederentdeckt haben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit Florian Opitz und Hartmut Rosa, zusätzliche Szenen, Filmmusik als mp3

DVD und Blu-ray | SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

DVD
SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
DVD Start:
26.04.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - SPEED - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Seit der Industrialisierung beschleunigt sich das Leben durch fortschreitende Entwicklungen immer mehr. Spätestens seit der umfassenden Digitalisierung aller Bereiche, besitzt der Mensch eine Unmenge an Möglichkeiten, die er alle gar nicht wahrnehmen kann. So entwickelt sich bei vielen Menschen, der Wunsch nach Entschleunigung. So auch bei dem Dokumentarfilmer Florian Opitz, dessen Leben in den letzten Jahren immer hektischer wurde. Mit „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (DE, 2012) nimmt er den Zuschauer auf eine Suche nach Antworten mit.

Das Leben des Regisseur Florian Opitz hat nach seinem ersten Dokumentarfilm „Der große Ausverkauf“ (2007) an Fahrt aufgenommen. Er gründete eine Familie, hat einen fordernden Job und steht ständig unter Strom. Zum sich Zeit nehmen, wie zum gemeinsamen Spielen mit seinem Sohn und zum Entspannen, kommt er nicht mehr. Auf Grundlage dieser subjektiven Eindrücke und dem Wissen, dass es ihm nicht allein so geht, macht er sich auf die Suche, um herauszufinden, ob es einen Ausweg aus dem Hamsterrad gibt. Dabei unterteilt er den Dokumentarfilm in drei Kapitel. Im ersten Abschnitt besucht er ein teures sowie auch sinnloses Zeitmanagement-Seminar. Er unterhält sich mit einem Burnout - Experten, einem Zeitforscher und einem Redakteur, der eine zeitlang komplett ohne Internet und Handy gelebt hat. Im zweiten Kapitel beschäftigt er sich mit der Welt der Beschleuniger. Er redet dafür mit einer Unternehmensberaterin, einem Soziologen und mit Personen, die in der Finanzbranche tätig sind. Im dritten Teil besucht er in verschiedenen Ländern Aussteiger aus der Welt des zweiten Kapitels. Er interviewt einen ehemaligen Investmentbanker, der jetzt Almwirt geworden ist. Er bereist Butan, ein Land, dass in seinen Gesetzen das Bruttonationalglück festegelegt hat. Und er besucht einen Mann, der ein Entschleunigungsprojekt in Chile zum Leben erweckt hat.

Die Dokumentation setzt sich aus Interviews und filmischen Impressionen zusammen. Opitz und sein Kameramann Andy Lehmann finden anschauliche und schöne Bilder, die gut die einzelnen Abschnitte untermalen. Inhaltlich werden einige Themen angesprochen, die dem Zuschauer bereits bekannt sind. Andere Aspekte dagegen sind neu und können zum Nachdenken anregen. In die einzelnen Thematiken und Gesprächsstoffe taucht Opitz dabei nicht allzu tief ein. Einen Einblick in die Vielfältigkeit des Themas zu vermitteln, stand vermutlich im Vordergrund. Obwohl der Film aus einer subjektiven Sicht erzählt wird, wird dem Zuschauer deutlich gemacht, dass der Prozess der Beschleunigung die ganze Gesellschaft und jeden im Einzelnen betrifft. Seine Anliegen zu vermitteln, gelingt dem Regisseur und durch die Vielzahl von Themen kommt beim Betrachter niemals Langeweile auf. Am Ende des Films kann Opitz zwar mit keinen Lösungen aufwarten, aber hat es geschafft, den Betrachter sein eigenes Leben reflektieren zu lassen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist erwartungsgemäß gut. Die Bonusausstattung ist umfangreich. Mit fast 70 Minuten Laufzeit, werden die Interviews aus dem Film in ausführlicher Version mit mehr Informationen gezeigt. Zudem besitzt die DVD noch einen Trailer zum Film, ein 10-minütiges Interview mit dem Regisseur und die Filmmusik ist als MP3-Dateien auf der Disk vorhanden.

Fazit: „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist ein interessanter Dokumentarfilm, der den Zuschauer über die Be- und Entschleunigung des heutigen Lebens nachdenken lässt. Mit seiner subjektiven Sichtweise und den verschiedenen Ansätzen erscheint der Film nie langweilig und stellt somit auch keine Zeitverschwendung dar.

by Doreen Matthei
Bilder © Lighthouse Home Entertainment