Runaway Girl - DVD

DVD Start: 01.08.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Es sind die 1970er Jahre: Die junge Luli McMullen reißt nach ihrem missratenen 13. Geburtstag aus ihrem Elternhaus in einem kleinen Dorf in Nebraska aus. Angespornt von einem Bericht im Fernsehen versucht das Mädchen in die Stadt zu trampen die niemals schläft - Las Vegas. Hier will Luli einen reichen Mann finden, um endlich ein unbeschwertes Leben weit weg von ihren Problemen und ihren alkoholabhängigen Eltern führen zu können. In ihrem Gepäck findet sich neben ein wenig Kleingeld und Kleidung auch ihr letztes Geburtstagsgeschenk – ein 45er Smith & Wesson Revolver. Auf ihrem Trip trifft sie neben verschrobenen Outsidern auch auf den gewaltbereiten Cowboy Eddie und die kokainsüchtige Glenda, die sie auf ihrer Reise ein Stück weit begleiten und ihr weiteres Leben dramatisch verändern sollen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Runaway Girl

DVD
Runaway Girl Runaway Girl
DVD Start:
01.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Runaway Girl Runaway Girl
Blu-ray Start:
01.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Runaway Girl

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Erwachsen auf der Straße - Der Regisseur Derick Martini hat mit „Runaway Girl“ einen Roman der Schriftstellerin Andrea Portes verfilmt. Portes konnte mit ihrem Debüt einen Erfolg verbuchen. Und es ist mehr als wahrscheinlich, dass ein Roman für dieses Thema sehr viel passender ist als ein Film. Es wird die Geschichte eines dreizehnjährigen Mädchens, Luli, erzählt, welches vor ihrer dysfunktionalen Familie davonrennt und ihr Glück in Las Vegas suchen will. Auf ihrem Weg dahin begegnet sie vielen anderen Menschen, von denen einige nicht gerade freundliche Zeitgenossen sind. Das, was sie sich in ihrer, von Filmen geprägten, Fantasie ausgemalt hat, wird zu einer Wirklichkeit, die teilweise sehr erschreckend ist. Da steht sie in der Pose von Robert de Niro mit einer Waffe vor dem Spiegel wie ihr Vorbild einst in „Taxi Driver“, zitiert aber im Dialog Clint Eastwood in „Dirty Harry“. Aber die Realität, wenn jemand eine Waffe in der Hand hat, ist erschreckend und beileibe nicht cool. Luli hat nur ihre Träume und ansonsten fühlt sie sich verloren. Ihre versoffenen Eltern feiern Lulis Geburtstag in einer Kneipe und inmitten von Alkoholikern und dem Schmutz wird sie zum Teenager. Ihre Flucht zeigt ihr allerdings auf, dass auch mögliche Ersatzeltern nicht gerade ideal sind. Sie gerät an einen Psychopathen und damit in Lebensgefahr. Da droht am Ende eine bittere Lektion aufzuscheinen in dem Sinne, dass es zu Hause zwar fürchterlich ist, aber woanders noch schlechter. Doch diese fatalistische Sichtweise wird zum Glück aufgebrochen, bevor es einen üblen Nachgeschmack bekommen kann. Für ein Road Movie ist die Anzahl der Charaktere erstaunlich überschaubar. Und hier bekommt man einen Verdacht, wie diese Adaption auf vieles verzichten musste. In einem Roman hat man sehr viel mehr gestalterische Möglichkeiten, was das Innenleben von Figuren und deren Entwicklung betrifft. Zudem kann in einem Roman sehr viel leichter ein Panorama geschaffen werden. Wohingegen ein Film, der nur eine begrenzte Laufzeit haben kann, hier darunter leidet. Denn der Film kann sich nicht so recht entscheiden, was er sein will. Was in einem Roman durch die Charaktere verbunden wird, droht den Film zu zerreißen. Da hat man ein Drama, eine Komödie, Sozialkritik, eine Coming of Age Geschichte und einen Thriller. Aber irgendwie zerfasert alles und will nicht wirklich zusammenpassen. Immerhin wurden sehr gute Darsteller gefunden. Chloe Grace Moretz („Dark Shadows“) kann die junge Heldin sehr glaubhaft verkörpern. Ihre Mischung aus Reife und Jugend überzeugt und kann den Film tragen. Eddie Redmayne ist sowohl sympathisch als auch beängstigend und auch Blake Lively kann die Ambivalenz der Figur gut verkörpern. Das Sahnehäubchen sind dann die Gastauftritte von Alec Baldwin und Juliette Lewis. Da ist es dann besonders schade, dass der Film von allem etwas besitzt und keine klare Linie hat. Das verhindert auch die innere Logik. So sind manche Entscheidungen der Figuren und deren charakterliche Entwicklungen nicht nachvollziehbar. So ist der Film wie manchmal die Heldin: etwas zickig.

Der Ton und das Bild sind okay, könnten aber beide etwas besser sein. Abgesehen von dem Originaltrailer und einer kleinen Trailershow gibt es leider keinerlei Extras.

Viele gute Ansätze, aber leider keine klare Linie, da der Film sich nicht immer entscheiden kann, was er eigentlich sein will. Zu viele Zutaten verhindern eine gelungene Literaturverfilmung, aber immerhin ist er gut gespielt und durchaus spannend.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm Entertainment