Ruf der Wildnis - DVD

DVD Start: 06.08.2020
FSK: ab 6 - Laufzeit: 95 min

Ruf der Wildnis DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Während des Goldrauschs der 1860er Jahre im kanadischen Yukon am Fluss Klondike waren Schlittenhunde sehr begehrt. Und Buck ist ein ganz besonderes Exemplar. So beginnt die Geschichte auf einer Ranch im kalifornischen Santa Clara Valley, als Buck aus seinem Zuhause gestohlen und als Schlittenhund in Alaska in den Dienst gestellt wird. In der rauen Umgebung wird Buck zunehmen wilder. Dort muss er kämpfen, um zu überleben und andere Hunde zu dominieren. Schließlich wirft er den Mantel der Zivilisation ab, verlässt sich auf seine Urinstinkte und gelernte Erfahrungen, um sich als ein Führer in der freien Wildbahn zu behaupten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen

Video on demand - Ruf der Wildnis

DVD und Blu-ray | Ruf der Wildnis

DVD
Ruf der Wildnis Ruf der Wildnis
DVD Start:
06.08.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Ruf der Wildnis Ruf der Wildnis
Blu-ray Start:
06.08.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Ruf der Wildnis

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Buck ist durch seine Größe und Tollpatschigkeit ein schwieriger Hund. Als er jedoch von seinem Besitzer nach draußen geschickt wird, nachdem er Feierlichkeiten gestört hat, wird er von Hundedieben gefangen und nach Yukon verschifft. Dort wird er als Schlittenhund gekauft und bereist mit Perrault (Omar Sy) die Postroute in Nordamerika. Er lernt an einem Stopp den vereinsamten John Thronton (Harrison Ford) kennen und erlebt mit ihm ein noch größeres Abenteuer.

Harrison Ford in Ruf der Wildnis
Harrison Ford in Ruf der Wildnis © Disney
„Ruf der Wildnis“ ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jack London aus dem Jahr 1903. Der Roman ist recht brutal und orientiert sich eher an ein älteres Publikum, der Film jedoch ist für Kinder. Man wird also relativ schnell merken, ob dieser Film dem eigenen Geschmack entspricht oder nicht. Nichtdestotrotz sollte man seine Erwartungshaltung ordentlich runterschrauben. In der Theorie klingt der Film jedoch interessant: Buck wurde von seinem Besitzer verstoßen und reist daraufhin quer durch Nordamerika. Er wird von Perrault gekauft und arbeitet von nun an als Schlittenhund. Da er harte Arbeit nicht gewöhnt ist, fällt diese ihm schwer. Es entsteht eine Konkurrenz mit dem Rudelführer, sodass es oftmals Konflikte gibt. Da die Postroute allerdings geschlossen wird, wird Buck weitergegeben. Letztendlich lande er bei dem alten John, welcher in Flüssen des Yukon nach Gold suchen möchte. Sie begeben sich gemeinsam auf diese abenteuerliche Reise und Buck ist erstmals frei von irgendwelchen Zwängen und kann sein Leben genießen.

Der Fokus des Films liegt auf Buck. Es gibt kaum Szene ohne ihn. John wird zwar auch am Anfang etabliert, bekommt aber erst in der zweiten Hälfte Spielzeit. Er ist sogar noch ein halbwegs interessanter Charakter, der Rest ist sehr austauschbar. Es gibt zwar auch einen Antagonisten, seine Motive sind allerdings furchtbar eindimensional und kaum der Rede wert. Da Buck nicht sprechen kann, entsteht sehr viel Humor durch seine Körperhaltung und sein Handeln. Diese Witze funktionieren allerdings so gut wie gar nicht. Am Anfang entstehen zwar noch ein paar Lacher durch seine Tollpatschigkeit, das wird aber recht schnell ausgelutscht. Generell hat der Film keine wirklich spannende Handlung zu bieten. Buck läuft ziemlich viel, hat kaum eigene Motive und wirkt wie ein Kleinkind. Zum Ende hin entwickelt er sich zwar, dann ist es aber auch schon zu spät.

Cara Gee in Ruf der Wildnis
Cara Gee in Ruf der Wildnis © Disney
Der Film hat zwar einige dramaturgische Schwächen, es gibt aber auch einige schöne Momente und Thematiken. Ganz allgemein gesehen ist der Film eine Metapher für die Freiheit von Lebewesen. Im Film ist das natürlich auf Buck bezogen, kann aber auch auf Menschen übertragen werden. Generell steht im Film auch die Freundschaft im Fokus. Buck und John harmonieren perfekt miteinander. Viele Szenen mit den beiden gemeinsam machen sehr viel Spaß. Leider sind diese Momente eher rar. Ganz oft lässt die langweilige Atmosphäre und die sehr konstruierte Erzählung keine wirkliche Spannung aufbauen. Der Film zieht sich mit einer Laufzeit von 95 Minuten an einigen Stellen gewaltig. Außerdem sind die Animationen in manchen Szenen sehr gewöhnungsbedürftig. Man gewöhnt sich zwar irgendwann dran, der fade Beigeschmack bleibt allerdings.

Für den Regisseur Chris Sanders („Drachenzähmen leicht gemacht“/„Lilo & Stitch“) ist das sein erster nicht-Animationsfilm. Er weiß zwar, wie er Kinder emotional bewegen kann, es scheitert aber noch an der Dramaturgie von Realfilmen. Der Film hat einen sehr hochkarätigen Cast, wie Harrison Ford („Star Wars“-Filme/„Indiana Jones“-Filme), Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“/„Jurassic World“) und Karen Gillen („MCU“-Filme), doch sie wirken oftmals sehr uninspiriert.

Omar Sy in Ruf der Wildnis</
Omar Sy in Ruf der Wildnis © Disney
Bild:
Die Auflösung ist aufgrund der DVD-Qualität nicht wirklich hochauflösend. Das fällt vor allem in weiten Einstellungen und auf großen Bildschirmen auf, ist aber sonst nicht wirklich störend. Man merkt ebenfalls sehr schnell, dass der komplette Film im Studio gedreht wurde. Die Sets wirken oftmals sehr unauthentisch und die Landschaften sehr flach. Die Animationen sind im Allgemeinen relativ hochwertig, Buck sieht aber oftmals sehr merkwürdig aus.

Ton:
Der Ton wurde auf Dolby Digital 5.1 abgemischt und ist fehlerfrei. Der Film hat einen schönen Soundtrack, der von John Powell („Solo: A Star Wars Story“/„Shrek“) komponiert wurde. Auch beim Ton merkt man, dass sich der Film eher an Kinder richtet, denn die Stücke sind meistens sehr lebensfroh und sollen Emotionen aufbauen.

Extras:
Auf der DVD sind keine Extras zu finden.


Fazit:
„Ruf der Wildnis“ ist zwar ganz klar ein Kinderfilm, hat trotzdem sehr viele Schwächen. Neben den eher mittelmäßigen Animationen ist die Geschichte sehr konstruiert und unspannend. Der Humor wirkt oftmals sehr aufgesetzt und keine Figur hat irgendeine Tiefe. Man spürt zwar ein gewisses Potenzial, dieses wurde aber überhaupt nicht genutzt.


by René Fischell
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment




Ruf der Wildnis - Trailer