Rubinrot - DVD

DVD Start: 30.09.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 116 min

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Inhalt

Eigentlich ist Gwendolyn Shepherd (MARIA EHRICH) ein ganz normaler sechzehnjähriger Teenager – ärgerlich nur, dass ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, das in der Familie vererbt wird. Jeder ist sich sicher: Gwens Cousine Charlotte (LAURA BERLIN) trägt das Gen in sich und so dreht sich alles ständig um sie. Bis sich Gwen eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Ihr wird schlagartig klar, dass stattdessen sie zur Zeitreisenden geboren wurde. Und das, obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf Charlottes arroganten Freund Gideon de Villiers (JANNIS NIEWÖHNER), mit dem sie sich nun zusammentun muss, um das größte Geheimnis ihrer Familiengeschichte aufzuklären. Eins steht für sie fest: Sie wird alles daran setzen die uralten Mysterien zu lösen. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of, Featurettes, Interviews

DVD und Blu-ray | Rubinrot

DVD
Rubinrot Rubinrot
DVD Start:
30.09.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Rubinrot Rubinrot
Blu-ray Start:
30.09.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

DVD Kritik - Rubinrot

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Schon immer waren die Menschen fasziniert von Zeitreisen. Die Autorin Kerstin Gier widmete der Thematik ihre Edelstein-Trilogie, die in den Romanen „Rubinrot“ (2009), „Saphirblau“ (2010) und „Smaragdgrün“ (2010) die Geschichte einer unglaublichen Familie erzählt. Basierend auf dem ersten Roman, der über eine Million mal in 28 Sprachen verkauft wurde, inszenieren Drehbuchautorin und Produzentin Katharina Schöde und der befreundete Regisseur Felix Fuchssteiner die gleichnamige Verfilmung. In einer verkürzten Handlung, in der auch einige Romanfiguren ausgespart wurden, treffen die Zuschauer auf die Hauptfigur Gwendolyn Shepard. Untermauert mit der eigens für den Film entworfenen Prophezeiung des Rubins, wird dem Zuschauer eine abgeschlossene Geschichte geboten. Doch bereits jetzt steht fest, dass die Geschichte von Gwen und Gideon im kommenden Jahr fortgesetzt wird.

Die Darstellerwahl der Figuren erweist sich als nicht sonderlich glücklich. Maria Ehrich („Rock It!“) kann als naive und tollpatschige Schülerin größtenteils überzeugen. Und auch Jannis Niewöhner („TKKG“) fördert als selbstbewusster junger Mann die notwendige Arroganz zu Tage, um seiner Rolle gerecht zu werden. Katharina Thalbach hingegen wirkt als Tante Maddie reichlich überzogen. Der romankundige Zuschauer wird mit den oberflächlichen Nebenfiguren seine Probleme haben, weil die charakterliche Tiefe aus den Romanen in vielen Sequenzen fehlt. Zudem erscheint die Darstellung der englischen Schriftstücke für eine deutsche Produktion aufgesetzt, weil der Kontrast zwischen dem ausschließlich englisch geschriebenen Wort und den deutschen Dialogen ziemlich unstimmig ist. Dafür kann die Optik des Films durchaus überzeugen. Die mit viel Liebe zum Detail entworfenen Kostüme erleichtern den Einstieg in die verschiedenen Epochen, durch die sich die Hauptfiguren bewegen. Auch die Locations, die an insgesamt 42 Tagen in Thüringen, Köln, Bayreuth und London eingefangen wurden, verleihen dem Film eine moderne und gleichzeitig altertümliche Atmosphäre. Die Darstellung des steampunkmäßigen Chronografen, der die zeitgenauen Sprünge in die Zeiten erst möglich macht, fällt dank innovativer Effekte positiv ins Auge. Die auditive Untermalung der Bilder von der 72 musikerstarken Staatskapelle von Weimar, hebt die emotionalen und dramatischen Szenen des Films hervor.

Die DVD liefert klar umrissene Bilder mit authentischen Schwarzwerten. Die Farbgebung ist in den Außenaufnahmen befriedend, während die Leuchtkraft in den Innenräumen etwas schwächer erscheint. Die Szenen in der Geheimloge lassen eine minimale Weichheit der Bilder erkennen. Zudem sind die Kontraste durch die zahlreichen Fackeln etwas unsauber. Der Raum der Geschichte ist sowohl in der Gegenwart, als auch in der fiktiv dargestellten Vergangenheit angemessen ausgenutzt. Pferdekutschen können ebenso vernommen werden, wie die klingenden Dolche beim Fechttraining. Die Lautstärke der Stimmen schwangt leider zwischenzeitlich und muss hin und wieder per Hand korrigiert werden. Die Zeitsprünge sind mit akustischen Effekten hervorgehoben und der stimmige Soundtrack sorgt für die Untermalung der Atmosphäre. Das zehnminütige Making-of fasst die Geschichte knapp zusammen. Die eingebundenen Kommentare der Darsteller und Filmemacher liefern Informationen und lockern die Einblicke in die Produktion auf. Wer den zugrundeliegenden Roman nicht kennt, bekommt durch die Vorstellung der Charaktere und ihren Stammbaum alle Informationen rund um die Geschichte und deren Besonderheit geboten. Zudem ist die Funktion eines englischen Untertitels gegeben.

Fazit: Die erste Verfilmung von Kerstin Giers Zeitreise-Trilogie ist trotz einiger Schwächen humorvoll und spannend und kann die anvisierte Zielgruppe sicherlich zufriedenstellen.

by Sandy Kolbuch
Bilder © Concorde Home Entertainment