Reykjavik Whale Watching Massacre - DVD

DVD Start: 19.10.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

Reykjavik Whale Watching Massacre DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

5,61 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Eine Gruppe von Touristen trifft sich auf einem ehemaligen Walfängerschiff zum Whale-Watching in Island. Als durch einen schrägen Unfall der Kapitän ihres Schiffes tödlich verwundet wird und der erste Offizier mit dem Rettungsboot abhaut, sieht sich die kleine Touristengruppe gezwungen, Rettung zu suchen auf einem vorbeikommenden Walfängerboot, dessen Besatzung eine Familie von ehemaligen Walfängern ist, deren Jagdinstinkt nie erloschen ist. Whale-Watching steht nun nicht mehr auf der Tagesordnung, vielmehr werden die Touristen zum Spielball der Psychopathenfamilie und findet sich bald unterwegs auf einem Meer aus Blut.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial:
Szenen vom Set

DVD und Blu-ray | Reykjavik Whale Watching Massacre

DVD
Reykjavik Whale Watching Massacre Reykjavik Whale Watching Massacre
DVD Start:
19.10.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Reykjavik Whale Watching Massacre Reykjavik Whale Watching Massacre
Blu-ray Start:
19.10.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Reykjavik Whale Watching Massacre

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 0/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Kettensägenmassaker auf einem Schiff
Um alle vorweg zu beruhigen: Wale kommen hier nicht zu Schaden. Im Gegensatz zu allen anderen. Der Film „Reykjavik Whale Watching Massacre“, der jetzt auf DVD erscheint, ist deutlich von „Texas Chainsaw Massacre“ beeinflusst. Gut, das sind viele Filme und die Veröffentlichungen ähneln sich zunehmend wie Sand am Meer. Die Storygrundzüge sind sattsam bekannt. Eine Gruppe von Leuten, die ein gemeinsames Interesse haben, geraten in die Fänge einer degenerierten Familie, werden nicht nur von diesen gequält und getötet, sondern auch geschlachtet und gegessen. Wer jetzt bei der inhaltlichen Angabe das Gesicht verzieht, als ob er Lebertran eines Wales trinken müsse, dem sei versichert, dass dieser neue Film durchaus seine Eigenständigkeit hat. Die isländische Produktion punktet mit mehreren originellen Ideen. Zum einen herrscht durch die Schauplatzverlagerung auf ein Schiff eine angenehm schaurige klaustrophobische Stimmung. Und der Terrorfaktor wird dadurch erhöht, dass es nichts gibt, wohin die Opfer fliehen können. Ein einfacher, aber sehr effektiver Dreh. Zudem vermag es die Opfergruppe nicht, sich untereinander zu verbünden, um die Schurken zu bekämpfen. Das liegt weniger an einem ausgeprägten Egoismus, der freilich auch eine Rolle spielt, sondern vielmehr an den Vorurteilen, welche die multikulturelle Gruppe untereinander pflegt. Und das ist ein „schöner“ Subtext für einen Horrorfilm. Zudem herrscht den ganzen Film über ein sehr grimmiger, düsterer, sehr schwarzer Humor. Das der Japaner die Sprache nicht beherrscht und einfach mit Beleidigungen um sich wirft und genau das Gegenteil meint ist ein kleines Beispiel. Das eine Japanerin einen Gegner mit Essstäbchen tötet ein anderes. Gerade die ganzen Missverständnisse der Charaktere untereinander sorgen für Spannung und originelle Wendungen. Gorefans werden aber auch nicht enttäuscht werden, da der Film uncut erscheint und so einiges an Blut zu bieten hat. Was auch erfrischend ist: die Rollenerwartungen werden ausgehebelt. Die vermeintliche Heldin muss sehr viel psychisch und physisch einstecken und der vermeintliche Held hat auch noch eine Überraschung parat, die hier nicht verraten werden soll. Und ausgerechnet die skrupelloseste Person überlebt. Auch die Walfangproblematik wird angerissen. Gerade die ersten Szenen, die einen realen Walfang zeigen, sind schockierend und ekelerregend. Die Haltung des Filmes zu dem Thema wird dadurch schon sehr deutlich. Und wer sich darüber unschlüssig ist: schließlich sind die Schurken des Filmes auch ehemalige Walfänger, die jetzt halt Menschen jagen. Zitate aus „Open Water“, „Night of the Living Dead” und „Moby Dick“ runden den Film ab. Und nein, nicht alle Wale sind nett.
Der Ton ist gut, das Bild in der Vorabpressung für die Presse hat leider einige technische Mängel. Inwieweit das der Pressung zuzuschreiben ist, kann nicht ganz nachvollzogen werden, weswegen hier die Wertung entfällt. Auch sind keine Extras enthalten. Angekündigt sind aber Szenen vom Set.

Ein richtiger Geheimtipp, nicht nur für Gorefans. Diese isländische Independentproduktion zitiert nicht nur munter Horrorfilme, sondern weiß mit intelligentem Subtext, Spannung, Blut und einem sehr grimmigen Humor zu überzeugen. Klasse.

5,61 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KNM Home Entertainment