Revenge - Sympathy for the Devil - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 78 min

Revenge - Sympathy for the Devil DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In Hongkong treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Sein Ziel: Polizisten und ihre schwangeren Frauen. Die Polizei versucht alles, um dem brutalen Mörder das Handwerk zu legen. In dem 23-jährigen Kit finden die ermittelnden Polizisten schnell einen potenziellen Tatverdächtigen, dem man unter Folter ein Geständnis zu entlocken versucht. Doch sie bekommen mehr als sie sich erhofft haben. Es offenbart sich die grausame Wahrheit, dass hinter den Morden ein durchdachter Racheplan steckt. Die Rache für die Vergewaltigung einer jungen und geistig behinderten Frau. Die Täter: Polizisten...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Kantonesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Revenge - Sympathy for the Devil

DVD
Revenge - Sympathy for the Devil Revenge - Sympathy for the Devil
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

zur DVD Kritik
Revenge - Sympathy for the Devil Revenge - Sympathy for the Devil
DVD Start:
13.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 77 min.
Blu-ray
Revenge - Sympathy for the Devil Revenge - Sympathy for the Devil
Blu-ray Start:
25.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.
Revenge - Sympathy for the Devil Revenge - Sympathy for the Devil
Blu-ray Start:
13.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 80 min.

DVD Kritik - Revenge - Sympathy for the Devil

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Kleiner Skandalfilm
„Revenge – Sympathy for the Devil“ wird in eine Linie gestellt mit so klassischen asiatischen Rache-Thrillern wie „I saw the devil“ oder „Oldboy“ und als neue Generation dieses Subgenres angepriesen. Es stimmt zwar, dass man ihn in eine Linie mit diesen Filmen stellen muss, da auch hier eine Rache ausgeübt wird und es in der Kernaussage um Erlösung geht. Aber doch ist der Film um einige Längen von den anderen asiatischen, thematisch ähnlich gelagerten, Filmen entfernt. Zunächst einmal ist der Film stark gekürzt, was vor allem das Finale ungenießbar macht. Aber auch abseits der Kürzungen gibt es so manche Lücken in dem Drehbuch, was allein schon verhindert, dass „Revenge“ zu den modernen Klassikern aufschließen kann. Schon direkt am Anfang kommen einige massive Fehler vor. Wie können etwa die Polizisten im Wasser eine Tüte mit Leichenteilen finden, wenn erst Taucher diese bergen können? Warum entweicht dieser Tüte erst zeitverzögert Gestank? Warum fühlt ein Polizist bei einer Frau noch den Puls, die eindeutig so was von tot ist? Warum rennt der Mörder, der zumindest für den Zuschauer schnell identifiziert ist, vor den Polizisten davon, wenn er nichts Belastendes bei sich hat und nicht erkannt werden kann? Auch die mangelnden Charakterisierungen der Schurken tragen nicht gerade dazu bei, die Emotionen des Zuschauers zu wecken. Somit verpufft das Ende auch ziemlich, da es einen relativ kalt lässt, was mit den Figuren wirklich geschieht. Apropos Schurken: es ist kein Wunder das der chinesische Film einen Skandal verursacht hatte, denn die Schurken sind allesamt Polizisten, die korrupt sind, foltern, morden und vergewaltigen. Die Staatsgewalt wird somit komplett demontiert. Nach einem schon missglückten Anfang, entwickelt der Film dann doch noch so etwas wie einen Drive, wenn er die Geschehnisse schildert, die zu der Mordserie führten. Hier kann die poetische und ungewöhnliche Liebesgeschichte mitreißen und man kann den späteren Hass des Mörders nachvollziehen. Hier gibt es einige schöne Szenen und dadurch erst entwickeln spätere Szenen eine ungehörige Wucht. Die dann wieder erheblich daran verliert, dass der Film geschnitten ist. Nach dem Mittelteil treten dann auch wieder zusätzliche Drehbuchlücken auf. Warum etwa ist die Heldin unter Bewachung im Krankenhaus, wenn man nichts von ihr weiß? Eine jetzt vielleicht erwartete Charakterisierung der einzelnen Polizisten, um die erfolgende Rache emotional zu steigern, erfolgt immer noch nicht. Einzig der Mörder und seine Freundin werden charakterisiert. Das ausgerechnet der Hauptschurke, an dem dann das Thema Vergebung festgemacht werden soll, an keiner Stelle fest umrissen wird, lässt das Finale arg in die Leere laufen. Somit wirkt das Ende mit der Verbindung von Glauben, Erlösung und Vergebung arg aufgesetzt und anbiedernd. Trotz einer beeindruckenden Optik und einem gelungenen Mittelteil ist der Film auch aufgrund der Kürzungen eine ziemliche Enttäuschung.

Der Ton und das Bild sind gut, aber die Extras können nicht gerade punkten, da es nur eine Trailershow gibt.

Nicht nur gekürzt, sondern auch massive Drehbuchlücken und mangelnde Charakterisierungen lassen den Film bei weitem nicht an die modernen Klassiker des asiatischen Rache-Filmes herankommen. Ein starker Mittelteil mit poetischen und schönen Szenen wird dadurch nivelliert. Das pseudo-intellektuelle Ende wirkt dann auch sehr aufgesetzt. In jeder Hinsicht enttäuschend.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Splendid