Red Tails - DVD

DVD Start: 17.05.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 120 min

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Inhalt

Italien, 1944. Während der Zweite Weltkrieg unvermindert lodert, wird die 332nd Fighter Group - die erste afroamerikanische Lufteinheit - in Italien stationiert, wo sie mit zweitklassigen Einsätzen abgespeist wird. Den Stolz der Piloten mindert das nicht. Jetzt wollen sie beweisen, was wirklich in ihnen steckt. Vor allem Marty „Easy“ Julian (NATE PARKER) und Joe „Lightning“ Little (DAVID OYELOWO) brennen auf Einsätze - auch wenn das bedeutet, sich über die Anweisungen ihres Vorgesetzten Major Stance (CUBA GOODING JR.) hinwegzusetzen. Gegen alle Widerstände machen sich die Red Tails schnell einen Namen - nicht nur in den eigenen Reihen. Schließlich bekommen sie doch noch ihre große Chance und dürfen für ihr Land in die Schlacht ziehen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Red Tails

DVD
Red Tails Red Tails
DVD Start:
17.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Red Tails - Steelbook Red Tails - Steelbook
Blu-ray Start:
17.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

DVD Kritik - Red Tails

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Stählerne Federn - Der Titel des Films „Red Tails“ bezieht sich darauf, dass die Heckflossen der Flugzeuge einer Jagdfliegereinheit des Zweiten Weltkrieges rot lackiert waren. So hinterließen die Flugzeuge den Eindruck, dass die Enden Federn glichen, und fielen auf. Was auch Sinn und Zweck war, denn die Jagdflieger dieser Einheit wollten sich alles andere als verstecken, sondern im Gegenteil ihr Können beweisen. Und dafür mussten sie, trotz aller Gefahr, auffallen und ein hervorstechendes Merkmal ihrer Jets bilden. Denn die 60 Mio. Dollar Produktion schildert die auf wahren Fakten basierende Geschichte der ersten afro-amerikanischen Lufteinheit der US-Armee während des Zweiten Weltkrieges. Es ist nicht nur besonders erwähnenswert, da Schwarze Nazis bekämpften (wobei diese ja von den Nazis als besonders „rassisch minderwertig“ angesehen wurden), sondern immer noch zu Hause in den USA und in der Armee aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert wurden (was kaum einen Unterschied zu der Mentalität des Gegners, den Nazis, schafft; leider wird dieser Aspekt nicht deutlich herausgearbeitet). Sie opferten sich für ihr Land und wurden von diesem immer noch verachtet. Insofern ist die Story sehr gut und schon längst überfällig gewesen. George Lucas, ja, der George Lucas, hatte schon lange dieses Projekt geplant und jetzt als Produzent endlich umgesetzt. Die Schwarzen müssen nicht nur gegen die Nazis kämpfen, sondern auch gegen den generellen Rassismus und es ist schön in der klassischen Hollywoodtradition angesiedelt, dass sie sich aufgrund ihrer Taten den Respekt der weißen Kameraden erringen können und den Rassismus im Kleinen besiegen. Leider wird nicht richtig deutlich, dass sie dafür mehr als alle anderen leisten müssen, um respektiert zu werden. Der Charakter des Krieges bringt es dann natürlich mit sich, dass es für sie sehr viel mehr Konsequenzen hat, wenn sie draufgängerisch sind. Schließlich bedeutet das den Tod. So kann der Kampf um Respekt schnell selbstzerstörerisch werden. Obwohl die Story lobenswert und interessant ist, so sind doch die Handlungszüge nicht sonderlich ausgearbeitet und genregerecht oberflächlich, was sehr bedauerlich ist. In jedem Kriegsfilm geht es um eine Gruppe von unterschiedlichen Soldaten, da mehr Charaktere aufgrund der dann folgenden Unübersichtlichkeit nicht untersucht werden können. Wenn es um Gruppen geht, bleibt es aber fast nicht aus, dass die Figurenzeichnungen eher grob sind, da für mehr die Zeit fehlt. So ist es auch hier: da ist der Heißsporn, der Gläubige, der Junge, der Trinker, der Zyniker, etc. Von den einzelnen Personen und ihrer Vergangenheit erfährt man so gut wie nichts, so dass sie einem fremd bleiben. So bleibt alles an der Oberfläche und es ist sehr platt und bisweilen plakativ ausgefallen. Man enthält sich zwar patriotischer Sprüche, was angesichts dessen, dass die Helden zu Hause unterdrückt werden, auch unglaubhaft gewesen wäre, aber das wird dann als Ausgleich indirekt umgesetzt. Vor allem durch die Musik. Denn wenn die Hörner und Trompeten schmettern, so wird auch eine nachdenkliche Szene zu einem Heldenmythos aufgebaut, was zu Pathos und angesichts des Genres zum Patriotismus führt. Die Story krankt also etwas. Aber die Luftkämpfe gehören zu den besten, die man jemals in einem Kriegsfilm gesehen hat und allein schon die Anfangsszenen können den Zuschauer aus dem Sessel blasen. Hier merkt man deutlich die Kraft der Trickschmiede ILM von George Lucas. Jedenfalls ist die Action sehr gelungen und mitreißend, spannend und dramatisch. Und da sie ungefähr die Hälfte des Filmes ausmacht, liegt hier in der Gesamtschau doch ein gelungenes wenngleich zwiespältiges Ergebnis vor.

Das Bild ist sehr gut, der Ton leider etwas mau und etwas zu leise. Es gibt ein gelungenes Extra über die visuellen Effekte, wobei vor allem überrascht wie viele CGI-Effekte es eigentlich im Film gibt. Was für die Tricktechniker spricht (im Übrigen auch eine deutsche Firma), da die Effekte im Laufe des Filmes kaum auffallen und man sie für real hält. Das Special über den Cast beinhaltet viele Interviews, die typischen Werbecharakter haben und stellenweise viel Eigenlob und dummen Patriotismus (Cuba Gooding Jr.) beinhalten. Insofern kann man sich das Extra getrost sparen. Eine Trailershow gibt es natürlich auch.

Ein gelungenes, wenngleich zwiespältiges Ergebnis. Die Luftkämpfe gehören zu den besten, die man bisher je gesehen hat, aber die Story ist sehr typisch für Hollywood, wenngleich wichtig und ambitioniert. Leider sind die Figuren nur Schablonen und nicht näher schärfer gezeichnet.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures