Red Lights - DVD

DVD Start: 13.12.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 118 min

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Inhalt

Dr. Margaret Matheson (Sigourney Weaver) und ihr junger Assistent Tom Buckley (Cillian Murphy) untersuchen als Ermittler für paranormale Vorfälle die unterschiedlichsten metaphysischen Phänomene. Als der legendäre blinde Parapsychologe Simon Silver (Robert De Niro) nach 30 Jahren wieder in die Öffentlichkeit zurückkehrt und einen großen Auftritt ankündigt, sieht Tom seine Chance gekommen, diesen Meister seiner Zunft zu entlarven und öffentlich bloßzustellen. Silvers Erscheinen sorgt für großes Aufsehen auch bei orthodoxen Wissenschaftlern, die seine „übernatürlichen Kräfte“ mit Hilfe akkurater Messungen analysieren wollen. Tom entwickelt eine wachsende Obsession für Silver, dessen Anziehungskraft auf die Massen mit jeder neuen Darbietung unerklärlicher Ereignisse steigt. Als Tom Silver immer näher kommt, wächst die Spannung zwischen den beiden Männern. Toms Leben wird mehr und mehr in seinen Grundfesten erschüttert…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Bonusmaterial:
- Interviews
- Interview mit Rodrigo Cortés (Regissseur/Drehbuch)
- Turning on the RED LIGHTS (Making-of)

DVD und Blu-ray | Red Lights

DVD
Red Lights Red Lights
DVD Start:
13.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Red Lights Red Lights
Blu-ray Start:
13.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

DVD Kritik - Red Lights

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Der Film „Red Lights“ hat eine gute Ausgangslage, die zwar nicht neu ist, aber doch versucht der Streifen andere Wege zu gehen. Es geht um Parapsychologie und den Konflikt zwischen Wissenschaft und Glauben. Bislang waren Parapsychologen eher die Ausgangspersonen anhand derer eine Geistergeschichte erzählt wird. So etwa in „Tanz der Totenköpfe“, „Das Geisterschloss“ und „Haunted“. Oder sie kamen mal in anderen Horrorfilmen als Nebenfiguren vor, wie etwa in „Poltergeist“. Aber „Red Lights“ wählt einen anderen Ansatz und möchte kein Horrorfilm sein. Was einerseits eine Stärke ist, ihn aber andererseits deutlich herum schlingern lässt. Sigourney Weaver und Cillian Murphy spielen zwei Parapsychologen, welche vermeintlich parapsychologische Phänomene untersuchen und entlarven. Dabei wären sie einem wahren Phänomen gegenüber gar nicht abgeneigt. So zeigt sich auch anhand der Figuren die generelle Faszination aller Menschen gegenüber diesem Bereich: den Glauben. Der Glauben an sich, im religiösen Sinne, ist nicht mehr gefestigt genug (hier im Film kommt er sogar überhaupt nicht zur Sprache) und jeder sehnt sich nach einer tröstenden Antwort, ob es nach dem Tode noch etwas gibt. Der wissenschaftliche Beweis, dass es übersinnliche Fähigkeiten geben würde, wäre gleichzeitig ein Indiz dafür, dass es nach dem Tode noch etwas gibt und wir durchaus noch nicht alles verstanden haben in dieser unserer Welt. Schwerkranke Menschen und solche, die mit einem persönlichen Verlust nicht fertig werden, gehen zu Wunderheilern und Hellsehern und fallen auf deren skrupellose Gier herein. In der Entlarvung dieser Scharlatane machen sich die beiden Helden natürlich nicht nur Freunde. Weder bei den Überführten, noch bei den Menschen selber, die ihren restlichen Glauben nicht verlieren wollen. Aber wie will man diesen konfliktträchtigen Inhalt unterhaltsam und spannend gestalten? Vor allem wenn man keinen Horrorfilm drehen will? Erst funktioniert es auch ganz gut, solange die Psyche der Helden geschildert wird. Mit dem Auftritt von Robert De Niro, der wie immer großartig agiert, wird ein Schurke eingeführt, der vermeintlich wirklich übersinnliche Kräfte hat. Und hier bekommt der Film langsam ein Problem. Er entwickelt sich langsam zu einem Thriller, der den Kampf der Wissenschaft gegen den Aberglauben beinhaltet. Nur sehnen sich doch auch die Wissenschaftler nach einem Beweis. Warum also es als Thriller aufbauen? Und die einzelnen Elemente des Horrorfilms die hier eingebaut werden, passen dann nicht so richtig und lassen zu viele Kompromisse erkennen. Die eigentliche Story kränkelt also dann in der Annahme, dass etwas existiert, was krampfhaft gesucht wird und dann widerlegt werden muss. Diese Ambivalenz ist ein Widerspruch und die Thrillerelemente funktionieren zwar, aber vor allem das Ende macht den Film dann zunichte, da man ihn mit einem sehr unguten Gefühl hinter sich lässt. Man wollte wohl unbedingt ein Ende im Sinne von M. Night Shyamalan haben und brachte eine Wende unter, die völlig überflüssig ist und zudem allem im Film widerspricht, was man vorher gesehen hat. Gut, im Nachhinein sieht man einige Szenen anders. Aber der Film macht sich mit diesen Ende kaputt, da er seine zentralen Aussagen widerruft und damit alles unlogisch wird. Schade.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Die Extras mit dem Making Of, den Interviews mit Cast und Crew und dem Regisseur (und natürlich dem Trailer) sind dann aber leider allzu werbelastig geworden, um wirklich punkten zu können.

Ein Genrefilm der keiner sein will. Das lässt ihn etwas herumschlingern und er entwickelt einige Paradoxien, die in einem sehr schlechten und überflüssigen Ende gipfeln, was allem widerspricht, was man vorher gesehen hat.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures