Rampage - Rache ist unbarmherzig - DVD

DVD Start: 30.07.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 77 min

Rampage - Rache ist unbarmherzig DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Globale Erwärmung, Welthunger, Überbevölkerung und maßloser Konsum: Bill Williamson (Brendan Fletcher, "Alone In The Dark", "88 Minutes") hat die Schnauze voll. Er ist genervt von seinem aussichtslosen Job, seinen unerträglichen Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen. Doch er hat einen unglaublichen Plan, der ein besonders blutiges Zeichen setzen und ihm ein besseres Leben liefern soll. Mit einer selbst konstruierten Kevlar-Rüstung und bis an die Zähne bewaffnet, startet er eine Tötungsorgie und nimmt scheinbar grundlos eine gesamte Kleinstadt auseinander...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Holländisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Dt. und Engl. Audiokommentar von Uwe Boll
Making Of

DVD und Blu-ray | Rampage - Rache ist unbarmherzig

DVD
Rampage - Rache ist unbarmherzig Rampage - Rache ist unbarmherzig
DVD Start:
30.07.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 77 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Rampage - Rache ist unbarmherzig Rampage - Rache ist unbarmherzig
Blu-ray Start:
30.07.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 81 min.

DVD Kritik - Rampage - Rache ist unbarmherzig

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 3/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Es geschehen noch Zeichen und Wunder, ein Uwe Boll Film der nicht kompletter Mist ist! Abgesehen von den zu schnellen Cuts, den schlechten Darstellern, der Möchtegern-Doku-Machart, war der Film sogar fast gut!

Ich wollte diesen Streifen skippen, nach 10 Minuten am liebsten ausmachen und dann wurde er doch interessant!
Zuerst zur Film Story:
Bill Williamson (Brendan Fletcher) ein arbeitsloser, junger Mann wird von seinen Eltern ständig bedrängt sich einen Job zu suchen. Mit seinem besten Freund hängt er nur rum, sie senieren über das Leben und spielen Paintball. Das ist der Schein, den er nach außen trägt. Durch seinen Lebensfrust schmiedet er einen brutalen Plan. Ungeahnt von seinem Umfeld baut er sich eine Metallrüstung und besorgt sich viele Waffen, um seinen Zorn an unschuldigen Menschen auszulassen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf....

Regisseur Uwe Boll, bekannt durch viele schlechte Game-Adaptionen, wie „Alone in the Dark“ oder „House of the Dead“ und „Bloodrayne“, hat mit „Rampage“ das erste Mal einen Film hingelegt, der wirklich passabel ist. Mittlerweile ist es fast schon ein Running-Gag, den neusten Film von Uwe Boll zu zerreißen, jedenfalls unter vielen Kritikern. Ehrlich gesagt hat er das auch in der Vergangenheit jedes Mal verdient. Doch „Rampage“ zeichnet sich mit einer realistischen Brutalität von den anderen Werken ab. Ja der Film ist scheinbar billig hergestellt, die meisten Filmaufnahmen wirken wie mit der Handkamera gedreht, die schnellen Schnitte sind fast unerträglich und ab dem Zeitpunkt wo sich der Hauptdarsteller in der Rüstung befindet, kommt man sich vor wie in einem Egoshooter. Wenn man die ersten zehn bis zwanzig Minuten übersteht, kriegt man eine nihilistische Gewaltorgie präsentiert. Die Schauspieler sind allesamt unterste Kajüte aber darauf kommt es in diesem Film auch nicht wirklich an. Es ist fast schon erschreckend wie zeitnah und real das Vorhaben des Protagonisten in unser Jahrhundert passt. Wie oft lesen wir von gelangweilten Jugendlichen oder Heranwachsenden, dass sie Gräueltaten ohne wirklichen Grund ausüben. Und das ist der Hauptgrund, warum dieser Film eine gewisse Sogkraft auf den Zuschauer ausübt. Man kann sich in die unschuldigen Opfer, die einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren, hineinversetzen. Von der einen Sekunde zur anderen werden sie ohne jeglichen Grund ausgelöscht. Das größte Manko dieses Films ist, abgesehen von den bereits erwähnten zu schnellen Cuts, ist die Länge. Mit seinen 77 Minuten ist der Film eindeutig viel zu kurz und es gibt auch leider nur eine schnelle Aufklärung zum Schluss, ohne dass diese gezeigt wird. Wie fast immer in einem Uwe Boll-Film ist Uwe Boll eigentlich die unsichtbare Hauptattraktion. Er hat es geschafft in etwa zehn Jahren zum schlechtesten Filmemacher aller Zeiten abzusteigen, aber nun ist er anscheinend auf dem Weg seinen Namen rein zu waschen. So wie vor ein paar Jahren als er seine Kritiker im echten Leben im Boxring einen nach dem anderen k. o. schlug. Mr. Boll ist schon eine Marke für sich und unter Cineasten ist es auch irgendwie Pflichtprogramm den neusten Film von ihm gesehen zu haben, nur um sich darüber zu amüsieren. Ich persönlich habe damit aufgehört, nach „In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale“ weil es mir nichts bringt und es Zeitverschwendung ist, sich schlechte Filme permanent immer wieder anzugucken. Nach einer Empfehlung habe ich das Wagnis auf mich genommen und mir „Rampage“ angeguckt und fühlte mich nicht um meine Zeit betrogen, im Gegenteil, der Film war ganz in Ordnung. Die Bildqualität war leider furchtbar, das dokumentarähnliche Filmmaterial hat mich persönlich genervt. Der Sound war donnernd und gut, donnernd, so dass man jeden Einschuss schon fast selbst spüren konnte. Die Extras sind sehr dürftig und für mich persönlich nicht ausreichend, mit einem mickrigen Making Of und einem Audiokommentar.

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by Marc Engel
Bilder © Splendid





DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Egoshooter - Trash mit sozialkritischem Touch vom B-Movie King Dr. Uwe Boll: Das Phänomen Amoklauf fokussiert der eigenwillige Regisseur diesmal, ein sicherlich ernstzunehmendes Thema, wie jüngste blutige Ereignisse an Schulen und in der Öffentlichkeit beweisen. Der scheinbar unbeholfene, mit Wackelkamera gedrehte Film mit einem no Name-Protagonisten spiegelt die derzeitige Grundstimmung wider. Und wieder einmal dreht einer durch. Es ist die globale Erwärmung, Welthunger, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung und ungerecht verteilter, maßloser Konsum, den Bill Williamson zu diesem unerklärlichen Revenge-Trip in kugelsicherer Rüstung treibt. Er hat Schnauze voll. Genervt von seinem miesen Job, seinen übelgelaunten und egoistischen Mitmenschen und der bösen Welt im Allgemeinen, bastelt er an einem abstrusen Plan, mit dem er signalisierend ein besseres leben durchschießen will. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit seiner eigen konstruierten Kevlar-Rüstung, bis über beide Ohren bewaffnet, startet er seine Tötungsorgie dezimiert seine US-amerikanische Kleinstadt. Ein typischer Boll-Film, der trotz harscher Kritiken an seinem eigentümlichen Filmstil, nicht nur was die Technik betrifft, eisern festhält. In der Tat sind stets bei ihm sehr gute Ansätze zu sehen, doch wie er seine Intentionen bebildert, ist gewiß nicht jedermanns Sache. Nur soviel: Uwe Boll ist mit Sicherheit kein Dilettant, er wird nur verkannt. Da sei ihm seine studentische Filmweise, sein semidokumentarischer Stil, der so grandios laienhaft wirkt durchaus verziehen. Und seine kleine eingefleischte Fangemeinde, wird es ihm wieder danken. Rampage bedeutet sowie wie Amoklauf und ist gleichzeitig der Name eines Egoshooter-Games, das eine ähnliche Thematik verfolgt. Es stellt sich aber immer wieder die nie genau lösbare Frage nach dem Warum? Geschichtlich betrachtet hat der Amoklauf hat seinen Ursprung in den malaiischen Völkern. Berichten zufolge wurden schon im des 14. und 15. Jahrhundert zwei Formen des Amoks sichtbar. Der martialische Amoklauf von Gruppen und der individuelle Amoklauf eines Einzelnen. Die erste Gruppe war eine Kampftaktik, die sich ohne Rücksicht auf das eigene Überleben mit Todesverachtung auf den Gegner stürzten. Und Berichten zufolge erwähnte der Portugiese Nicolo Conti erwähnte schon 1430 vom individuellen Amoklauf: Zahlungsunfähige Schuldner liefen Amok und töteten solange, bis sie selbst getötet wurden, um einer Versklavung zu entkommen und ihr Ansehen zu retten. Ob Aggressionen, Games, Familie oder Gesellschaft, es herrscht Uneinigkeit. Fest steht indes, dass dass die Täter überwiegend männlich und zwischen 22-35 Jahren alt sind. 40-60% der Täter sind zum Tatzeitpunkt ledig. Sie gehören unterschiedlichen sozialen Schichten an. Der Amoklauf beginnt häufig im engen sozialen Nahbereich und weitet sich dann auf Unbeteiligte aus. Die Zahlen der unbeteiligten Opfer liegt bei etwa 35-55%.

by Jean Lüdeke