Rammbock - DVD

DVD Start: 03.12.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 64 min

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Inhalt

Ein schreckliches Virus vermehrt sich im Norden Europas in rasantem Tempo - die daran Erkrankten werden zu wütenden Bestien. Chaotische Zustände machen sich breit. Aus Angst vor Ansteckung und aggressiven Übergriffen verbarrikadieren sich die noch Gesunden oder flüchten an vermeintlich sichere Orte. Genau zu diesem Zeitpunkt trifft der 35-jährige Michael in Berlin ein, um seine Liebe, seine Ex-Freundin Gabi zu besuchen. Einmal angekommen, bugsiert das Schicksal den 15-jährigen Harper in seine Obhut. Gegenseitig beschützen sie sich und andere vor tobenden Zombies. Dabei ist Michael vordergründig kein Actionheld, vielmehr ein Philanthrop mit stark ausgeprägtem Helfersyndrom - ein Liebender in Zeiten der Zombiekalypse. Doch während die Stadt im Chaos versinkt, fehlt von Gabi jede Spur.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Filmgalerie 451
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kurzfilm SCHAUTAG von Marvin Kren und Benjamin Hessler (D 2009, 23 min), Interview mit Regisseur Marvin Kren und Drehbuchautor Benjamin Hessler (D 2010, ca. 16 min), Making of RAMMBOCK (ca. 5 min), Teaser, Fotogalerie, Trailer

Video on demand - Rammbock

DVD und Blu-ray | Rammbock

DVD
Rammbock Rammbock
DVD Start:
03.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 64 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Rammbock

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Deutsche Zombies abseits vom Bundestag
Ein Zombiefilm aus deutschen Landen? Zunächst ist die Skepsis groß. Horrorfilme sind beileibe keine deutschen Genres mehr. Und das seit der Stummfilmzeit. Nur im rührigen Independentbereich kommen sie noch vor und kranken an ziemlich schlechten Drehbüchern und wenig Geld. Andererseits ist die Idee, eine Zombieepidemie in Deutschland ausbrechen zu lassen, ziemlich gut, um Klischees vermeiden zu können. Im Gegensatz zu den USA kommt man ja hierzulande sehr schwer an Waffen heran. Wie sollen dann aber die Zombies mit der bewährten Methode Kopfschuss besiegt werden? Vor allem wenn die Bundeswehr erst durch den lahmen Bundestag den Auftrag erhalten muss, im Inland aktiv zu werden? Die Filmemacher haben alle Probleme sehr gut gelöst. Aus der finanziellen Not wurde eine Tugend gemacht und die Action besteht in der Verteidigung und im Verstecken. Die Zombies erinnern, von der Maske und vom Wesen her, sehr an „28 Days Later“ und das der einzige Schauplatz ein bestimmtes Gebäude ist, an „Rec“. Dennoch gelingt es „Rammbock“ sehr eigenständig zu sein. Gefangen in einem Wohnhaus müssen sich die Bewohner gegen die Infizierten verschanzen und sehen wie sie davon kommen können. Das führt zu einem atmosphärisch sehr dichten Film, der in extrem spannender Art und Weise eine klaustrophobische Stimmung erzeugt. Als Höhepunkt dessen versteckt sich einer der Charaktere auf einem Schrank und die Zombies können nur knapp unter die Kante greifen. Nervenkitzel pur. Das Subthema ist die Isolation in heutigen Großstädten. Die Mieter des Gebäudes kennen sich allenfalls vom Namen her und müssen sich jetzt angesichts der Bedrohung zusammenraufen. Ihr Kontakt besteht über den Hinterhof, den sie allerdings wegen der Zombies nicht betreten können. Das Problem wird nicht durch Gewalt gelöst, sondern nur durch eine erfindungsreiche Zusammenarbeit. Besonders die Szenen im Hinterhof sind sehr beeindruckend und die Kamera findet auch in den kleinsten Räumen Platz für Bewegungen, so dass sich der Zuschauer mitten im Geschehen wähnt. Der Horror bricht hier eindrucksvoll in die Privatsphäre ein und der private Rückzugsraum Wohnung wird zur Todesfalle. Niemand ist nirgendwo sicher. Und „Rammbock“ zeigt zudem, dass ein Zombiefilm auch ohne Blut und Gewalt sehr nervenzerrend sein kann. Hoffentlich wird das Genre durch dieses kleine Meisterstück in Deutschland wieder belebt. Nicht verpassen.

Die DVD hat einen sehr guten Ton und ein sehr gutes Bild. Besonders die Toneffekte, von denen der Film an vielen Stellen lebt, kommen hier besonders gut zur Geltung. Auch an den Extras wurde nicht gespart. Das Making Of ist zwar eher eine Werbemaßnahme, aber das Interview mit dem Regisseur und dem Drehbuchautor ist sehr gelungen und liefert nicht nur Hintergründe, sondern auch interpretatorische Ansätze. Der Kurzfilm „Schautag“ führt den Zuschauer gut in die Irre. Wer meint, dass er weiß, wie es ausgehen wird, sollte den Film dennoch bis zum Ende sehen, da er durch eine sehr überraschende Schlusswendung punktet. Für ein Erstlingswerk sehr ausgefeilt gestaltet und gedreht. Ansonsten gibt es noch Standards wie Teaser, Trailer und eine Bildergalerie.

Vielleicht der beste deutsche Horrorfilm seit der Stummfilmzeit. Spannend, originell, gut gespielt, intelligentes Subthema, handwerklich sehr gut und die technische Ausstattung und die Extras können sich auch sehen lassen. Hier passt alles.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Filmgalerie 451