Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut) - DVD

DVD Start: 18.08.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 278 min

Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Rambo - First Blood
John Rambo ist in einem Provinznest auf der Suche nach einem Kriegskameraden, mit dem er in Vietnam in einer Spezialeinheit gewesen war. Aber sein Freund ist bereits gestorben. Die Polizei hält den hochdekorierten Vietnam-Veteranen Rambo für einen Landstreicher und nimmt ihn fest. Polizeichef Teasle, der ihn auf der Wache quält und demütigt, ahnt nicht, dass er damit eine Lawine ins Rollen bringt: Rambos Instinkte werden wach. In einer atemberaubenden Aktion flieht er in die Berge. Teasle hetzt ihm den gesamten Polizeistab hinterher, doch Rambo ist ganz in seinem Element und lässt den Beamten keine Chance ...

Rambo II - Der Auftrag
Der Vietnamkrieg ist vorbei. Der ehemalige Green Beret Rambo schmort in einem Gefängnis. Colonel Trautman holt ihn dort heraus, denn er braucht für eine hochgefährliche, geheime Mission seinen besten Mann. Rambo soll im vietnamesischen Dschungel nach amerikanischen Kriegsgefangenen suchen und sie befreien. Doch seine Überlebensfähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt: Weil er den Befehlen nicht gehorcht, stufen ihn die eigenen Leute als "entbehrlich" ein. Ab sofort ist Rambo auf sich allein gestellt. Nur mit einem Messer sowie mit Pfeil und Bogen bewaffnet, tritt er den mit modernsten Waffen ausgerüsteten Feinden entgegen ...

Rambo III
In einem buddhistischen Kloster hat Kriegsheld John Rambo endlich Ruhe gefunden. Von weiteren Kampfeinsätzen will er nichts wissen. Als jedoch sein Freund Colonel Trautman in die Gefangenschaft eines sadistischen russischen Offiziers gerät, verwandelt sich Rambo wieder in die berüchtigte Kampfmaschine. Zusammen mit afghanischen Freiheitskämpfern entfacht er ein wahres Feuerwerk, um seinen Mentor zu befreien.



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DVD Details

Medienanzahl: 6
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch Mono DD, Stereo DD. 5.1 DD, Dolby Surround)
Englisch Dolby Surround
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Alternatives Ende, Audiokommentare von George P. Cosmatos, David Morrell, Peter MacDonald und Sylvester Stallone, Der Weg eines amerikanischen Helden: Die Rambo Trilogie, Behind the Scenes, Das wahre Vietnam – Stimmen von Insidern, Der letzte amerikanische Kriegsgefangene, Interviews mit Sylvester Stallone und Richard Crenna, Making of, Mut und Ehre, Sean Baker – Ein Traum wird wahr, Sylvester Stallone Profile, Wir werden dieses Spiel gewinnen, RAMBO: Ein Rückblick, Afghanistan – Land in der Krise, Das Schmieden von Helden, Die Vermarktung eines Helden, Featurette, Rambos Waffenarsenal, Zahlen rund um Rambo, Rückblende Saigon Bar, Witziges Ende, TV-Spots, Teaser, Trailer

DVD und Blu-ray | Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut)

DVD
Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut) Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut)
DVD Start:
18.08.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 278 min.

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DVD Kritik - Rambo Trilogy - Steel Collection (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Muskeln, Waffen und Traumata
„Rambo“ wurde ziemlich vereinnahmt und zum Synonym für unreflektierte Gewalt, die sinn- und ziellos ist. Der Name wurde gar zur sprachlichen Metapher wie etwa „In Rambo-Manier“. Zumindest beim ersten Film geht dies alles noch ziemlich an der Sache vorbei. Zum einen tötet Rambo hier niemanden (was anscheinend kaum jemandem aufgefallen ist), sondern zeigt zum anderen im Actiongewand einen Borderline-Kranken mit einem posttraumatischen Stresssyndrom. Rambo will sich, wie so viele verachtete Veteranen des Vietnam-Krieges, wieder in die Gesellschaft eingliedern, wird aber von dieser verstoßen. Er kämpft deswegen gegen das Establishment, bringt den Vietnamkrieg sozusagen zurück nach Amerika und zeigt ihnen etwa wie es aussah im Dschungel. Er findet sich nicht mehr zurecht und glaubt sich im Dschungel, obwohl er im amerikanischen Wald ist und besonders die Verhaltensweisen der Polizisten rufen die Traumata der Figur wach. Rambo macht deutlich, dass ihm das Militär die Seele geraubt hat, dass das Militär ihn entmenschlicht hat. Im Kommentar bezeichnet Stallone Rambo als Frankensteins Monster, wobei das Militär Doktor Frankenstein ist. Dementsprechend ist der Film durchaus Anti-Militär und Anti-Krieg, obwohl er eine große Sympathie gegenüber den Soldaten zeigt. Der politische Wechsel zum Konservatismus von Ronald Reagan hat Rambo dann diskreditiert und machte die Figur zu dem, was viele heute darunter verstehen. Diese dürften zumindest bei dem ersten Film, der nichts von seiner Wucht verloren hat, ziemlich überrascht sein. Dennoch wird der Offizier als Vaterfigur eingeführt und das Militär gegen Ende als Zufluchtsort eingesetzt. Als Rambo vor die Wahl gestellt wird in das Gefängnis zu gehen oder zum Militärlager, wählt er das Militär (nichtsdestotrotz ist er zu Beginn des zweiten Teils in einem Straflager, wurde also vom Militär wieder betrogen, was aber nicht vertieft wird). Der damalige Vorwurf der Selbstjustiz greift aber bei dem (ersten) Film nur bedingt, da sich Rambo nur wehrt und niemanden tötet. Zudem wird er eindeutig als psychisch krank dargestellt.

Der Ton auf “First Blood” aka „Rambo 1“ ist sehr gut, wohingegen das Bild etwas schärfer sein könnte. Die Extras sind exzellent. Die beiden Audiokommentare von Sylvester Stallone und dem Autor der Romanvorlage David Morrell sind sehr gut und bringen viele Hintergrundinformationen und auch kritische Anmerkungen zu dem Film und zu den Dreharbeiten. Hier ist vor allem Stallones Kommentar interessant. Neben den üblichen Trailern und Teasern gibt es noch einiges anderes. Eine Rückblende zeigt Liebeskummer von Rambo auf, im alternativen Ende (was ursprünglich geplant war, aber bei Testvorführungen durchfiel) stirbt Rambo sogar und das witzige Ende ist eher ein kleiner Patzer. Das Interview mit Stallone ist interessant, wiederholt sich aber ziemlich im Vergleich zu dem Audiokommentar. Auf der zweiten Disk ist ein typisches und recht kurzes Making Of. „Ein Blick zurück“ ist eher ein überflüssiges Best-Of, mit einer Aneinanderreihung von Szenen aus dem Film. „Reise eines amerikanischen Helden“ lohnt sich aber auf jeden Fall, da hier die Verarbeitung von Archetypen herausgestellt wird. „Stimmen aus Vietnam“ ist eine sehr gelungene Dokumentation mit einer ausgewogenen Mischung von Kriegsgegnern und Kriegsbefürwortern, wobei die historischen Rahmenbedingungen nicht vergessen wurden.

Das Bild bei „Rambo 2“ ist sehr gut, was man von dem Ton leider nicht behaupten kann. Er ist sehr dumpf und blechern. Als Extras gibt es bei dem Hauptfilm Trailer, TV-Spots und einen interessanten Audiokommentar von dem Regisseur, der sich sehr auf die technischen Aspekte konzentriert und die politische Dimension verschweigt. „Rambo 2“ ist aber eindeutig ein anti-kommunistischer und revanchistischer Propagandafilm, der die traumatischen Erfahrungen der Figur nur noch als Motivation benutzt. Dennoch spielt er auch mit einem Trauma: nämlich mit dem des verlorenen Krieges in Vietnam. Und so wird hier noch einmal, wie Chuck Norris in den „Missing in Action“ Filmen, der Krieg nachträglich gewonnen. Und das wird auch deutlich gesagt („Werden wir diesmal gewinnen?“, fragt Rambo. Der Colonel antwortet: „Das hängt ganz von Dir ab“.). Die Action ist dennoch hervorragend und diesmal auch ungeschnitten. Ansonsten ist der Film reaktionär und peinlich mit sehr stilisierenden Dialogen, die aber recht nichtssagend sind. Aber darauf kommt es bei einem solchen Film nicht an, sondern auf den Effektbombast. Und der ist gelungen. Auf der zweiten Disk ist das Making Of aus der Entstehungszeit des Filmes und dementsprechend eine deutliche Werbemaßnahme. Das Feature „Mut und Ehre“ ist mit seiner Rückschau auf den Franchise und die politische Vereinnahmung des Filmes sehr gelungen. Insgesamt wiederholt sich bei den Extras recht viel und da hier im Vergleich zu dem ersten Film recht wenig retrospektive Extras vorhanden sind, entpuppen sich die meisten als Werbemaßnahme. „Wir werden dieses Spiel gewinnen“ ist deutlich revanchistisch und damit peinlich, ein „Behind the Scenes“ ist selten aussagekräftig und das „Sylvester Stallone Profil“ verspricht mehr als es hält. Denn eine Biographie und ein Portrait des Darstellers ist es nicht. Die Interviews mit Stallone und Richard Crenna sind gut und das Special über den todkranken Sean Baker, der anhand „Rambo“ wieder Lebensmut gewinnt ist eine sehr peinliche Werbung. „Der letzte amerikanische Kriegsgefangene“ schließlich berichtet interessanterweise über amerikanische Kriegsgefangene und deutet an, dass „Rambo 2“ mehr Realitätsgehalt hat als vermutet wird. Denn es würden ja noch viele amerikanische Soldaten im Dschungel vermisst werden (Mitte der 1980er Jahre). An kritischen, retrospektiven Extras ist hier bedauerlicherweise Mangelware.

„Rambo 3“ ist etwas unglaubwürdig und eindeutig anti-kommunistische Propaganda, die damals von der Wirklichkeit eingeholt worden war und dementsprechend nur noch anachronistisch wirkt. Vor allem da die einstigen Gegner heute Verbündete und die einstigen Freunde heute Gegner sind, zeigt der Film heutzutage eine große Ironie auf. Einstmals kämpfte man mit den Taliban gegen die Sowjets und heute gegen diejenigen, die man damals tatkräftig mit Waffen und Geld unterstützte. Besonders „witzig“ gerät da dann der Dialog, wo einem Russen gesagt wird, dass das afghanische Volk sich nicht besiegen lässt und auch noch nie besiegt wurde. Und so kann man auch den dritten Teil unter der Überschrift „Trauma“ zusammenfassen, da er eindeutig die Gefühle des kalten Krieges mit der dazugehörigen Angst schildert. Denn die Aufrüstung resultierte aus der Angst, von den Gegnern überrundet zu werden. Und das kann traumatisch sein. Von der Action her ist der Film sehr gut und auch die Charaktere bekommen etwas mehr Tiefe und sogar einen kleinen Anflug von Humor. Das Bild und der Ton sind sehr gut und erfreulicherweise ist der Film ungeschnitten. Der Audiokommentar des Regisseurs ist recht ironisch, enthält sich aber, abgesehen von einer peinlichen und mehr als falschen Aussage („Unser Film trug mit dazu bei, dass die Russen aus Afghanistan abzogen“), jeglichen politischen Kommentars. Teaser und Trailer runden die Extras bei dem Hauptfilm ab. Auf der zweiten Disk sind das Making Of, das Behind the Scenes und das Featurette aus der Entstehungszeit des Films und dementsprechend reine Werbemaßnahmen. Das Feature „Afghanistan – Land in der Krise“ ist ein gutes Portrait des Landes, das bis heute Schlagzeilen macht. Das Special über das Waffenarsenal von Rambo ist schlicht überflüssig und das Feature „Zahlen rund um Rambo“ ist zwar sehr interessant, aber leider verdecken die Untertitel manchmal die Legende der Schaubilder, so dass die Zahlen nicht immer aussagekräftig sind. Generell wird auffällig oft bei den Extras des dritten Teils nicht erwähnt, mit wem gerade das Interview geführt wird. Es werden keine Namen und Funktionen erwähnt. Das Special über die Green Berets ist wieder recht interessant geworden, führt aber haarscharf an einer Rekrutierungsmaßnahme neuer Soldaten vorbei. Realsatirisch ist das Special über die Vermarktung geworden. Das ganze „Rambo“-Spielzeug wird animiert dargestellt (samt Preisen) und so entwickelt sich ein kleines Filmchen, wobei sich der Zuschauer eher an die Parodie „Team America“ erinnert fühlt und sich demnach kein Lachen verkneifen kann.

Trotz und gerade wegen der Kontroverse um die „Rambo“-Filme sind die Streifen Klassiker. Auch weil sie ein ganzes Generationenportrait darstellen mit drei verschiedenen amerikanischen Traumata und deren filmischer Bewältigung. Das ist zwar durchaus Propaganda, aber wer das aushalten oder ausblenden kann, kann sich immer noch an hervorragend gemachten Actionfilmen erfreuen. Diesmal auch ungeschnitten.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment