Railroad Tigers - DVD

DVD Start: 23.11.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 119 min

Railroad Tigers DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Als die japanische Besatzungsmacht 1941 ihr Einflussgebiet über eine militärische Transportlinie in Ostchina ausweitet, schlägt die Stunde einiger rebellischer Bahnarbeiter. Angeführt von Ma Yuan (Jackie Chan) schwingen sich die sogenannten "Railroad Tigers" zur letzten Bastion des chinesischen Widerstandes auf, die japanische Züge überfällt, um die Bevölkerung mit Nahrung zu unterstützen. Bis sie den Auftrag erhalten, einen schwer bewachten Munitionstransport zu überfallen und eine Brücke zu sprengen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of (ca. 21 Minuten), diverse Behind the Scenes (ca. 12 Min.), Teaser, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Railroad Tigers

DVD
Railroad Tigers Railroad Tigers
DVD Start:
23.11.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Railroad Tigers Railroad Tigers
Blu-ray Start:
23.11.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 124 min.

DVD Kritik - Railroad Tigers

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Spielzeugeisenbahn
Manchmal haben Verleiher lustige Vorstellungen von einem Filmtitel. „Railroad Tigers“ klingt gut, zugegeben, kommen aber in dem Film gar nicht vor. Vielmehr nennen sich die Diebe und verkappten Widerständler „Railroad Dragons“ was in einem chinesischen Film weitaus mehr Sinn macht, da die Drachen dort seit jeher verehrt werden und hier auch einen deutlichen Gegenpol zu den Japanern bilden, da sie auf die kulturelle Eigenständigkeitkeit und Identität der Chinesen verweisen. Der Film spielt 1941 und Japan hält China besetzt. Als die Japaner ihr Einflussgebiet ausweiten wollen, spielen ihnen rebellische Bahnarbeiter immer wieder einen Streich. Sie stehlen Nahrungsmittel aus den Zügen und verteilen sie in Robin-Hood-Manier an die Bevölkerung. Dabei sind sie weniger ideologisch gesinnt, sie wollen wirklich nur die Not lindern. Sie leiden zwar unter den Japaner und haben ihre schlechten Erfahrungen gemacht, aber als einen organisierten Widerstand kann man sie nicht gerade bezeichnen. Das ändert sich als sie einem verwundeten Soldaten helfen der ihnen berichtet dass innerhalb weniger Tage eine wichtige Brücke gesprengt werden muss.

Jackie Chan in Railroad Tigers
Jackie Chan in Railroad Tigers © Koch Media
Die Railroad Tigers, Entschuldigung: Railroad Dragons, wollen das bewerkstelligen obwohl sie keinerlei Kampferfahrung und auch nicht die Mittel dazu haben. Erzählt wird also eine Räuberpistole deren ideologische und politische Untertöne (der Gegner ist der Erzfeind Japan dessen kapitalistisches System auch heute konträr zu dem kommunistischen China steht) durch die historische Distanz und Belegbarkeit abgemildert werden. Leider ist der erste Teil des Filmes etwas verschleppt und man verliert anhand der vielen Figuren auch ein bisschen den Überblick. Zudem ist der Film phasenweise recht albern geworden, was insbesondere später überrascht wenn es einige Todesopfer gibt und durchaus das Blut spritzt und fließt. Aber angesichts der überdrehten Sprüche und einigen Slapstickeinlagen bleibt da ein zwiespältiges Gefühl zurück. Es sind zwar gerade auch die Produktionen aus Hongkong generell und Jackie Chan insbesondere bekannt, dass Gewalt mit überdrehtem Humor verknüpft wird, aber hier ist das längst nicht so harmonisch wie sonst. Jackie Chan ist deutlich älter geworden und die gefährlicheren Stunts haben dementsprechend andere übernommen. Aber die Rolle die er spielt ist die des Mentors und so passt das Alter und Reife des Darstellers zu der Rolle.

Railroad Tigers: Der Gegner ist hartnäckig
Railroad Tigers: Der Gegner ist hartnäckig © Koch Media
Plätschert die erste Hälfte noch etwas vor sich und schreckt den Zuschauer nur ab und an auf, wird man in der zweiten Hälfte durch fulminante, spannende, lustige und blutige Action belohnt. Gerade hier geht es erstaunlich düster zu, obwohl es durchaus zu einigen sehr witzigen Momenten kommt. Das ist ja gerade das Paradox des Filmes das hier eigentlich nichts zusammenpasst, man sich aber anhand des Stückwerks dennoch unterhalten fühlt. Einige gnadenlos alberne und überdrehte Szenen wechseln sich mit wirklich gelungenen Gags ab, einige längere und ruhige Passagen werden durch fulminante Actionszenen abgelöst. Das lange Finale ist grandios und es fällt kaum auf, dass der Film sehr viele CGI-Effekte hat. Sie sollten auch nicht auffallen, sondern sich in den Film eingliedern. Es wäre schön gewesen, wenn es bei anderen Elementen auch so gut funktioniert hätte.

Jackie Chan in Railroad Tigers
Jackie Chan in Railroad Tigers © Koch Media
Das Bild ist hervorragend, der Ton ist aber manchmal zu Lasten der Dialoge gegenüber dem Soundeffekt unausgewogen. Es gibt als Extras ein sehr interessantes Making Of welches auch die digitalen Effekte näher erläutert und diverse Behind the Scenes. Komisch nur, dass die Pannen im Originalton und ohne Untertitel belassen worden sind, so dass man die Versprecher nicht erkennt, da sie auf Chinesisch erfolgen. Aber das macht insofern nichts, da die Pannen eh parallel zum Abspann laufen.


Fazit:
Es braucht ein bisschen Durchhaltevermögen, wird dann aber mit einem furiosen Finale belohnt. Allerdings ist die Mischung aus überdrehtem und albernem Humor und der Gewalt etwas befremdlich.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media