Rabies - A Big Slasher Massacre - DVD

DVD Start: 18.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 89 min

Rabies - A Big Slasher Massacre DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Tali (Liat Harlev) und Ofer (Henry David) sind Geschwister. Da sie sich aber ineinander verliebt haben, reißen sie aus und verstecken sich in einem Wald. Alles scheint gut zu werden, bis sie einem bestialischen Killer (Yaron Motola) begegnen. Doch nicht nur die beiden machen Bekanntschaft mit dem brutalen Serienmörder, auch ein paar Freunde auf dem Weg zu einem Tennisspiel werden Teil einer perfiden und brutalen Mordserie. Ein Jagd- und Versteckspiel ohne Gleichen beginnt…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Hebräisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Rabies - A Big Slasher Massacre

DVD
Rabies - A Big Slasher Massacre Rabies - A Big Slasher Massacre
DVD Start:
18.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Rabies - A Big Slasher Massacre Rabies - A Big Slasher Massacre
Blu-ray Start:
18.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Rabies - A Big Slasher Massacre

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Intelligenter Slasher - Zunächst wird man auf den Film „Rabies“ allein schon deswegen neugierig, da er aus einem Land stammt, welches nun wirklich nicht gerade für seine Horrorfilme bekannt ist. Er stammt nämlich aus Israel. In Deutschland kommen höchstens sozial und politisch engagierte israelische Dramen in die Kinos, die zwar qualitativ hochwertig sind, aber Genrefilme waren bislang aus der Region unbekannt. Zählt hier also nur der Exotenbonus? Überhaupt nicht, denn abgesehen von den Namen der Charaktere merkt man dem Film nicht an, dass er in dem Heiligen Land spielt. Sprich: die Filmemacher verweigern sich jeglichen Lokalkolorits und setzen allein auf ihre Story. Und gehen somit den richtigen Weg. Allein schon die erste Szene fängt den Zuschauer in ihrem Netz. Man sieht zunächst nichts, sondern hört nur die Stimmen der Protagonisten. Erst wenn On-Screen ein Licht angezündet wird, kann man etwas erkennen und die Perspektiven sind in ihrem Shot / Gegen-Shot ziemlich eingeengt, so dass die anschließenden Soundeffekte sehr gelungen sind und wesentlich zur Spannung beitragen. Allein schon die ersten Einstellungen zeugen also von einem inszenatorischen Einfallsreichtum und im ganzen Film vermögen sowohl die Kameraführung als auch die Dialoge zu überzeugen. Allein schon die Kamera kann sogar in beengten Räumen wie in dem Inneren eines Autos Dynamik und Raum suggerieren. Ansonsten ist manchmal der Bildausschnitt sehr merkwürdig gewählt, da man manchmal etwas mehr sehen will. Einerseits spricht diese Vorgehensweise für eine Möglichkeit der Macher, das mangelnde Geld für aufwendige Effekte zu kaschieren, da die Tricks dann Off-Screen vorgenommen werden. Andererseits erhöht das die Spannung, da man wissen will, was die anderen sehen und was nun das Grauenhafte daran ist. Somit ist der Film für Voyeure eher ungeeignet. Generell macht dieser Film eine wahre Tugend aus seinem Independentstatus. So ist er stellenweise sehr witzig ohne jemals wirklich komödiantisch zu sein. Insgesamt ist „Rabies“ eine liebevolle Hommage mit parodistischen Elementen an den Slasherfilm. Und der Humor ist so tiefschwarz, wie man es ansonsten aus England kennt. „Rabies“ ist im Grunde ein Anti-Slasher. So ist der eigentliche Mörder gleich zu Beginn matt gesetzt und bekommt rein gar nichts hin. Aber allein seine Absicht, seine bloße Anwesenheit, sorgt dafür, dass die schlimmsten Seiten der Protagonisten zum Vorschein kommen. Der Stress sorgt für Überreaktionen, Missverständnissen und Gewalt. Somit zeigt allein die Präsenz eines Mörders, dass die zivilisatorischen und sozialen Bündnisse extrem brüchig sind und die bösen Züge in jedem einzelnen stecken. Im Grunde ist somit „Rabies“ in einer Linie mit „Tucker and Dale vs. Evil“ zu sehen, nur bei weitem ruhiger. Jedenfalls ist die israelische Produktion völlig zu Recht ein Liebling auf Fantasy Film Festen gewesen. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Der Ton ist etwas leise und das Bild weist deutliche körnige Spuren auf, denen man anmerkt, dass das Originalmaterial auf Video gefilmt worden ist. Aber es ist ansonsten schön scharf. Als Extras gibt es leider nur Trailer und eine Bildergalerie. Ein Audiokommentar des Regisseurs oder ein Interview wäre schön gewesen, da man sich als Zuschauer fragt, wie es um den Horrorfilm in Israel steht oder wie es war, ein solches Projekt in einer uns unbekannten Filmwelt zu stemmen.

Ein sehr gelungener Slasher der sowohl Hommage als auch Parodie ist und auch abseits des Exotenbonus zu überzeugen weiß. Eine gute Kameraführung, hervorragende Dialoge, Twists, Spannung und ein Umgang mit einem Slasher, den man so bislang nicht gesehen hat.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH