RAW - Der Fluch der Grete Müller - DVD

DVD Start: 04.07.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 73 min

RAW - Der Fluch der Grete Müller DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

RAW beleuchtet die Legende der Grete Müller die einst im 17. Jahrhundert ihren Tot auf dem Scheiterhaufen fand! Mit letzter Kraft sprach sie einen Fluch aus: „Soll mein Erstgeborener über Euch Grauen bringen!“ Noch in derselben Nacht quälte sich das Kind, das ein Ebenbild des Teufels sein soll, aus dem leblosen Körper der Schwangeren…
Drei junge Frauen machten sich im Spätsommer 2009 auf in die unheimlichen Wälder der Legende, um nach der Wahrheit über den Leibhaftigen und seine Mutter zu suchen. Von den Frauen fehlt bis heute jede Spur. In RAW werden wir Zeuge ihrer letzten Stunden vor ihrem Verschwinden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
2 Trailer, Geschnittene Szenen, Das Gedicht der Grete Müller, Audiokommentar

DVD und Blu-ray | RAW - Der Fluch der Grete Müller

DVD
RAW - Der Fluch der Grete Müller RAW - Der Fluch der Grete Müller
DVD Start:
04.07.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 73 min.

zur DVD Kritik
 RAW - Der Fluch der Grete Müller (Directors Cut) RAW - Der Fluch der Grete Müller (Directors Cut)
DVD Start:
08.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.
Blu-ray
RAW - Der Fluch der Grete Müller RAW - Der Fluch der Grete Müller
Blu-ray Start:
04.07.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 75 min.
RAW - Der Fluch der Grete Müller (Directors Cut) RAW - Der Fluch der Grete Müller (Directors Cut)
Blu-ray Start:
08.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

DVD Kritik - RAW - Der Fluch der Grete Müller

DVD Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 3/10
Ton: | 3/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 2/10


Ein deutscher Found-Footage-Beitrag à la „The Blair Witch Project“: So wurde Marcel Walzs Independent-Film „RAW“ auf dem „Fright Nights Festival“ angepriesen. Doch kann der Streifen halten, was er verspricht – vor allem dann, wenn er sich während des Films über sein Vorbild lustig macht und die schlechte Machart bemängelt?

In einem kleinen Örtchen in der Bundesrepublik Deutschland scheint es einen Fluch zu geben, welcher von den Bewohnern auch der Fluch der Grete Müller genannt wird – so hieß eine vermeintliche Hexe, die vor hunderten von Jahren von den Bewohnern hingerichtet wurde und aus deren toten Leib noch ihr Kind geboren wurde. Die drei Freundinnen Ivana, Leoni und Natascha wollen dem vermeintlichen Fluch auf die Spur gehen, nachdem vor kurzem ein Pärchen auf mysteriöse Weise in der Nähe verschwand. Dazu drehen sie eine Dokumentation, welche sie in den Wäldern des Ortes ansiedeln. Doch schon in der ersten Nacht bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen des Trios…

„Willst du echt alles filmen? Ich weiß nicht, ob das die Leute interessiert!“ „Weißt du, nur wenn man alles zeigt, weiß der Zuschauer, dass es echt ist.“ So lautet eine Konversation vom Anfang des Films, die sehr gut beschreibt, was Regisseur Walz hier abliefert. Sein Found-Footage-Beitrag, der scheinbar nur aufgrund persönlicher Kontakte auf dem Fright-Festival gezeigt wurde, handelt weniger von einem geheimnisvollen Fluch als vielmehr von drei unbegabten Amateurschauspielerinnen, die von einem Mann mit Faschingsmaske im Wald verfolgt werden. Nachdem die ersten 30 Minuten mit Belanglosigkeiten vergeudet werden, gelangen die drei Studentinnen in ein angeblich abgelegenes Waldstück, welches jedoch von ständigem Straßenlärm geprägt ist – jedoch gelingt es ihnen trotzdem, sich im Wald zu verlaufen. Hier wird dann die Videoausrüstung installiert und die „rätselhaften“ Vorkommnisse mehren sich. Nüchtern betrachtet, wird das Trio von einem Mann in Maske verfolgt, der angeblich einem Teufel ähnlich sehen soll, jedoch viel größere Ähnlichkeit mit einem Schwein hat.
Während die Nachtszenen durchaus Potenzial haben – mickriger Taschenlampe und Wackelkamera sei Dank – entpuppt sich der restliche Teil des Films als Totalreinfall.
Mit dem Ziel, eine Dokumentation zu drehen, wird wirklich alles vor der Linse eingefangen, was es im Wald zu finden gibt – also quasi nicht eine spannende Sache. Darüber hinaus sind die drei Frauen für alles geeignet, nur nicht zum Schauspielern. Ihr Verhalten reicht von unglaubwürdig bis lächerlich, besonders wenn sie zum Ende noch in einen Zickenkrieg verfallen. Hier wird jedes Klischee eines trotteligen Horrorfilmprotagonisten erfüllt.
Zwischendurch wird sich über die Wackelkamera in „The Blair Witch Project“ beschwert, doch schon zwei Minuten später verfällt man in das gleiche Muster. Die Paranoia der Protagonisten kommt zu keiner Zeit beim Publikum an, da helfen auch nicht die billigen Sound-Samples, welche den ganzen Film über im Hintergrund zu hören sind. Enttäuschend fällt dann auch das Ende aus, welches abrupt und wenig nachvollziehbar ist.

Das Bild der DVD ist leider ähnlich miserabel. Nimmt man alle bekannten Found-Footage-Filme in Betracht, hatte wohl noch keiner solch ein schlechtes Bild. Hier wurde wirklich nur mit einer Handkamera gedreht, welche viel zu oft wackelt und unscharfes Bildmaterial liefert – das zudem bei Dunkelheit eigentlich nicht mehr zu erkennen ist.
Mit dem Ton ist es ähnlich. Trotz eines Mikrofons, welches eine der Protagonistinnen immer mit sich herumträgt, versteht der Zuschauer nur die Hälfte und ärgert sich zudem über den immer gleichen Wortlaut – hier hapert es erneut am Skript.
Die Extras fallen ebenfalls recht mau aus: Es gibt drei Trailer zum Film, ein zwei-minütiger Beitrag zum Fright Festival mit Regisseur Walz, ein Gedicht und geschnittene Szenen, die allerdings alle in einer ähnlichen Weise im Film auftauchen.

Fazit: Grottenschlechter Found-Footage-Beitrag, der zwischendurch wirklich Potenzial gehabt hätte, jedoch trotz einer Laufzeit von nur 72 Minuten viel zu langatmig ist. Schlechte Schauspielerinnen, eine lächerliche Story und ein halbherziges Finale vermiesen den Streifen vollends. Finger weg – so etwas gehört nicht auf DVD!

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by Yannik Riedl
Bilder © Sunfilm Entertainment