Prime Cut - Die Professionals - DVD

DVD Start: 28.03.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Gangster Nick Devlin (Lee Marvin), ein harter Typ, wird nach Arkansas geschickt, um eine halbe Millon Dollar Schulden von "Mary Ann" (Gene Hackman) einzutreiben, der inmitten der wogenden Kornfelder mit Fleisch, Drogen und jungen Mädchen handelt. Nick rettet das Mädchen Poppy (Sissy Spacek) aus den Fängen der Gangster, gerät aber zunehmend selbst in deren Schussfeld... wird er ihnen das Handwerk legen oder (wie sein Vorgänger) in Form von Würstchen nach Chicago zurückgeschickt werden?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Explosive Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Booklet
- Fotogalerie
- Trailer

Video on demand - Prime Cut - Die Professionals

DVD und Blu-ray | Prime Cut - Die Professionals

DVD
Prime Cut - Die Professionals Prime Cut - Die Professionals
DVD Start:
28.03.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Prime Cut - Die Professionals Prime Cut - Die Professionals
Blu-ray Start:
31.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

DVD Kritik - Prime Cut - Die Professionals

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


1972 erschien mit „Prime Cut – Die Professionals“ im Kielwasser von Gangsterfilmen wie „Der Pate“ oder „French Connection“ ein weiterer Thriller, der ebenfalls im Gangstermilieu angesiedelt wurde. Für die Hauptrollen konnten die Stars Lee Marvin und der frisch von seiner mit dem Oscar prämierten Rolle aus „French Connection“ kommende Gene Hackman gewonnen werden. Außerdem feierte Sissy Spacek, die sich im weiteren Verlauf ihrer Karriere ebenfalls einen Oscar sichern sollte, ihr Filmdebüt. Es war also alles angerichtet für einen spektakulären Film.

Der Geldeintreiber Nick Devlin (Lee Marvin) wird für seinen letzten großen Auftrag von Chicago nach Kansas City beordert, um dort eine halbe Million Dollar Schulden zurück zu holen, die der dortige Farmbesitzer Mary Ann (Gene Hackmann) beim Syndikat Chicagos noch offen hat. Dass Mary Ann gefährlich ist, weiß Nick. Der letzte Geldeintreiber wurde in Kansas City umgebracht und in Form von Hackwurst in einem Packet zurückgesandt.
In Kansas City angekommen, erfährt Nick, dass sein Gegenüber weit mehr ist als Rinderbaron und Fleischverkäufer. Er verdient sich zusätzlich als Mädchen- und Drogenhändler eine goldene Nase. „Kansas ist nicht Chicago. Keine U-Bahn, keine Taxis, das ist meine Heimat!“ spielt sich Mary Ann auf, geschützt von einer schwer bewaffneten Privatarmee. Nick steht kurz vor seinem Ruhestand vor seinem schwierigsten Auftrag.

Der Film strotzt nur so vor Spannung und Atmosphäre. Der Antagonist wird gleich zu Beginn durch die „Verwurstung“ eines Gegenspielers als kalt und böse eingeführt. Dieser Filmbeginn gibt auch den Ton vor, denn das Maß an Brutalität und schockierenden Szenen ist relativ hoch, vor allem, wenn man damalige Standards als Vergleich heranzieht.

Diese Brutalität ist jedoch nicht der Fokus des Films sondern trägt lediglich zu dessen Gesamtbild bei. Den Mittelpunkt bilden die beiden stark aufspielenden Rivalen, die sich mehr als einmal gegenüber stehen und ihre dialogreichen Aufeinandertreffen und die dabei subtil vermittelte Aggressivität lassen den Zuschauer die Spannung förmlich spüren.
Sissy Spacek als Poppy fügt sich in diesem Duell als geschundenes, verschüchtertes Mädchen perfekt ein und verdeutlicht in ihrem Charakter sowohl die Gräueltaten des Antagonisten Mary Ann als auch die guten Absichten des Hauptcharakters Nick.

Weiterhin erwähnt werden muss noch die Filmmusik, die von Lalo Schifrin, vor allem bekannt für seinen Beitrag zu den „Mission Impossible“-Soundtracks, komponiert wurde. Während der Actionszenen, die durch einen hohen Grad an Realismus bestechen, ist der Film sehr ruhig und lässt die Bilder für sich sprechen. Alle anderen Szenen werden jedoch musikalisch variantenreich und atmosphärisch Untermalt, so dass für den Zuschauer stets Abwechslung und Tempo im Film herrscht.

Durch diese DVD wurde dem Film eine digitale Neubearbeitung geschenkt. Bild und Ton sind gut, als Extras gibt es neben dem original Filmtrailer und einer Bilderstrecke, die Filmposter und Filmszenen zeigt, ein Booklet, das sowohl in filmgeschichtlicher Hinsicht die Zeit, in der der Film entstand, informativ zusammenfasst, als auch einen schönen Kommentar zum Film selber liefert.

„Prime Cut“ kann vielleicht nicht ganz mit den Genrekönigen mithalten, dafür müsste etwas mehr Bombast und Charaktertiefe vorhanden sein, um den Zuschauer richtig mitzureißen. Es ist jedoch ein überdurchschnittlich guter, sehr unterhaltsamer Action-Thriller, der vor allem durch seine stark aufspielenden Stars und die brutalen, jedoch realistischen Szenen besticht.
Alles in allem hatte der Film das Pech, im Jahr des Paten herausgekommen zu sein, weswegen er wohl nicht so sehr im Gedächtnis der Allgemeinheit hängen geblieben ist. Der Film ist allgemein jedoch nicht nur für Genreliebhaber sehenswert, auch jüngere Semester, die das moderne und actionreiche Popcornkino gewohnt sind, können gerne einmal einen Blick hineinwagen.


by Marius Vogt
Bilder © Alive / Explosive Media