Population Zero (uncut) - DVD

DVD Start: 12.02.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Eine verlassene Stadt im Nirgendwo, einsame Straßen, beängstigende Stille. In dieser Einöde ist die junge Sam zusammen mit ihrer Freundin Veronica auf der verzweifelten Suche nach ihrem verschwundenen Bruder. Doch was sie hier finden, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren: Irgendetwas hat die Bürger in menschenfressende Wahnsinnige verwandelt! Zusammen mit dem einheimischen Jackson können sich Sam und Veronica in einem alten Haus verschanzen, wo sie auf weitere Überlebende treffen. Unter ihnen ist auch der Soldat Snyder, der irgendetwas zu verbergen hat...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment / MAH Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Outtakes, Musikvideo (Milaine feat. Gleis 13), Wendecover

DVD und Blu-ray | Population Zero (uncut)

DVD
Population Zero (uncut) Population Zero (uncut)
DVD Start:
12.02.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Population Zero (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 4/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 4/10


Zombie-Deutschland - Der deutsche Zombiefilm hat einen sehr schlechten Ruf. Teilweise zu recht, wobei das nicht unbedingt seine Schuld ist. Genreproduktionen haben in Deutschland immer einen Nachteil, da sie keine Fördergelder bekommen und auch die Fernsehanstalten, ohne die hierzulande kaum ein Film produziert werden kann, haben daran kein Interesse und nehmen oftmals redaktionellen Einfluss, so dass, falls es mal zu Genreproduktionen kommt, eine enorme Mutlosigkeit festzustellen ist. Wenn dann ein Horrorfilm gedreht werden soll, so ist er schon fast zwangsläufig im Independentbereich zu finden. Und dann krankt wieder alles an den Improvisationen weil schlicht kein Geld vorhanden war. So ist das Ergebnis mager und der Ruf wird nicht besser und die Fördergelder bleiben erst recht aus. In der Psychologie nennt man das dann eine selbsterfüllende Prophezeiung und der deutsche Film bleibt in seinen Nischen und erstickt in Klischees. Ein Teufelskreis. In diesem Zwiespalt muss man dann auch leider „Population Zero“ ansiedeln. Es ist immer lohnenswert, dass sich deutsche Filmemacher einer Genreproduktion zuwenden und es in Kauf nehmen da sie sich die Mühe machen müssen, alles selber zu finanzieren und somit ein Risiko in Kauf nehmen. Diese Mühen an sich sind schon erwähnenswert und geben Pluspunkte. „Population Zero“ merkt man auch an, das hier mit viel Freude und Fandasein gedreht worden ist, wobei die meisten Mängel eben aufgrund der mangelnden Gelder zu Stande kommen. Die eingeschränkten Handlungsorte etwa, die zwangsläufig in einem verlassenen Haus spielen, da man hier ungestört drehen konnte und keine behördliche Genehmigung brauchte. Leider verhindert aber der Handlungsort auch die Innovation, da er so natürlich sehr stark an „Die Nacht der lebenden Toten“ von Romero erinnert und dem in keinerlei Art und Weise das Wasser reichen kann. Also gibt es nichts Neues, aber die teils recht blutig ausgefallenen Effekte sind durchaus bemerkenswert. Auch wenn dann das Make-Up wieder an der benötigten starken Ausleuchtung leidet. Das die Darsteller nicht unbedingt talentiert sind, kann man verschmerzen (vor allem wenn sie so sympathisch wie Melanie Munzel sind), aber die schlechten Dialoge nicht. Auch ohne viel Geld kann man nämlich ein ordentliches Drehbuch schreiben das Logik besitzt und einige geistreiche Sätze. Und so ist es auch das, was den Film vorhersehbar macht und damit manchmal durchaus langweilig. Manches gerät unfreiwillig komisch und diese Fehler sind leider nicht mit dem Independentstatus entschuldbar. Immerhin ist hier ein Achtungserfolg gelungen.

Dem Bild merkt man deutlich an, dass der Film auf Video aufgenommen worden ist. Für eine hoch technisierte Ausrüstung fehlte das Geld und so ist das Ergebnis etwas blass und manchmal unscharf. Zudem benötigte man eine scharfe Ausleuchtung und so kann auch das Schattenspiel nicht überzeugen. Der Ton ist für die Umstände okay. Das Making Of ist eher ein behind the scenes, liefert aber interessante Impressionen ab wie man so gut wie ohne Geld einen Zombiefilm drehen kann. Dann gibt es noch ein Musikvideo was aber nur den gespielten Song im Studio zeigt und einige verpatzte Szenen.

Ein Independentgenrefilm aus Deutschland. Da kommt das raus, was man erwartet. Die Effekte sind ordentlich, das Drehbuch schlecht und alles andere krankt am Geldmangel. Wer so was mag...

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KNM Home Entertainment / MAH Entertainment