Poliezei - DVD

DVD Start: 19.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 127 min

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Inhalt

Die Polizisten der Einheit für Jugendkriminalität haben einen Job, um den sie niemand beneidet: Täglich werden sie mit schrecklichen Verbrechen und extremer Aggression konfrontiert und müssen dennoch cool bleiben. Vom Innenministerium beauftragt, soll die Journalistin Melissa eine Reportage über die hartgesottenen Flics schreiben. Und verliebt sich alsbald in Fred, das schwarze Schaf des Trupps.
Mit einem Höchstmaß an Authentizität verfolgt die französische Filmemacherin Maiwenn Le Besco eine Sondereinheit der französischen Polizei, die sich mit Verbrechen an und von Jugendlichen befasst. Minuziös porträtiert sie den knallharten Alltag der Flics, bettet in die Kolportage aber auch eine Amour fou ein, die unerlaubte Liebesaffäre einer Journalistin mit einem Beamten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Musikclip

DVD und Blu-ray | Poliezei

DVD
Poliezei Poliezei
DVD Start:
19.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 127 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Poliezei Poliezei
Blu-ray Start:
19.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 127 min.

DVD Kritik - Poliezei

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Paris. Die Polizisten und Polizistinnen der Abteilung Jugendschutz werden tag täglich mit menschlichen Abgründen und erschütternden individuellen Schicksalen konfrontiert, von denen viele Menschen kaum etwas mitbekommen (wollen). Sexueller Missbrauch, Zwangsprostitution, Pädophilie und häusliche Gewalt gehören für die Männer und Frauen der Truppe von Kommissar Balloo zum Alltag.
Im Sinne einer PR-Maßnahme wird einer jungen Fotografin gestattet, die Arbeit der Polizisten zu begleiten und zu dokumentieren. Von nun an ist die Journalistin hautnah dabei, wenn die Polizisten abscheuliche Geheimnisse ergründen, die sich in allen Schichten der Pariser Bevölkerung verbergen.

Um eines vorweg zu nehmen: „Poliezei“ ist ein auf seine Weise einzigartiger Film und kann aufgrund seiner Stilistik und seiner Machart nur schwerlich mit anderen Polizeifilmen verglichen werden. Noch nie zuvor wurde der Job von Polizisten so authentisch, so realistisch, so ungeschminkt und dreckig dargestellt wie in diesem zweistündigen Film der Regisseurin Maiwenn, die gleichzeitig die Rolle der Journalistin übernommen hat.

Der Film hat keine geschlossene Haupthandlung an sich, sondern besteht aus verschiedenen, mehr oder weniger schwerwiegend Delikten, mit denen sich die Polizisten in Rahmen ihres Alltages auseinander setzen müssen: Missbrauch von Jugendlichen, Zwangsprostitution, Kindesentführung, etc.
Was auf dem Papier zunächst aussieht wie eine wahllose Aneinanderreihung von kurzweiligen Einzelfällen, ist in Wahrheit die angemessene realistische Darstellung des Polizeilebens, die anderen Hollywood-Polizeifilmen a la Lethal Weapon, Dirty Harry, Bad Boys, etc. aufgrund aufgesetzter Effekthaschereien und schablonenhafter Zielgruppenorientierung komplett abhanden kommt.

Der Film ist sowohl auf optischer, als auch auf rhetorischer Ebene kompromiss- und schonungslos und versucht gar nicht erst, irgendetwas an der kriminellen Problematik von Großstädten zu beschönigen oder mit altbekannten Klischees aufzuwarten. Die Sprache im Film ist rau und voller Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie, aber so wird nun mal gesprochen.
Der filmische Realismus wird durch die famose Ausarbeitung der Charaktere und die Auswahl der Schauspieler zusätzlich verstärkt. Alle Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind gnadenlos authentisch gespielt. Als Zuschauer kommt man nie auf den Gedanken, dass diese bei diesen Personen um Schauspieler handeln könnte.

Dass der Job als Polizist/Polizistin nicht nur körperliche, sondern auch unglaubliche mentale Strapazen mit sich bringt, zeigt der Film anhand verschiedener Beispiele: kollegialer Auseinandersetzungen, aufwühlender Einzelschicksale oder verkorkste Privatleben. Auf diese Weise schafft der Film Verständnis für den Job Polizist, da er dem Zuschauer immer wieder emotional zusetzt und ihm Empathie abverlangt. Der Film ist von Anfang bis zum Ende sowohl fesselnd als auch beklemmend und hinterlässt aufgrund seines überraschenden Endes einen nachhaltigen Eindruck. Selten wurde anhand einer Schlusssequenz deutlich, wie nah Hoffnung und Hoffnungslosigkeit beieinander liegen.

Die DVD bietet gute Bild- und Tonqualität und als Extras ein Making-Of und den Trailer.

Fazit: Noch nie war ein Polizeifilm derart realistisch, schonungslos und beeindruckend.

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by Till Huber
Bilder © Lighthouse Home Entertainment